Piraten erleben eine Renaissance. Das mag Captain Jack Sparrow zu verdanken sein, im Fernsehen sind sie aber deutlich ernsthafter. Erst kam „Black Sails“, nun also „Crossbones“. Im Kern wollen beide Serien dieselbe Geschichte erzählen: Von einem Piraten, der auf einer Insel eine legitime und unabhängige Kolonie gründen will. Das ist auch für den Piraten Blackbeard verbürgt, geschafft hat er es aber natürlich nicht.

Crossbones - Serientrailer

Auch in der neunteiligen Serie hegt Blackbeard diesen Plan, der allerdings nur schwer umzusetzen ist. Es ist das 17. Jahrhundert. Das britische Empire beherrscht den Großteil der Welt, vor allem aber auch die Meere. Gegen eines ist man aber nicht gefeit. Gegen Piraten. Das Problem ist, dass es festgelegte Schiffslinien gibt, da es unmöglich ist, abseits dieser Linien zu bestimmen, wo man sich auf dem Weltmeer befindet. Aber eine neue Erfindung, der Chronometer, kann das ändern. Blackbeard will den Prototypen in seinen Besitz bekommen und lässt das Schiff entern, auf dem er transportiert wird.

Crossbones - John Malkovich ist der berüchtigste Pirat aller Zeiten

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Die Serie startet bei uns am 1. Januar 2015.
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Der Arzt Tom Lowe (Richard Coyle) ist auf dem Schiff. Er soll den Chronometer schützen, mehr noch soll er aber einem Geheimauftrag folgen: seine Aufgabe ist es, Blackbeard zu töten. Lowe wird gefangen genommen und kommt so auf Blackbeards Insel, wo es ihm auch gelingt, den Mann zu vergiften. Aber dann muss er ihn doch retten, weil er einem Komplott auf die Spur kommt, dass die britische Krone bis in ihre Grundfeste erschüttern könnte.

Von Luther zu Blackbeard

Entwickelt wurde die neue Serie von Neil Cross und James V. Hart. Beide haben durchaus schon interessante Stoffe entwickelt. Cross ist vor allem als Schöpfer der Krimiserie „Luther“ bekannt, Hart wiederum hat einst das Skript zu „Bram Stoker’s Dracula“ geschrieben. Bei „Crossbones“ erhielten sie noch Hilfe von Amanda Welles. Als Grundlage für die Serie dient Colin Woodards Buch „The Republic of Pirates“.

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John Malkovich als Kapitän Blackbeard.
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Für die Besetzung konnte man einen echten Coup landen. John Malkovich interessierte sich für die Hauptrolle. Er spielt Blackbeard als einen harten, skrupellosen, berechnenden Mann, verleiht ihm aber auch eine gewisse Form von Humor, der natürlich grimmig ist, aber sich gut macht. Nur eines gelingt Malkovich nicht, was aber nur jene stört, die die Show im Original schauen: der britische Akzent. Damit steht der Schauspieler definitiv auf Kriegsfuß.

Als sein Gegenspieler agiert Richard Coyle, einst mit „Coupling“ bekannt geworden, später der Star im Alien-Spaß „Grabbers“. Er erinnert hier erstaunlich stark an Michael Sheen und sieht ihm gar zum Verwechseln ähnlich.

Weiterhin mit dabei sind Claire Foy („Vampire Academy“) und Julian Sands („Warlock“), der als William Jagger einen formidablen Gegner für Blackbeard abgibt.

Aufwendig gestaltet

„Crossbones“ ist eine teure Angelegenheit, nicht nur der Besetzung wegen, sondern auch bei der Umsetzung. Hier greift man nicht auf günstige CGI-Bilder zurück, sondern wartet mit einer Vielzahl von exzellenten Props und Kostümen auf. Bemerkenswert sind auch die Schiffe, die allerdings nur hin und wieder auftauchen, denn hauptsächlich spielt die Serie auf Blackbeards Insel.

Mit der Konkurrenz von Black Sails kann Crossbones nicht ganz mithalten.Fazit lesen

Das sieht teuer aus – und ist es auch. Die Drehorte in Puerto Rico wurden zudem genutzt, um angenehm exotisches Flair heraufzubeschwören.