Heutzutage ist es Gang und Gebe, dass erfolgreiche Kinofilme die Vorlage für neue Serien bilden. In der Regel wird die gleiche Geschichte noch einmal erzählt, bei der 2012 produzierten Serie „Die Firma“ ist das jedoch anders. Hier setzt man den erfolgreichen Film aus dem Jahr 1993 fort. Die Hauptfigur ist dieselbe, nur dass nun nicht mehr Tom Cruise, sondern Josh Lucas die Hauptrolle des Strafverteidigers Mitch McDeere spielt.

Über zehn Jahre hinweg befanden sich die McDeeres im Zeugenschutzprogramm. Nun, da der Mafiosi, der wegen Mitch ins Gefängnis gekommen ist, verstorben ist, können die McDeeres wieder ihr normales Leben aufnehmen. Mitch hat eine neue Firma gegründet, allerdings läuft das Geschäft noch immer sehr mäßig.

Die Polizei warnt ihn jedoch. Der Sohn des Mafiosi ist nun das Oberhaupt der Familie und könnte auf Rache sinnen. Darüber will sich Mitch keine Gedanken zu machen. Er konzentriert sich auf verschiedene Fälle und muss überlegen, ob er das Angebot eines Freundes annimmt. Dessen Firma möchte eine Strafverteidigungsabteilung aufbauen, weswegen er an Mitch gedacht hat. Aber Mitch ist unsicher, ob er das Angebot wirklich annehmen soll.

Die Firma - Der Kinoerfolg mit Tom Cruise wird fortgesetzt

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Die Serie ist ab dem 31.10.2014 auf Blu-ray und DVD erhältlich.
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Vom Kino auf die Mattscheibe

Die Idee, aus dem Film eine Fernsehserie zu machen, gab es schon lange, aber es dauerte, bis sie wirklich umgesetzt werden konnte. Die Details mussten stimmen, im Jahr 2012 war es dann soweit. Lukas Reiter entwickelte den Stoff für das Fernsehen. Erfahrungen mit Anwaltsstoffen hatte er schon genug, da er auch für „Law & Order“, „Boston Legal“ und „The Practice“ tätig war. Involviert an der Show ist auch John Grisham, auf dessen Roman die Serie basiert.

Er war einer der Produzenten, hielt sich aber größtenteils aus der Produktion zurück, nachdem er die ersten paar Drehbücher gesehen und erkannt hatte, dass Reiter seine Schöpfung in die richtige Richtung bugsierte.

Namhafte Besetzung

Mit Josh Lucas übernahm ein echter All-American-Guy die Hauptrolle. Man nimmt ihm die Rolle des aufrechten Anwalts in jeder Sekunde ab. Er ist der eine anständige Mann, der sich gegen das System stemmt. In der Beziehung folgt „Die Firma“ auch dem Film. Bei einem Titel wie diesem muss es natürlich auch eine Firma geben, die diesbezügliche Geschichte findet jedoch keinen Abschluss – dabei fängt die Serie genau damit an, denn die ersten paar Minuten spielen sechs Wochen in der Zukunft. Mit Mitch auf der Flucht, wieder mal mit reichlich Akten im Koffer und verfolgt von Kollegen.

Die Firma - Der Kinoerfolg mit Tom Cruise wird fortgesetzt

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Mitch McDeere (Josh Lucas).
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Weiterhin mit dabei in dieser Serie sind Callum Keith Rennie („Battlestar Galactica“) als Privatdetektiv, Molly Harper als Mitchs Ehefrau, Juliette Lewis („Natural Born Killers“) als Mitchs Sekretärin und Tricia Helfer („Battlestar Galactica“), die allerdings nur in gut der Hälfte aller Folgen dabei ist.

Einzelne Fälle, große Storybögen

„Die Firma“ ist eine gute Anwaltsserie, die vor allem deswegen funktioniert, weil sie nicht nur einzelne Fälle abarbeitet, sondern sich auch stark auf das Privatleben von Mitch und seiner Familie konzentriert. Darüber hinaus sind es die großen Storybögen, die für zusätzliche Spannung sorgen. Einerseits die Geschichte um die Mafia, andererseits die neue Firma, die an Mitch interessiert ist.

Gute Serie, die das Konzept ordentlich weiterführt. Namhaft besetzt, aber kurzlebig.Fazit lesen

Beides sind Handlungsebenen, die nicht besonders überraschend, aber so routiniert umgesetzt sind, dass sie den Zuschauer über die volle Distanz der Serie zu unterhalten vermögen. Leider ist diese Distanz kurz, denn es wurde nur eine Staffel mit 22 Episoden produziert. Dumm ist dabei, dass die Serie kein richtiges Ende spendiert bekommen hat. Es wäre schlauer gewesen, ein definitiveres Ende zu bieten, so dass die Serie auch nach Misserfolg für sich stehend angesehen werden kann.