Serienschöpfer James D. Parriott („Die Spezialisten unterwegs“, „Nick Knight“) wusste von Anfang an, dass er eine große Geschichte erzählen wollte. Er wollte aber nicht den Fehler begehen, nicht zu wissen, worauf er zusteuert. Die Lektion hatte er von „Lost“ gelernt, als er mit Damon Lindelof und Carlton Cuse gemeinsam dinierte und wissen wollte, wie die Show weitergeht, woraufhin die beiden nur mit den Schultern zuckten und erklärten, sie hätten keine Ahnung.
Dieser Gefahr wollte sich Parriott nicht ausliefern. Darum entwickelte er den Storybogen für die ersten drei Staffeln und auch das Finale. Dazu gekommen, davon zu erzählen, ist er nicht mehr, denn „Defying Gravity“ wurde nach nur einer Staffel eingestellt.
Zudem wollte er den Zuschauer auch nicht ewig auf Enthüllungen warten lassen oder diese nur im Staffel-Ende als Cliffhanger einsetzen. Darum erklärt er auch schon in der neunten Folge, was Beta ist und wie es um die Geheimmission der Antares bestellt ist. Und das ist große Science-Fiction!
„Defying Gravity“ ist eine ernsthafte Serie, die man als Amalgam aus „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ und „Sunshine“ beschreiben könnte. Dadurch, dass man sie mehr als 40 Jahre in der Zukunft ansiedelt, sind wissenschaftliche Freiheiten möglich. Doch davon abgesehen präsentiert sich die Serie als sehr realistisch anmutende Genre-Kost, die aber natürlich nicht nur den zwischenmenschlichen Bereich langjähriger Weltraummissionen erkunden, sondern auch eine an „Contact“ erinnernde Prämisse besitzt.
Im Geiste von "Lost": Ein großes Geheimnis umgibt die Mission der Antares.Wer bei Science-Fiction nicht hässliche Aliens und Laserkämpfe erwartet, sondern gerne auch über große Visionen nachdenkt, der ist hier richtig.
Die Besetzung ist nicht unbedingt stargespickt, aber ein paar der Mimen hat man schon öfters gesehen. Als Donner agiert Ron Livingston („Band of Brothers“ und Jack Berger in „Sex and the City“), seine zeitweilige Freundin Zoe wird von Laura Harris („The Faculty“) gespielt und die Astronautin Jen, für die Parriott in der zweiten Staffel eine körperverändernde Entwicklung vorgesehen hatte, wird von Christina Cox („Blood Ties“, „Riddick“) porträtiert.
Produzent: James D. Parriott
Diablo 3
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