Etwa ein Jahr nach dem US-Start kommt die Superheldenserie „Arrow“ nun auch ins deutsche Fernsehen. Sein deutsches Heim hat der Grüne Pfeil bei Vox gefunden, wo ab dem 16. September jeden Montag um 20:15 Uhr eine Folge läuft. „Arrow“ setzt dabei eine Trendwende bei Vox fort, wo man reinrassige Krimiserien auslaufen lässt und durch phantastischere Formate ersetzt. Eine Notwendigkeit, die sich aus dem Ende langlaufender Serien ergibt, für den Sender aber auch eine Chance bedeutet.

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„Arrow“ ist einer der größten Erfolge der letzten Serien-Saison in den USA. Die Hauptfigur ist deutschen Serienfans schon bekannt. Es handelt sich um Oliver Queen, der in „Smallville“ noch Green Arrow hieß. Die neue Serie will sich davon abgrenzen, weswegen man dem Vigilanten gar keinen richtigen Namen gegeben hat: Während der gesamten Staffel spricht man von ihm nur als „The Hood“. Der Name Arrow, geschweige denn Green Arrow, fällt gar nicht. Eine vielleicht richtige Entscheidung, um die Serie mehr in der Realität zu verankern und einen Kontrast zu Vorhergekommenem zu bilden.

Nach fünf Jahren, die Oliver Queen auf einer Insel verbracht hat, auf der er einst gestrandet ist, wird er gerettet und kehrt nach Star City zurück. Seinem nach der Havarie gestorbenem Vater hat er versprochen, dass er die Stadt retten wird – vor jenen, die ihr gegenüber versagt haben. Das gilt insbesondere für eine Reihe mächtiger Leute, die es nun mit dem Bogenschützen in Grün zu tun bekommen.

Aber Oliver ahnt nicht, dass seine Familie in die Machenschaften, die zur Umgestaltung von Star City führen sollen, involviert ist. Hilfe erhält er von seinem Leibwächter Diggle. Außerdem findet er im Verlauf der ersten Staffel weitere Mitstreiter, so die Hackerin Felicity, die für die Firma von Olivers Mutter tätig ist.

Auf der persönlichen Ebene versucht er, die Freundschaft zu Tommy wieder aufleben zu lassen, hat aber das Problem, dass sie beide in Laurel Lance verliebt sind. Darüber hinaus hat er es mit Gegnern zu tun, die er niemals erwartet hätte…

Arrow - Ein bisschen wie Batman als TV-Serie

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Wie "Lost" erzählt "Arrow" zwei parallele Geschichten, von denen eine auf einer Insel spielt.
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Auf und abseits der Insel

Die neue Serie funktioniert nach dem „Lost“-Prinzip. Das heißt, es gibt eine gegenwärtige Handlung, aber auch immer wieder Rückblicke auf die Insel, auf der Oliver mehr erlebt hat, als er irgendjemandem gegenüber zugibt. Die Ursprungsgeschichte des Helden wird über lange Zeit ausführlich abgehandelt, wobei die Serie auch dadurch ihre Spannung bezieht, dass man peu à peu mehr darüber erfährt, wie aus Ollie der grandiose Bogenschütze wird.

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Arrow ist ein bisschen wie Batman, aber mit Pfeil und Bogen.
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Green Arrow ist nicht die einzige DC-Figur, die in der Serie vorkommt. So muss Oliver Queen auch gegen den Attentäter Deadshot und den ominösen Deathstroke kämpfen. Außerdem bekommt er es mit einem mysteriösen Bogenschützen zu tun und trifft auf eine junge Frau, die wie er sein könnte, sich aber für einen anderen Weg entscheidet: die Huntress.

Huntress kennt man noch aus der kurzlebigen Serie „Birds of Prey“. Die Darstellung beider Figuren könnte unterschiedlicher nicht sein. In „Arrow“ ist sie ein dunkles Zerrbild von Oliver Queen. Und das will etwas heißen, da die Hauptfigur nicht zimperlich dabei ist, wenn es darum geht, Schurken den Garaus zu machen.

Held in Grün

Die von Greg Berlanti, Marc Guggenheim und Andrew Kreisberg entwickelte Serie ist eine freie Adaption der Green-Arrow-Figur, bleibt aber dem Kern treu und gestaltet sich als actionreiche und dramatische Serie, die verdientermaßen ein großes Publikum gefunden hat.

Actionreiche Serie, die den DC-Superhelden Green Arrow neu erfindet. Nicht nur für Comic-Fans.Fazit lesen

Green Arrow lag in seiner Konzeption immer sehr nahe an Batman. Das spielt auch die Fernsehserie aus, die aus dem Bogenschützen einen Helden macht, der mehr Vigilant als alles andere ist. Dementsprechend steht er mit der Polizei auf Kriegsfuß, was noch verstärkt wird, da Detective Lance einen persönlichen Groll gegen Oliver Queen hegt.

Interessant ist, im Verlauf der Staffel zu sehen, wie sich Oliver Queen als Heldenfigur entwickelt. Er kommt von einem extrem düsteren Platz, kämpft sich aber den Weg ans Licht frei.

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The Dark Project: Von der Dunkelheit ins Licht.
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Stargespickte Serie

In der Hauptrolle agiert Stephen Amell (Scott Becker in „Private Practice“), während weitere Rollen mit Katie Cassidy („Harper’s Island“), David Ramsey („Blue Bloods“) und Susanna Thompson („Nochmal mit Gefühl“) besetzt sind. Wiederkehrend sind außerdem John Barrowman (Captain Jack Harkness in „Torchwood“), Colin Salmon (Resident Evil) und Manu Bennett (Crixus in „Spartacus“) dabei.

Letzterer ist mittlerweile in den Hauptdarstellerstamm aufgenommen worden und wird in der zweiten Staffel noch mehr zu sehen sein. Er spielt Slade Wilson – in den Comics ist das Deathstroke, einen Mann mit dessen Maske gibt es aber schon auf der Insel, so dass es interessant wird zu sehen, wie die Figur weiter entwickelt wird.