Christian Slater, einst ein Schauspieler mit Potenzial für die A-Klasse des Kinos, dann aber im B-Film versumpft, hat im Lauf der letzten Jahre schon einige Serien versenkt. Die Jekyll-und-Hyde-Variante „My Own Worst Enemy“ war ebenso erfolglos wie der Krimi „The Forgotten – Die Wahrheit stirbt nie“. Nun ist Slater der Star in der Sitcom „Breaking In“. Und was sollen wir sagen? Versenkt.

Auch diese Show hat die erste Staffel nicht überlebt. Das lag weniger an den Quoten als vielmehr an dem Umstand, dass der Sender nicht wusste, wie er die Serie programmieren sollte. Sitcoms laufen in ihrer Heimat nur mit einer neuen Folge pro Woche, so dass zum Füllen der Sendestunde auch noch eine zweite Sitcom vonnöten ist. Im besten Falle bedingen sich beide von Tonalität oder Inhalt, so dass das Publikum bei beiden Sendungen einschaltet. Bei „Breaking In“ hatte man einfach kein Begleitprogramm.

Der Produzent beackerte den Sender, um der Serie noch eine Chance zu erkaufen. Die gab es dann auch. Die zweite Staffel wurde produziert, allerdings hat das das Ende nur geringfügig verlängert.

Eine besondere Dienstleistung

Die Firma Contra Security wird von Ferris „Oz“ Oswald Osbourne (Christian Slater) geleitet. Man bietet an, Sicherheitseinrichtungen einem extremen Stresstest zu unterziehen. Wenn die Besten ein Sicherheitssystem nicht knacken können, dann taugt es auch was. Und wenn man für solch eine Arbeit die Besten will, dann muss man sich auch einige schillernde Figuren ins Haus holen. So haben Osbournes Mitarbeiter praktisch allesamt eine fragwürdige Vorgeschichte. Noch dazu sind sie allesamt eigenwillig und nur schwer zu kontrollieren. Ein echtes Problem für Osbourne.

Breaking In - Christian Slater bricht auf Wunsch auch in Ihre Wohnung ein!

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Satz mit X: Auch mit Breaking In hat Christian Slater keinen Hit gelandet - ganz im Gegenteil.
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Neu im Team ist der Hacker Cameron Price (Bret Harrison), der sich wie ein Slacker gebärdet und mit Osbournes Eigenheiten gar nicht zurechtkommt. Zudem macht ihm die Safeknackerin Melanie Garcia (Odette Annable) schöne Augen. Aber mit dem Robotikexperten Cassius „Cash“ Sparks (Alphonso McAuley) findet Price immerhin einen Kumpel, der wie er Popkultur liebt und liebend gern mit ihm zusammen Streiche ausheckt. Bei Contra Security ist eben immer was los.

Aus eins mach zwei

Die zweite Staffel, die aus 13 Episoden besteht (im Gegensatz zu den sieben Folgen der ersten Season) wurde leicht verändert. Contra Security wird hier von einer größeren Firma geschluckt, so dass Osbourne nun eine Vorgesetzte hat, was ihm nicht gerade schmeckt. Die aus „Will & Grace“ bekannte Megan Mullally übernahm die Rolle von Veronica „Ronnie“ Mann und hatte eine gute Chemie mit Slater.

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Neu an Bord kam auch Erin Richards als Assistentin, dafür verließ Odette Annable die Serie, da es zu lange gedauert hatte, bis Fox eine zweite Season orderte. Sie taucht als Gaststar noch ein paarmal auf, konzentrierte sich ansonsten aber auf das lukrativere Engagement bei „Dr. House“.

In der ersten Staffel taucht übrigens auch Michael Rosenbaum als zwielichtiger Freund von Melanie auf, der einen ungewöhnlichen Weg gefunden hat, wie er seinen Lebensstil finanzieren kann. Rosenbaum, der jahrelang Lex Luthor in „Smallville“ war, ist hier – ganz ungewohnt – mit Haaren zu sehen.

Vergnügliche Sitcom, die wie eine Mixtur aus Sneakers und Chuck anmutet.Fazit lesen

Bei Pro Sieben werden nun alle 20 Folgen der Serie ausgestrahlt. Nachdem die Serie schon auf Pro Sieben Fun lief, versucht man es nun beim Hauptsender. Allerdings hat man einen recht unattraktiven Sendeplatz dafür gefunden: in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um 00:30 Uhr. Dort werden ab dem 5. September alle 20 Folgen innerhalb von zehn Wochen ausgestrahlt. Aber nur, wenn die Quoten passen - bei Pro Sieben weiß man nie, wie schnell etwas über den Jordan geschickt wird. Selbst zu solch später Stunde.

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Allerlei krude Persönlichkeiten stellen ihre Fähigkeiten in den Dienst von Oz. Und schleppen auch mal eine Katze mit sich herum.
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Ein kurzer Spaß

„Breaking In“ ist eine amüsante Serie, deren Konzept sich recht frisch anfühlt. Es gab zwar durchaus schon Filme, die sich mit solchen Firmen befassten, in der Ausführlichkeit hat man das aber noch nicht gesehen. Und noch weit wichtiger: So witzig war es auch noch nie.

Die Figuren sind interessant gestaltet und werden von talentierten Newcomern gespielt. Wenn man einen Vergleich heranziehen wollen würde, dann könnte man „Breaking In“ als „Chuck“ bezeichnen, wenn dieser eine Sitcom gewesen wäre.

Die von Adam Sandler produzierte Serie ist pointenreich und richtig schnell. Die Dialoge werden wie aus dem Maschinengewehr abgefeuert. Das verleiht der Serie eine Geschwindigkeit, bei der einem fast der Atem stockt.