Pro Sieben hat den Montag im Verlauf der letzten Wochen und Monate komplett neu gestaltet. Gab es früher Phantastisches am Mystery Monday, so ist dies zugunsten der Lachmuskeln gewichen. Denn der Sender setzt zu Beginn der Woche ganz und gar auf Humoriges. Teil dieser Comedy-Schiene ist auch „Die Simpsons“, das seit dem 21. Januar mit neuen Folgen im Programm ist.

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Die erste Hälfte der 23. Staffel der Serie gab es schon vor einiger Zeit, nun folgen die letzten zehn Episoden. Dabei gibt es auch Grund zum Jubilieren, denn am 28. Januar wird die 500. Episode der Serie ausgestrahlt!

Die Simpsons - Es geht weiter: 23 Jahre gelb

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Bereits 500 Folgen der gelben Familie - eine Erfolgsgeschichte.
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Die 500. Episode trägt den Titel „Fern der Heimat“ und ist natürlich etwas Besonderes. Die Simpsons erfahren von einem geheimen Treffen in der Stadt. Dort beschließen die Springfielder, dass die Simpsons aus der Stadt gejagt werden sollen. Man hat genug von Homers betrunkenen Eskapaden, Barts Streichen und Lisas Umweltbemühungen, die allesamt dazu beigetragen haben, die Stadt in den Ruin zu treiben. Die Simpsons werden also verbannt.

Natürlich bleibt es nicht so, sind die einzelnen Folgen doch praktisch immer in sich abgeschlossene Geschichten, so dass schon in der 501. Folge alles wieder vergessen ist. Dennoch: Die Idee für dieses Jubiläum, das nur wenigen Serien vergönnt ist, ist ungewöhnlich.

Als Kontrast wird übrigens direkt im Anschluss die allererste Episode gezeigt. Die hat man schon lange nicht mehr im TV sehen können, denn Pro Sieben verzichtet seit einiger Zeit darauf, Episoden der ersten Jahre zu wiederholen. Grund hierfür sind die im Vergleich sehr kruden Animationen, die besonders unangenehm auffallen, wenn man neuere Episoden zuvor oder danach sieht.

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Was steht zu erwarten?

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El Barto hat wieder sein Zeichen hinterlassen.
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In „El Barto“ rächt sich Bart an Homer, indem er dessen verunstaltetes Konterfei überall auf der Stadt an die Wände sprüht. Das entwickelt sich anders als erwartet, denn El Barto wird von der Kunstszene entdeckt, die sein Werk mit einer eigenen Ausstellung adeln will.

„How I Wet Your Mother“ könnte eine Parodie auf „How I Met Your Mother” sein, ist es aber nicht. Stattdessen orientiert man sich an „Inception“ und will in Homers Träumen herausfinden, weswegen er zum Bettnässer geworden ist.

Mehr als 500 Folgen haben die Simpsons nun hinter sich – dabei ist die Serie so frisch wie eh und je.Fazit lesen

In „Mein Freund, der Roboter“ ersetzt Mr. Burns alle Angestellten im Atomkraftwerk durch günstige Roboter – mit Ausnahme von Homer, dessen Versuche, sich mit den Blechgesellen anzufreunden, in der Katastrophe enden. Im Original spricht hier übrigens Brent Spiner, der als Roboter zu Ruhm und Reichtum gelangte. Er war Data in „Star Trek: The Next Generation“.

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In den übrigen Episoden ist ein Mädchen auf Bart scharf, geht die Familie Simpson auf große Kreuzfahrt, hat Homer Visionen von einem Superspion, heiraten Ned Flanders und Edna Krabappel und Lady Gaga kommt nach Springfield. Im Original spricht sich Lady Gaga im Staffelfinale gleich selbst. Sie hilft Lisa, die zur unpopulärsten Schülerin gewählt wurde, um mehr Selbstvertrauen zu bekommen.

Auf zur 25. Staffel

Schon im Verlauf der Produktion der 23. Staffel kam es zu ausgiebigen Verhandlungen von 20th Century Fox Television mit den Schauspielern, die den Springfieldern ihre Stimmen leihen. Die sind mittlerweile derart fürstlich bezahlt, dass eine Fortführung der Serie immer kostspieliger wurde. So erklärte man, die 23. Staffel werde die letzte sein, wenn die Schauspieler nicht einer Honorarkürzung von 45 Prozent zustimmen würden. Die Mimen wollten dafür eine Beteiligung am Gewinn, was das Studio jedoch ablehnte.

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NEIN! 30% weniger Gage!
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Letzten Endes einigte man sich, womit die Schauspieler eine Gageneinbuße von 30 Prozent hinnehmen mussten. Leisten können sie sich das problemlos, beträgt sie doch immer noch etwas mehr als 300.000 Dollar.

So wurden die 24. und 25. Staffel zugleich gesichert, wobei nicht nur die Schauspieler, sondern auch alle anderen an der Serie Beteiligten Gagenschnitte hinnahmen, um „Die Simpsons“ am Leben zu erhalten.

Dabei ist die Serie für das Studio eingestellt mittlerweile mehr wert als fortlaufend. Die immer noch herausragenden Quoten sorgen für eine Fortführung, aber erst wenn die Serie abgeschlossen ist, erweist sich die Wiederauswertung in Kabelkanälen als richtig profitabel, was sie jetzt nur bedingt ist, da uralte Verträge den ganz großen Reibach verhindern. Analysten rechnen damit, dass nach dem Ende der Serie Deals mit verschiedenen Kabelsendern einen Wert von 750 Millionen Dollar haben werden.