Die dritte Inkarnation von „Charlie’s Angels“ kehrt wieder dorthin zurück, wo alles anfing: ins Fernsehen. Nach den zwei Filmen mit Drew Barrymore, Cameron Diaz und Lucy Liu sind es nun also wieder Fernseh-Engel, die für Recht und Gerechtigkeit sorgen sollen.

In Deutschland läuft die Serie auf Sixx. Dort startet „Charlie’s Angels“ am 10. Oktober und wird in Doppelfolgen ausgestrahlt. Das Vergnügen endet somit bald, denn insgesamt wurden nur acht Episoden produziert.

Charlie’s Angels - Drei sexy Engel: wiedergeboren aus der TV-Hölle

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Abby, Kate und Gloria sind Charlie’s Angels. Sie sind alle mit dem Gesetz in Konflikt geraten, arbeiten nun aber für Charlie als Agenten und retten ein junges Mädchen aus den Händen eines Menschenhändlerrings. Wenig später wird Gloria bei einem Attentat getötet. Die Angels wollen herausfinden, wer dahintersteckt und finden Eve. Eve hat jedoch nichts damit zu tun, sondern ist die beste Freundin von Gloria. Gemeinsam sind sie in ihrer Jugend dem Mädchenhändler Rodrigo entkommen.

Rodrigo ist auch für Glorias Tod verantwortlich und so machen sich die drei Frauen daran, ihn für seine Verbrechen bezahlen zu lassen.

Alles neu?

Für die Entwicklung der Serie heuerte man Alfred Gough und Miles Millar an. Deren erfolgreichstes Format ist „Smallville“, aber daran kann „Charlie’s Angels“ nicht im Mindesten anschließen.

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Das Konzept der Serie ist gleich geblieben. Der nur über Telefon mit den Angels agierende Charlie hat sie rekrutiert, um gegen das Verbrechen zu kämpfen. Unterstützt werden sie dabei von Bosley, der in den 70er Jahren noch ein hässlicher Typ war, heutzutage aber als Latin Lover mit extremen Computer- und Hackerfertigkeiten daherkommt.

Flügellahmes Remake der 70er-Jahre-Serie, dessen einziger Pluspunkt die Attraktivität der Hauptdarstellerinnen ist.Fazit lesen

Es gibt natürlich mehr Action als in der alten Fernsehserie. Allerdings sehen die neuen Engel im Vergleich zu den beiden Kinofilmen wiederum unglaublich zahm aus. Hier zeigt sich eben doch der Unterschied zwischen einem Fernseh- und einem Kinobudget.

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Zeiten ändern sich: Der neue Bosley ist ein Latin Lover.
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Dennoch hätte man durchaus mehr herausholen können. Die Action ist jedoch wirr gestaltet, von der Choreographie nicht überzeugend und dann auch noch schlampig im Schnitt montiert. Das Ergebnis lässt einfach kalt. Was uns zu den Schauspielern bringt.

Gut sehen sie aus – und sonst?

Die Hauptrollen werden von Rachael Taylor („Transformers“, „Darkest Hour“), Annie Ilonzeh (Gastrolle in „Entourage“) und Minka Kelly („The Roommate“) gespielt. Optisch gibt es nichts zu mäkeln, die drei Damen zeigen sich von ihrer besten Seite.

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Hüstel... Die Action ist weniger aufsehenerregend als in den Kinofilmen.
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Aber man hat sie allesamt schon besser aufspielen sehen. Es mag aber auch an den bodenlos schlechten Dialogen liegen, die sie hier zum Besten geben müssen. Speziell bei Taylor hat man immer wieder das Gefühl, dass sie gleich in Lachen ausbricht, nachdem sie einen Satz gesagt hat.

Damit nicht genug, erscheinen die drei Aktricen in ihren Rollen einfach fehlbesetzt. Vor allem gilt dies für Kelly, die als taffe Biker-Braut nun so gar nicht aussieht, wie es taffe Biker-Bräute nun mal tun. Ihre Kolleginnen haben aber auch nicht mehr Glück.

Sie agieren als Agenten mit umfangreichen, hervorragenden Kenntnissen – und doch kann man sich nie des Eindrucks erwehren, dass jede von ihnen schon überfordert wäre, wenn sie nur einen Reifen wechseln müsste.

Dass sich Showrunner Gough noch dazu hinreißen ließ zu erklären, „die Figuren sind real und emotional bodenständig“, ist da der pure Hohn. An „Charlie’s Angels“ ist nichts real und bodenständig schon erst recht nicht. Tatsächlich kommt das Ganze so überzeugend daher wie seinerzeit Pamela Anderson in „V.I.P.“ – nur dass diese Serie größeren Unterhaltungswert besaß.

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Schau mir in die Augen, Kleine!
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Ex und hopp

„Charlie’s Angels“ startete Ende 2011 in den USA auf dem Network ABC, aber schon nach nur vier Folgen zog der Sender den Stecker. Die Quoten der Pilotepisode waren unterirdisch, bröckelten bei den weiteren Folgen aber noch mehr. Die Einstellung kam also nicht überraschend. Fans, die dagegen aufbegehrt hätten, gab es auch nicht.

Insgesamt wurden sieben der acht produzierten Episoden ausgestrahlt. Damit dürfte das Kapitel „Charlie’s Angels“ für lange Zeit geschlossen sein.