Nun ist es amtlich: Amazon hat eine Mittelerde-TV-Serie über mehrere Staffeln geordert. Die Handlung soll dabei noch vor Der Herr der Ringe spielen.

Der Herr der Ringe - Amazon-Megadeal: Handlung der TV-Serie spielt vor "Die Gefährten"

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Amazon hat sich die TV-Rechte gesichert
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Das Tauziehen hat ein Ende: Im Bieterwettstreit um die TV-Rechte an einer Mittelerde-Serie hat Amazon das Rennen gemacht. Der Sender HBO sprang schon gleich zu Beginn ab. Verständlich, denn auch wenn die erfolgreiche Game of Thrones-Serie sich ihrem Ende nähert, sind bereits mehrere Spin-offs geplant. Im Wettstreit der verbleibenden Unternehmen hat Streaming-Gigant Netflix schließlich ebenfalls den Kürzeren gezogen. Die Nummer eins plant bereits 80 Eigenproduktionen für 2018 und ist zudem hoch verschuldet. Da es im Vorfeld hieß, das Tolkien Estate, das gemeinsam mit Warner Bros. TV produziert, wolle zwischen 200 und 250 Millionen Dollar nur allein für die Rechte, war bereits klar, dass im Grunde nur Amazon in Frage käme. Amazon-Boss Jeff Bezos machte die Verhandlungen zur Chefsache - für ihn dürfte die paar Milliarden für eine mehrere Staffeln umfassende TV-Serie kein allzu großes finanzielles Risiko darstellen.

"Wir freuen uns, dass das Unternehmen Amazon mit einer langjährigen Hingabe für Literatur das neue Zuhause für die erste und mehrere Staffeln umfassende TV-Serie für Der Herr der Ringe ist", ließ Matt Galsor, ein Sprecher für das Tolkien Estate und die beteiligten Firmen Trust und HarperCollins in einem Statement wissen. "Sharon Tal Yguado und das Team bei Amazon Studios haben großartige Ideen, wie man bislang unerforschte Geschichten basierend auf den Originalschriften J.R.R. Tolkiens umsetzen kann."

Geschichte vor dem ersten Buch

Sharon Tal Yguado, Leiterin der Abteilung für eigene Serien bei Amazon Studios zeigte sich in einem Statement erfreut über die Kooperation gemeinsam mit dem Tolkien Estate und Warner Bros.' New Line Cinema. Das Studio produzierte bereits die immens erfolgreiche Filmtrilogie von Peter Jackson.

Viele Informationen sind noch nicht bekannt, außer, dass die geplante Handlung noch vor dem ersten Buch angesiedelt sein soll. Damit dürfte nun sicher sein, dass die Herr der Ringe-Trilogie von Peter Jackson unangetastet bleibt. Stattdessen wäre eine Verfilmung von Das Silmarillion oder auch das Buch der Verschollenen Geschichten (vor allem in Hinsicht auf die Bemerkung "basierend" von Galsor) als Anthologie vorstellbar.

Dass nicht etwa die Herr der Ringe-Bücher erneut als Serie adaptiert würden, war insofern klar, da das Tolkien Estate nicht im Besitz der Filmrechte ist, die gehören mitsamt der Rechte an Der Hobbit dem Rechteverwalter Middle-earth Enterprises respektive Saul Zaentz Company. Autor J.R.R Tolkien hat jene zu Lebzeiten für 100.000 Pfund an United Artists verkauft, die 1976 dann an die Saul Zaentz Company übergingen.