Viele Serien starten mittlerweile hierzulande, während die Staffeln in den USA noch gar nicht zu Ende sind. Das gilt auch für die neue Show „Chasing Life“, die auf dem Disney Channel läuft. Sie startete im Juni 2014 in den USA, lief bis August, erhielt dann ein Weihnachtsspecial und startet mit der zweiten Hälfte der Staffel im Januar.

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Die Serie basiert auf einer mexikanischen Serie namens „Terminales“. Sie wurde von Susanna Vogel und Joni Lefkowitz für das US-Fernsehen adaptiert. Trotz des schweren Themas war die Serie auf ABC Family erfolgreich, so dass mittlerweile auch eine zweite Staffel bewilligt worden ist.

April Carver (Italia Ricci) ist 24 Jahre alt und arbeitet bei einer Zeitung in Boston. Sie steht noch am Anfang, hat aber das Glück, tatsächlich einen ersten echten Auftrag zu erhalten. Zudem geht sie mit dem Mann aus, der ihr in der Redaktion schon ein paarmal aufgefallen ist: Dominic (Richard Brancatisano).

Aber nach einem schönen ersten Abend wartet eine bittere Überraschung auf sie. Ihr Onkel George (Steven Weber) ist Onkologe und hat ihr Blut untersucht, nachdem sie einen Schwächeanfall gehabt hat. Er bringt keine guten Nachrichten: Sie hat Leukämie.

Chasing Life - Krebs ist scheiße! - Was tun, wenn man stirbt?

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Die Serie startet bei uns am 13.01.2015 auf dem Disney Channel.
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April versucht, mit der Diagnose fertig zu werden, hadert aber auch damit, es ihrer Mutter, ihrer Großmutter und ihrer Schwester zu sagen. Zugleich ist sie nicht bereit, ihr Leben schon aufzugeben. Sie will kämpfen, sie will leben, und sie will eine Karriere. Doch all das unter einen Hut zu bekommen, während sie einen Kampf gegen den Krebs ausficht, ist alles andere als leicht.

Eine Krebsgeschichte

Es mag sein, dass der Erfolg von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ auch dazu beigetragen hat, dass man sich dafür entschieden hat, die Serie „Chasing Life“ anzugehen. Zudem gab es in den letzten Jahren mit der Serie „The Big C“ auch noch ein anderes Format, das sich mit dem langsamen Sterben einer Kranken befasst hat. Es ist kein leichtes Thema, das hier angepackt wird. Nicht unbedingt das, was man als Familienunterhaltung sehen würde, denn in vielen Familien ist Krebs eine Realität. Wer möchte sich da schon durch das Fernsehen daran erinnern lassen, wie es ist, jemandem beim Sterben zusehen zu müssen?

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Hat den Kampf gegen den Krebs gerade erst begonnen: April Carver (Italia Ricci).
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Aber es gibt genügend Menschen, die „Chasing Life“ anspricht. Weil die Serie kein düster-depressives Porträt vom Sterben ist, sondern von der Hoffnung erzählt. Der Hoffnung, dass die Krankheit besiegt werden kann, dass das Leben weitergehen kann, dass die Träume nicht ausgeträumt sein müssen.

Zugegeben, im wahren Leben wird dieser Kampf häufig verloren, aber das hier ist das Fernsehen, hier ist alles möglich. Aber das ist auch die spannende und emotional mitreißende Reise dieser Serie, denn welches Schicksal April letzten Endes erfahren wird, lässt sich gar nicht abschätzen.

Bittersüß schön

„Chasing Life“ befasst sich mit einem schweren Thema, aber damit zieht sie den Zuschauer auch direkt in die Geschichte hinein. Denn die Figuren sind so lebendig, so differenziert gestaltet, dass man als Zuschauer in sie investiert. Man ist an ihrem Leben interessiert, weswegen es umso schwermütiger ist, wenn man Aprils Kampf gegen den Krebs verfolgen muss.

Aber das Leben ist nicht nur Leiden, es gibt keine Situationen, in denen man nicht auch lachen kann. Das stellt „Chasing Life“ immer wieder unter Beweis. In der Beziehung ist die Show tatsächlich dem Film und dem zugrundeliegenden Roman „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ recht ähnlich.