Das Format der Mockumentary ist nicht besonders neu: Realität, die vorgetäuscht wird, bekommt man im Fernsehen zuhauf zu sehen. Immerhin ist „Death Valley“, dessen erste und einzige Staffel am 17. Januar auf DVD erscheint, schon von einem anderen Schlag, als es die kitschigen Familiengeschichten sind, die man tagtäglich auf RTL und anderen Sendern sehen kann. Denn in dieser von MTV produzierten Show tauchen allerhand Horrorgestalten auf.
Eine amüsante Idee, die jedoch durch die ewige Repetition schnell ermüdend wirkt.Fazit„Death Valley“ orientiert sich vor allem an der in den USA sehr erfolgreichen Sendung „Cops“, in der Polizisten von Kamera-Teams begleitet werden. Das Format wurde vor ein paar Jahren auch mal von „Akte X“ persifliert, die neue Serie versucht dies aber gleich in fortlaufender, serieller Form – genau darin liegt jedoch auch das Problem.
Wenn gewöhnliche Gesetzeshüter mit den übernatürlichen Kreaturen überfordert sind, tritt die UTF auf den Plan.Die Prämisse ist, dass vor gut einem Jahr Zombies, Werwölfe und Vampire ins Valley in Los Angeles eingefallen sind und nicht mehr weggingen. Die UTF („Undead Task Force“) wurde gegründet, eine Polizeieinheit, die sich mit den Monstern beschäftigt. Und während die Polizisten unterwegs sind, um das untote Gesocks aus dem Weg zu räumen, werden sie von einem Kamera-Team begleitet.
„Death Valley“ wurde von Michael David Cummings erfunden. Der Mann ist besser unter seinem Künstlernamen Spider One bekannt, ist er doch der Sänger und einziges fortdauerndes Mitglied der Metal-Band Power 5000. Die Idee für die Serie hatte er schon lange, aber es dauerte, bis schließlich ein Interessent gefunden war, der sie umsetzen wollte.
Vom Format her bot sie sich besonders für einen Nischensender an. Das sah man auch bei MTV so, wo man immer nach ungewöhnlichen fiktiven Formaten Ausschau hält, die bevorzugt innerhalb einer halben Stunde erzählt werden können. Im September 2010 gab der Musiksender schließlich bekannt, dass man eine erste Staffel von „Death Valley“ geordert hätte. In Deutschland war diese übrigens im Free-TV bei Viva zu sehen, nachdem das deutsche MTV zum Bezahlfernsehen geworden ist.
Die großteils unbekannten Schauspieler liefern durchweg eine gute Darstellung ab.Zwölf Folgen wurden produziert, die von August bis November 2011 in den USA liefen – allerdings nicht mit genug Erfolg, um auch noch eine zweite Staffel folgen zu lassen. Das ist im Endeffekt aber auch besser, denn „Death Valley“ bietet sich nur bedingt für ein serielles Format an.
Produzent: David Cummings
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Eine Comedyserie lebt nicht wirklich von bahnbrechenden Charakterentwicklungen und die erste Staffel scheint wirklich eher darauf ausgelegt zu sein, zu ermitteln, ob das Konzept und der Humor beim Publikum ankommt. Aber ich bin der Überzeugung, dass die zweite Staffel um Längen besser gewesen wär. Das Unterhaltungspotenzial der Serie hat sehr viel Luft nach oben gelassen; so weit nach oben, dass das bestmögliche Ergebnis eine wirklich fantastische Serie gewesen wär.
Wie gesagt, ich fands lustig.
Schade drum.