Gut 20 Jahre, nachdem „Dallas“ eingestellt wurde, kehrten die Intrigen rund um das Ölgeschäft in Texas auf den Bildschirm zurück. Der Sender TNT ließ eine Pilotepisode produzieren, die bei den Verantwortlichen so gut ankam, dass eine Staffel geordert wurde – wenn auch nur eine kurze. Insgesamt zehn Folgen umfasst die erste Staffel, die nun auch in Deutschland ihr Heim gefunden hat. RTL strahlt die Folgen ab dem 29. Januar jeden Dienstag um 22.15 Uhr aus.

Es wäre durchaus denkbar gewesen, dass man mit „Dallas“ einfach ein Remake produziert, aber stattdessen entschied man sich für eine Fortsetzung. Der Vorteil liegt dabei klar auf der Hand: Altbekannte Stars können eingesetzt werden, womit auch Fans der ersten Stunde zufriedengestellt werden.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen aber nicht die alten Recken, sondern deren Nachkommen. John Ross Ewing III. (Josh Henderson, „Desperate Housewives“) ist der Sohn von J.R. (Larry Hagman) und Sue Ellen (Linda Gray), während Christopher Ewing (Jesse Metcalfe, „Desperate Housewives“) der Adoptivsohn von Bobby (Patrick Duffy) und Pam Ewing ist.

Dallas - Kein Traum: Bobby Ewing und Co. sind wieder da

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Eine viel zu kurze Rückkehr: der mittlerweile verstorbene Larry Hagman als J.R. Ewing.
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John Ross ist ganz und gar in die Fußstapfen seines Vaters getreten. Ihn gelüstet es vor allem nach Macht und Geld. Christopher ist wiederum mehr wie Bobby und interessiert sich dafür, dass die Southfork Ranch bleibt, wie sie ist. Zu Konflikten mit John Ross kommt es, da Christopher das Öl-Geschäft hinter sich gelassen hat und sich stattdessen mit alternativen Energien beschäftigt.

Kurioserweise hat Christopher damit eine Passion, die der jüngst verstorbene Larry Hagman auch besaß. Der J.R.-Darsteller hat sich seit Jahren für die Nutzung von alternativen Energien eingesetzt.

Neue und alte Ewings

Neben J.R., Bobby und Sue Ellen gibt es noch Wiedersehen mit anderen bekannten Figuren. Bobbys Nichte Lucy Ewing Cooper (Charlene Tilton) ist ebenso wie ihr Halbbruder Ray Krebbs (Steve Kanaly) dabei. Cliff Barnes (Ken Kercheval), der Erzrivale von J.R. Ewing, gibt sich auch die Ehre. Die drei sind aber nicht in jeder Folge dabei, sondern agieren als Gaststars.

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Die rassige Elena Ramos verdreht gleich beiden Ewing-Söhnen den Kopf.
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Natürlich braucht es aber auch frisches Blut, das in Form von drei Figuren daherkommt. Brenda Strong („Desperate Housewives“) spielt Bobbys dritte Frau Ann, während Christophers Frau Rebecca von Julie Gonzalo („Veronica Mars“) dargestellt wird. Außerdem ist die aus den „Fast & Furious“-Filmen bekannte Jordana Brewster mit dabei. Sie spielt Elena Ramos, die Tochter des Kochs der Ewings, die in einem Liebesdreieck mit Christopher und John Ross verwickelt ist.

Die Gaststars

Ein Projekt wie „Dallas“ zieht auch gute Leute an. Was Gaststars und wiederkehrende Rollen betrifft, so sieht man hier einige Stars, die man aus Film und Fernsehen kennt. Die rassige Leonor Varela spielt Marta Del Sol. Bekannt wurde sie 1999, als sie in dem gleichnamigen Zweiteiler Cleopatra spielte.

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Wie der Vater, so der Sohn: John Ross Ewing III. steht dem skrupellosen Vorgehen seines Vaters in nichts nach.
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Weiterhin sind Carlos Bernard (Tony Almeida in „24“) in fünf Folgen und Mitch Pileggi (Skinner in „Akte X“) in fünf Folgen dabei. Mit Glenn Morshower gibt sich zudem ein weiterer „24“-Mime die Ehre. Er war in der Serie Secret-Service-Agent Aaron Pierce. In „Dallas” wirkt er in fünf Episoden mit.

Staffel 15

Die neue Serie führt die alte direkt fort, allerdings gab es natürlich 20 Jahre, in denen man als Zuschauer nicht miterlebt hat, was sich im Leben der Ewings tat. Man könnte die erste Staffel der neuen Serie also durchaus auch als 15. Season beschreiben.

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Linda Gray gab bereits vor über 20 Jahren die erfolgshungrige Sue Ellen Ewing und hat nichts von ihrer Bissigkeit eingebüßt.
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Einzig ignoriert werden die Fernsehfilme „Dallas – J.R. kehrt zurück“ (1996) und „Dallas – Kampf bis aufs Messer“ (1998), da diese nach der Serie entstanden und dafür gedacht waren, noch offene Handlungsstränge abzuschließen. Aus eben solchen offenen Handlungssträngen will die neue Serie aber auch Kapital schlagen.

Wie früher: Intrigen und Machtspiele auf der Southfork-Ranch. Die totale Soap, aber unterhaltsam – für alte und neue Fans.Fazit lesen

Der „Dallas“-Schöpfer David Jacobs hatte das Angebot, die Serie fortzuführen. Er verzichtete darauf, weswegen Cynthia Cidre zum Zug kam. Jacobs gab der Fortführung jedoch seinen Segen, nachdem er das Skript für die Pilotepisode gelesen hatte.