Drei Dinge, die sich bezüglich „Dragon Ball“ nie ändern werden: 1. Kämpfe, in denen sich die Kontrahenten in ihrer Stärke stets übertrumpfen. 2. Charaktertode, die es nicht Wert sind als Spoiler bezeichnet zu werden, da sie fast nie ein dauerhafter Zustand bleiben. 3. Die bis heute nichtsdestotrotz weltweite Popularität und treu gebliebene Anhängerschaft.

Super. Mega. Ultra.

Und gerade Letztere dürften bereits bei der Ankündigung der brandneuen Animeserie „Dragon Ball Super“ so manch nostalgische Freudenträne vergossen haben. Nach nunmehr 18 Jahren soll es endlich in diesem Juli mit der Geschichte rund um den Helden Son Goku und den sieben Drachenkugeln, die jeden Wunsch erfüllen, weitergehen.

Viel zur Serie ist noch nicht bekannt, außer dass die Handlung mehr oder weniger direkt an dem Ende von „Dragon Ball Z“ anknüpfen soll und Son Goku und seine Freunde einen neuen Feind bekämpfen müssen, der – wie sollte es auch anders sein – viel stärker ist, als ehemalige Antagonisten wie Freezer, Cell oder Boo (Majin Buu). „Stärkere Gegner als die gab es schon“ lassen treue Anime-Gucker angesichts der Ankündigung verlauten. Diverse Kinofilme wie auch die Fortsetzungsserie „Dragon Ball GT“ hatten in der Tat so einige Gegenspieler vorgestellt, deren Stärkeniveau weitaus über die der besagten Kollegen lag.

Dragon Ball Super - Unser Special zur neuen Serie: Wie viel stärker geht noch?

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 1/41/4
Wird es ein Wiedersehen mit vertrauten Gesichtern und alten Feinden geben?
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Die Handlung ebendieser basiert allerdings nicht auf dem Originalmanga des „Dragon Ball“-Schöpfers Akira Toriyama und wurde daher nicht zum Kanon gezählt, auch wenn Toriyama das Design der exklusiven Charaktere persönlich beisteuerte und die Ableger-Projekte absegnete. Entsprechend nimmt man es mit den Stärkedarstellungen innerhalb jener Handlungsstränge nicht so genau.

Stärker als die maximale Kraft

Generell ist das mit der Krafthierarchie in „Dragon Ball“ eine relative Sache. Wenn uns der Plot – egal ob im Anime oder Manga – etwas über all die Jahre verdeutlicht hat, dann ist es die Tatsache, dass es immer einen Weg gab, die Stärkeunterschiede irgendwie auf den Kopf zu stellen. Sei es ein Android, der durch die gesammelten Daten vieler Kämpfer die Fähigkeiten jener vereint oder eine Fusion zweier Sayajins - Erklärungen für manch einen grenzenlosen Kräfteschub gab es immer. Ob die aber konsistent waren, sei dahingestellt.

Dragon Ball Super - Unser Special zur neuen Serie: Wie viel stärker geht noch?

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 1/41/4
Ungeachtet der verschiedenen Meinungen ist die Serie heute noch das Maß aller Dinge, im schlechten wie auch im guten Vergleich mit anderen Anime- und Mangserien.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

In der Hinsicht sollte es auch nicht verwundern, wenn alte Widersacher in der neuen Serie eventuell wieder zurückkehren und stärker sind als je zuvor. Jüngst feierte auch der tot geglaubte Alien-Oberschurke Freezer mit einer neuen Transformation im aktuellsten Film „Dragon Ball Z: Resurrection 'F'" seine Rückkehr und macht Son Goku erneut das Leben schwer. Dieser wiederum erreicht mit der Transformation zum Super-Saiyajin-Gott-Super-Sayajin (kein Witz, das ist die offizielle Bezeichnung) ebenso eine weitere Stärkestufe, die unter anderem seine Haare blau werden lässt.

Bereits im vorigen Film „Battle of Gods“ gibt es eine Transformation zum Super-Sayajin-Gott, bei der sich die Haare des Verwandelten hingegen rot färbten. Da soll mal einer bei all den Verwandlungen und Stufen durchsehen - zumal Toriyama selbst keine Durchblick mehr bei den ganzen Stärkestufen zu haben scheint. Wer weiß, welche Stufen ein Sayajin noch erreichen kann und welche möglichen Haarfarben wir entsprechend zu sehen bekommen werden.

Dragon Ball Super - Unser Special zur neuen Serie: Wie viel stärker geht noch?

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 1/41/4
Schwarz. Blond, Rot, Blau, Grün, Grau, Pink?!
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Eine maximale Grenze innerhalb des ultimativen Kräftemessens scheint jedenfalls nicht in Sicht zu sein und angesichts der vagen Infos zur neuen Serie wird dieses Prinzip wohl auch weiterhin bestehen bleiben. Zumindest schürt der Fakt, dass Toriyama sich für das Konzept der Geschichte verantwortlich zeichnet, große Erwartungen der treuen„Dragon Ball“-Gemeinde. Nicht nur, weil für die meisten eine Saga aus alter Jugendzeit, die man während der Nachmittagsprogramms auf RTL2 verfolgt hat, endlich weitergeht, sondern weil diese sich auch im Rahmen des Kanons befindet.

Die legendäre Legende des legendären Super Sayajin

In welchem Zeitraum sich die neuen Handlungsgeschehnisse bewegen, ist ebenso unklar. Undenkbar wäre es aber nicht, wenn diese sich zwischen dem Ende von "Dragon Ball Z" und den Anfängen von GT einreihen, beziehungsweise die nachfolgenden aktuellsten Ablegerfilme nicht völlig ignorieren. Pan, die Protagonistin aus GT, taucht beispielsweise auch im „Resurrection 'F'“ als Kleinkind auf. Und da zumindest Akira Toriyama jene Nachfolgerserie wohlwollend als eine Art Nebengeschichte empfand und seine Figuren liebgewonnen hat, wäre es zumindest möglich, dass diese früher oder später auch bei "Dragon Ball Super" auftauchen werden. So oder so werden sich womöglich Diskontinuitäten nicht verhindern lassen, sofern sämtliche Handlungsaspekte der Ableger und des Kanon-Strangs berücksichtigt werden sollen.

Kanon hin oder her; der Ansatz von GT war zumindest kein schlechter, wollte dieser doch die Abenteuerlust aus den Anfängen des „Dragon Ball“-Manga wieder vermitteln. Genau jener Ansatz könnte auch mit der neu angekündigten Serie verfolgt werden. Ich zumindest mochte die Serie gerade aufgrund der frühen Handlungsbögen, als die Suche nach den Dragon Balls in den verschiedensten und weiten Winkeln der Welt im Fokus stand. Die Reise zum Planeten Namek zeigt auch, dass die Suche nicht nur auf der Erde stattfinden muss. Potenzial zur Ausweitung des Universums gibt es immer.

Wenn die neuen Bösewichte zudem etwas vielseitigere Motivationen besitzen als ihre bisherigen Vorgänger, das heißt, zur Abwechslung mal keine Weltherrschaft oder grenzenlose Kraft zum Ziel nehmen, werde ich gern erneut der enthusiastische Zuschauer, der ich vor vielen Jahren einst war.

Anime

- Das große Anime-Serien-Voting 2.1
Voting startenKlicken, um Voting zu starten (85 Bilder)