Die achte Staffel von „Doctor Who“ erscheint auf DVD und Blu-ray. Neuerungen gehen damit einher, denn Matt Smith ist weg, dafür hat Peter Capaldi übernommen. Immerhin ist Jenna Coleman auch weiterhin als Clara Oswald dabei, aber die Dynamik hat sich natürlich verändert.

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Denn der Doktor ist auch anders, älter, schottisch, vielleicht ein wenig grober. So geht es in dieser Staffel vor allem um eine Frage: Ist der Doctor ein guter Mann? Die stellt er seiner Begleiterin, die keine wirkliche Antwort darauf hat. Und er stellt sie sich auch selbst, bis er im Finale der Staffel selbst erkennt, wer er ist.

Wie bei den vorherigen Jahren ist es auch hier so, dass Steven Moffat einen übergreifenden Story-Bogen entwickelt hat. Es gibt einige für sich stehende Abenteuer, die mal gruselig, mal skurril, mal witzig, mal abenteuerlich sind, aber schon in der ersten Folge wird auf die große Geschichte verwiesen.

Doctor Who - Staffel 8 - Endlich auch fürs Heimkino: Neuer Doctor, neue Abenteuer!

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Wie schlägt sich Peter Capaldi als neuer Doktor?
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Denn am Ende landet einer der Besiegten – und darüber hinaus Gestorbenen – im Himmel, wo ihn die mysteriöse Missy erwartet. Was sie vorhat, bleibt bis zum Finale offen, mündet dann aber in ein Ende, das es in sich hat. Weil die Historie der Serie mit aller Gewalt zurückkehrt, aber auch gänzlich neue Wege beschritten werden.

Von Daleks und anderen Kreaturen

Wie in jeder Staffel gibt es ein paar Folgen, die nicht so gut sind, sie werden aber von ein paar echten Highlights deutlich überstrahlt. „Into the Dalek“ ist ein solches Highlight, denn hier müssen der Doctor, Clara und ein paar Soldaten miniaturisiert in einen Dalek eindringen und ihn reparieren. Das Pikante daran: Es ist ein guter Dalek, der Moral entwickelt hat.

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Andere Geschichten wissen auch zu gefallen. Amüsant ist die Begegnung mit Robin Hood, den der Doctor für einen Schwindel hält. Auch schön ist die Reise im Orient Express, der durch das Weltall rast, während eine Mumie einen Gast nach dem anderen tötet.

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Gute Folgen, schelchte Foglen. Egal. Eine großartige Serie bleibt eine großartige Serie.
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Geradezu märchenhaft gestaltet sich „Into the Forest of the Night“, in dem aus dem blauen ein grüner Planet wird, als überall Bäume über Nacht sprießen. Das spielt mit der Idee, dass die Wälder eine Urangst des Menschen transportieren, dass diese in Märchen verarbeitet wurde, und dass man manchmal Vertrauen muss, anstatt sich zu fürchten.

Eine andere schöne Geschichte befasst sich mit den Kreaturen unter dem Bett. Den Monstern, die man nur im Augenwinkel erkennt. Der Doctor ist sich sicher, dass sie existieren, aber was, wenn er nur ein Opfer seiner eigenen Ängste geworden ist?

Peter Capaldi ist gewöhnungsbedürftig, aber er kann die Zuschauer für sich einnehmen.Fazit lesen

Clara & Danny

Interessant ist, dass in der achten Staffel starkes Augenmerk auf Clara Oswald gelegt wird. Mehr noch auf ihre Beziehung zum ehemaligen Soldaten und Lehrer Danny Pink. Die Serie vermeidet es dabei, die Konstellation wie bei Amelia und Rory Pond zu wiederholen. Denn Pink hat keinerlei Interesse, mit dem Doctor durch die Zeit zu reisen.

Auch das sorgt für eine ganz neue Dynamik, da Clara sich auch etwas schuldig fühlt. Danny wiederum ist eine sympathische Figur. Damit einher geht einige Tragik, die im Staffelfinale auf die Spitze getrieben wird.

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Die achte Staffel ist durch und durch gelungen.
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Der Kontrollfreak und der Mann, der sich nicht kontrollieren lässt

Dem Doctor und Clara zuzusehen, macht auch deswegen Spaß, weil beide so diametral zueinander sind. Die eine will alles kontrollieren, dem anderen ist das ein Graus. Das sorgt für Spannungen. So sehr hat es zwischen Doctor und Companion wohl noch nie gekracht, was auch im Finale einen Höhepunkt findet.

Das Ende der Staffel ist dann derart gestaltet, dass es auch als ein Serienende fungieren könnte, aber muss es ja nicht – die neunte Staffel kommt dieses Jahr. Und davor natürlich noch das Weihnachtsspecial des Jahres 2014, das in dieser Box auch enthalten ist.