Es war eine Bombe, die Sam Raimi auf der San Diego Comic Con 2014 platzen ließ, als er erklärte, dass man an einer „Evil Dead“-Serie arbeiten würde. Da horcht man natürlich auf, auch und gerade, weil man sich fragt, wie der Splatter-Gehalt der Filme im TV funktionieren soll. Des Rätsels Lösung: Die Show wird für den Pay-TV-Sender Starz produziert. Dort hat man schon mit „Spartacus“ gezeigt, dass man bei der Gewalt keine Kompromisse eingeht.

Ash vs. Evil Dead - Comic Con Trailer 2015Ein weiteres Video

Entwickelt wurde „Ash vs. Evil Dead“ von Sam Raimi, seinem Bruder Ivan und Tom Spezialy. Die Serie schließt an „Tanz der Teufel 2“ an. Das war aufgrund der Rechtelage notwendig, da „Armee der Finsternis“ bei Universal liegt.

Raimi implizierte aber, dass man den dritten Film durchaus als Kanon betrachtet, sich darauf aber nicht beziehen kann. Allerdings hat Ash hier schon die Optik wie damals: das blaue Hemd, die Schrottflinte und die Kettensäge anstelle der fehlenden Hand.

In der ersten Folge der Serie gibt es auch einen Rückblick, als Ash erzählt. Dabei sind Szenen sowohl des ersten als auch des zweiten Films zu sehen. Der zweite Teil war seinerzeit im Grunde nur ein Remake, hier werden nun beide Geschichten miteinander vermengt.

30 Jahre später

Knapp 30 Jahre sind vergangen, seit Ash gegen die Deadites kämpfen musste. Seitdem hat er ein ruhiges Leben geführt, hat im Value Stop Markt gearbeitet und seinen Stumpf eingesetzt, um Frauen aufzureißen. Bei einer solchen Gelegenheit macht er jedoch den Fehler, eine Beschwörungsformel aus dem Necronomicon vorzulesen. Damit entlässt er das Böse und muss fortan erneut gegen Deadites kämpfen.

Groovy!Fazit lesen

Wenigstens ist er diesmal nicht allein, da seine Kollegen Pablo und dessen Freundin Kelly ihm helfen, gegen das Böse zu kämpfen. Derweil werden sie von der Polizistin Amanda Fisher verfolgt. Und auch Ruby Knowby ist hinter dem Necronomicon her.

Gutes Ensemble

Den Mittelpunkt der Serie bildet natürlich Bruce Campbell, der hier so gut wie eh und je ist. Wenn er Ash spielt, dann passt das einfach. Da gibt es nichts zu mäkeln. Er hat es drauf, den Angeber mit dem guten Herz zu spielen, der wie ein Tollpatsch fast immer die falsche Entscheidung trifft oder sich einfach dumm verhält.

Seine Kollegen sind aus der Riege „jung und unbekannt“. Pablo wird von Ray Santiago dargestellt, während Dana DeLorenzo die resolute Kelly spielt. Jill Marie Jones porträtiert die Polizistin Amanda und ist am ehesten als Cynthia Irving aus „Sleepy Hollow“ bekannt.

Ein weiteres wirklich bekanntes Gesicht gibt es aber auch. Die ehemalige Xena Lucy Lawless spielt Ruby Knowby. Über ihre Figur ist anfangs nicht viel bekannt, aber sie hat denselben Nachnamen wie der Professor, der erstmals das Necronomicon gefunden hat.

Kurze Folgen

Überraschend ist, dass man bei den einzelnen Folgen nicht auf das 45-Minuten-Format, sondern auf Halbstünder setzt. Nur die erste Folge geht länger. Das hat Vor- und Nachteile. Ein Vorteil ist, dass man sehr rasant erzählt, da man gar nicht die Möglichkeit hat, sich in unnötig fetten Szenen zu ergehen. Der Nachteil dabei ist aber, dass besonders am Anfang ein paar Figuren unterentwickelt bleiben.

Ash vs. Evil Dead - Tanz der Teufel mit Bruce Campbell. Da kann nichts schiefgehen.

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Mit Kettensäge und Boomstick gegen das Böse.
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Starz bestellte von Anfang an zehn Episoden, deren erste an Halloween 2015 debütierte. Schon drei Tage vor Ausstrahlung dieser Episode orderte der Sender eine zweite Staffel. So sehr war man sich sicher, einen Hit an der Hand zu haben – im Rahmen dessen, was bei einem Pay-TV-Kanal erfolgreich ist.

Bewährtes Team

Nicht nur Raimi und Campbell kehren zu dem Stoff zurück, der sie groß gemacht hat, auch andere sind wieder mit dabei. Die Musik stammt von Joseph LoDuca. Den Schnitt der ersten Folge besorgte der sonst nur fürs Kino arbeitende Bob Murawski. Die erste Folge ist aber ohnehin etwas Besonderes, da diese auch von Raimi selbst inszeniert worden ist.

Packshot zu Ash vs. Evil DeadAsh vs. Evil Dead kaufen: Jetzt kaufen:

Gedreht wurde in Neuseeland, wo Raimi auch schon andere Serien wie „Hercules“ oder „Xena“ produziert hat. An Regisseuren sind Leute wie Rick Jacobson („Spartacus“) und Michael J. Bassett („Silent Hill: Revelation“) beteiligt.