'Breaking Bad'-Schöpfer Vince Gilligan sprach alternative Enden an, über die man so im Laufe der Zeit nachgedacht hat. Da der ein oder andere Spoiler in dem Text steckt, lesen am besten nur diejenigen weiter, die sich die Serie bereits bis zum Schluss angeschaut haben.

Breaking Bad - Spoiler: Schöpfer Vince Gilligan spricht über alternative Enden

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Walt letzte Momente.
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Demnach soll es zahlreiche Enden gegeben haben, wobei von Anfang an klar war, dass Walter White nicht überleben wird. Sein Todesurteil habe er bereits im ersten Akt der ersten Episode erhalten - daher wäre es nicht befriedigend gewesen, wenn er überlebt hätte.

Bei Saul Goodman war man sich nicht so richtig sicher, doch da er wie eine Küchenschabe sei und wahrscheinlich sogar alle Atomkriege überleben würde, musste man ihn einfach überleben lassen. Es wäre seltsam gewesen, wenn man den Überlebenskünstler hätte sterben lassen.

Und dann war da noch die Szene mit dem dicken Maschinengewehr und Walt mit Bart. Tatsächlich rätselten nicht nur Fans, was sich hinter dieser Szene verbirgt, sondern sogar die Macher. Als die Szene gedreht wurde, wussten sie noch nicht, wie man überhaupt später zu diesem Punkt gelangen sollte und was das zu bedeuten hatte. Außerdem hatte man keine Ahnung, wofür er das Maschinengewehr überhaupt nutzen würde.

Letztendlich sei dies laut Gilligan nicht gerade klug gewesen. Also saß das Autorenteam viele Tage und Nächte zusammen und dachte sich, niemals zu diesem Punkt gelangen zu können. Immer stand die Frage im Raum, wofür man solch eine große Waffe benötige. Es gab die Idee, dass Walt in das Gefängnis von Albuquerque einbricht und Jesse rettet, während er mit dem M60 alles über den Haufen schießt.

Man habe sich allerdings immer wieder gefragt, wie böse Walt am Ende sein wird. Würde er wirklich einen gesetzestreuen Gefängniswärter töten? Außerdem war da die Idee, dass er einen Gefängnis-Bus auseinandernimmt. Aber all die verrückten Ideen seien nach und nach verschwunden, während man die Lücken der einzelnen Episoden füllte. Sogar über ein Blutbad dachte man nach, wo man "wirklich alle" töten wollte. Dann fragte man sich aber, wofür man diese Charaktere überhaupt töten müsse - am Ende bedeute ein dramatisches Ende nicht, dass es auch das befriedigendste wäre.