Menschlich sein. Das ist ganz einfach. Könnte man meinen, fällt aber durchaus im normalen Alltag nicht immer leicht. Wie viel schwerer muss es da erst sein, wenn man ein Monster ist?

Being Human (US) - Season 4 Sally Haunted Sneak PeekEin weiteres Video

Dieser Frage geht die neue Serie „Being Human“ nach, die von Pro7Sat1 aufgekauft wurde und ab dem 16. August auf sixx ausgestrahlt wird. Dort besitzt man auch schon die britische Original-Serie, die die Vorlage für die amerikanische Version ist, hat aber bislang noch keine Anstalten gemacht, die Ur-Serie auch mal zu zeigen.

Man möchte lieber gleich mit der amerikanischen Version einsteigen, die in den USA auf dem Syfy Channel läuft und die jüngst ihre zweite Staffel beendet hat. Eine dritte wurde bereits geordert.

Josh und Aidan arbeiten beide im Krankenhaus und sind Freunde. Doch es verbindet sie noch mehr: Sie sind anders. Josh ist ein Werwolf, der nach seiner ersten Verwandlung panisch die Stadt und seine Verlobte verlassen hat, Aidan ein Vampir, der seit mehr als 250 Jahren lebt, aber nicht mehr töten will. Was sie beide wollen, ist ein normales Leben.

So schlägt Aidan vor, eine WG zu gründen. Als sie einziehen, stellt sich heraus, dass sie nicht allein sind. Bei ihnen ist auch noch Sally, der Geist einer Frau, die in diesem Haus gestorben ist, aber nicht genau weiß, wie das passiert ist.

Being Human (US) - Der neue Serien-Hit: Vampir, Werwolf und Geist in einer WG

alle Bilderstrecken
Wer macht den Abwasch? Auch Werwolf und Vampir haben in einer WG ganz weltliche Probleme zu lösen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 21/231/23

Als Werwolf, Vampir und Geist ist an ein auch nur halbwegs normales Leben aber gar nicht zu denken. Während Josh sich in die Ärztin Nora verliebt, aber Angst hat, dass er ihr als Werwolf gefährlich werden könnte, muss Aidan sich mit Bishop, dem Vampir-Führer von Boston, herumschlagen, der ihn unbedingt wieder in seine kleine Familie integrieren will, da er ihn für seine großen Pläne gut gebrauchen könnte. Immerhin hat Bishop vor, gegen die Vampir-Hierarchie aufzubegehren, was ein gefährliches Unterfangen ist.

Packshot zu Being Human (US)Being Human (US) kaufen: ab 32,99€

Die nichtkörperliche Sally wiederum findet nicht nur heraus, was sie als Geist alles tun kann, sondern auch, wie sie zu Tode kam, aber Frieden beschert ihr das nicht.

Von England nach Amerika

„Being Human“ basiert auf demselben Konzept wie die britische Serie von Toby Whithouse. Die amerikanische Version wurde jedoch von Jeremy Carver und Anna Fricke entwickelt. Die zwei haben sich dabei an die grundsätzliche Vorgabe gehalten und im Endeffekt nur den Schauplatz und die Namen verändert. Erst im Lauf der Serie werden die Unterschiede größer.

Düster, dramatisch, spannend, aber auch mit Witz. Die Serie bietet für jeden Geschmack etwas.Fazit lesen

Bei Fans ist längst ein Glaubensstreit entstanden, welche der beiden Serien besser ist. Im Grunde hat es einfach mit persönlicher Präferenz zu tun. Und der Frage, welche der beiden Serien man zuerst gesehen hat. Welche Version es auch immer ist, die wird man in der Regel mehr schätzen. Beide Shows sind jedoch gut und sehenswert.

Monster als Familie

Josh, Sally und Aidan sind füreinander so etwas wie Familie. Gespielt werden sie von Sam Huntington (Jimmy Olsen in „Superman Returns“), Meaghan Rath („Matchball für die Liebe“) und Sam Witwer („Smallville“, „Der Nebel“). Wo Huntington als Josh ein nerdiger Typ ist, der immer irgendwie wirkt, als wäre er gerade vom Lehrer beim Schummeln ertappt worden, ist Witwer der Typ brütender Vampir, wie man sie schon oft gesehen hat.

Being Human (US) - Der neue Serien-Hit: Vampir, Werwolf und Geist in einer WG

alle Bilderstrecken
Fürsorglich: In ihrem bürgerlichen Leben arbeiten Josh und Aidan in einem Krankenhaus.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 21/231/23

Er hadert mit seinem Dasein, will nicht töten, nicht blutsaugen, aber hat damit seine Schwierigkeiten. Interessant ist, dass er anders als ähnlich gelagerte Figuren wie Angel in „Angel – Jäger der Finsternis“ oder „Nick Knight“ deutlich öfters Ausrutscher erlebt. In seinem Fall heißt das: Menschen sterben.

„Being Human“ verniedlicht nicht, dass Aidan als Vampir ein Monster ist. Das ist eine der Stärken der Serie, denn auch bei Josh und Sally ist nicht alles Eitelsonnenschein. Während ersterer zwar versucht, jede Gefahr für andere zu minimieren, gelingt ihm dies aber doch nicht. In den ersten zwei Staffeln zeigt sich, dass sein Weglaufen nach dem Einsetzen seines Fluchs das Beste war, was er den Menschen in seiner Umgebung antun konnte.

Und was Sally betrifft: Sie entwickelt eine hässliche dunkle Seite, die sie zu verschlingen droht. Aber das ist noch Zukunftsmusik, setzt diese Entwicklung doch so richtig erst in der zweiten Staffel ein.