Ganze Generationen sind mit den Abenteuern von Tom und Jerry aufgewachsen. Die Streitereien und Prügeleien der Maus und des Katers wurden über die Jahrzehnte immer wieder neu aufgelegt. So überrascht es nicht, dass in diesem Jahr die neue „Tom und Jerry Show“ debütierte, die ab dem 3. November immer montags bis freitags um 18.10 Uhr auf dem Pay-TV-Sender Boomerang laufen wird.

Schon im Vorfeld feiert man damit den 75. Geburtstag von Katz und Maus, der eigentlich erst 2015 stattfindet. Insgesamt 13 Folgen werden vorerst ausgestrahlt, voraussichtlich im März 2015 geht es dann mit 13 weiteren Folgen weiter. Um die Zuschauer auf Tom und Jerry einzustimmen, gibt es darüber hinaus am 2. November den „24 Stunden Tom und Jerry Marathon“, an dem von 18.10 Uhr an einen ganzen Tag lang klassische Episoden der „Tom und Jerry Show“ aus den 1970er Jahren und ausgewählte Episoden der Serie „Tom und Jerry auf wilder Jagd“ gezeigt werden.

Die Tom und Jerry Show - Die Vorlagen für Itchy und Scratchy sind auch nicht mehr das, was sie mal waren

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Der neue Look wird nicht jedem gefallen...
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Zweigeteilt

Die knapp 25 Minuten langen Folgen beinhalten jeweils zwei Geschichten. Dabei hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen, um die Show frisch zu halten. In der ersten Geschichte gibt es einen klassischen Erzählstrang mit Tom und Jerry als Rivalen in ihrem Vorstadthäuschen. Hier erleben sie natürlich die wildesten Abenteuer, aber noch durchgedrehter wird es bei der zweiten Geschichte, bei der die Slapstick-Kaskaden an ungewöhnlichen Orten stattfinden.

So erlebt man Tom und Jerry in einer Burg, wo Tom die Hauskatze zweier Hexen ist. Oder Jerry wird von einem verrückten Wissenschaftler verändert, so dass er wundersame Kräfte erhält und mit diesen Tom drangsaliert. Es gibt aber auch Geschichten, in denen beide zusammenarbeiten, so eine, die in den 1920er Jahren spielt, als beide sich als Detektive versuchen müssen.

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Da geht sie hin, unsere schöne Kindheit.
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Das erinnert dann auch eher an die Zeichentrickserie aus den 1970er Jahren, die vom Studio Hanna-Barbera produziert worden ist. In der waren Tom und Jerry nicht wie Katz und Maus, sondern haben gemeinsam Abenteuer erlebt und hatten es immer mit einem anderen Gegner zu tun.

Klassischer Zeichentrick

Bei der neuen „Tom und Jerry Show“ setzt man auf klassischen Zeichentrick. Das sieht aber nicht so gut aus wie bei den Cartoons aus den 1940er Jahren, die immer noch die Speerspitze dessen darstellen, was mit Zeichentrick innerhalb von ein paar Minuten möglich ist.

Kein Vergleich mit den Klassikern. Dabei wäre durchaus Potenzial da gewesen, aber dafür hätte man deutlich mehr Qualität bieten müssen.Fazit lesen

Die Zeichnungen sind eleganter als die aus der gleichnamigen Serie aus den 1970er Jahren, aber sie sind schon auch etwas einfach gestrickt. Einem jungen Publikum wird das wohl nicht weiter störend auffallen, ältere Semester dürften aber Schwierigkeiten haben, in nostalgisches Gefühl zu verfallen.

Big-Bang-Sprecher

Boomerang zeigt die Episoden auch im Zweikanalton. So dermaßen viel geredet wird eh nicht, aber es kommt schon vor, immerhin sind auch Menschen wie die Besitzer von Kater Tom zu sehen. Im Original hört man dabei sowohl Simon Helberg, bekannt als Howard Wollowitz in „The Big Bang Theory“, der Napoleon spricht, und Jason Alexander, bekannt aus „Seinfeld“, der Toms Besitzer Rick seine Stimme leiht.