Beim Titel hat man sich nicht so richtig getraut – weder in den USA noch in Deutschland. In der amerikanischen Heimat sollte die Show „Don’t Trust the Bitch in Apartment 23“ heißen, später bekam man Skrupel und verlegte sich auf „Apartment 23“, nur um dann die feige Version „Don’t Trust the B---- in Apartment 23“ zu benutzen. Dafür hat es noch nicht mal bei Pro Sieben gereicht, wo man das unverfängliche „Apartment 23“ benutzt. Dabei sollte eine Bitch im Titel doch weit besser ziehen, nicht wahr?

Eine sympathische Bitch

Im Mittelpunkt der Serie steht June, die nach New York kommt, um dort ihren Traumjob zu finden. Eigentlich dachte sie, den auch schon in der Tasche zu haben, doch nach ihrer Ankunft stellt sich heraus, dass dem doch nicht ist. Denn der Laden wird dichtgemacht, da der Chef betrogen hat. Nach Hause nach Indiana zurückzukehren ist für June keine Option. Stattdessen zieht sie mit der Betrügerin/Partymaus Chloe zusammen. Zuerst kommen die beiden nicht gut zurecht, aber als Chloes Versuche, June zu übertölpeln, nach hinten losgehen, entwickeln die zwei doch so was wie eine höchst ungewöhnliche Freundschaft.

Don't Trust the Bitch in Apartment 23 - Nach Big Bang Theory: Der nächste Pro7-Comedy-Hit?

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Wer James Van Der Beek nicht kennt, hat Dawson's Creek verpennt.
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Letzteres steht zu erwarten, ist aber lustig anzusehen, denn Chloe wird von June so beschrieben: „Sie könnte ein Psychopath sein.“ Dieser Einschätzung entspricht Chloe auch durch ihre direkte Art, die nur zu leicht dazu angetan ist, jemanden vor den Kopf zu stoßen.

Immerhin hat sie ehemalige Stars als Freunde. Oder zumindest einen. James Van Der Beek, der ehemalige „Dawson’s Creek“-Star, ist ein guter Freund von Chloe und versucht, seine vor sich hin dümpelnde Karriere wiederzubeleben.

Am 28. Februar um 22.30 Uhr ist die erste Folge zu sehen, regulär läuft die Serie danach immer dienstags um 21.40 Uhr.

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Immer wieder machen sich June und James gegenseitig schöne Augen - sehr zu Chloes Missfallen.
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Der heimliche Star

Der eigentliche Star der Show ist James Van Der Beek. Seit dem Ende von „Dawson’s Creek“ lief seine Karriere tatsächlich nicht mehr besonders gut. Er griff sogar schon darauf zurück, sich über sich selbst lustig zu machen. Der nächste logische Schritt ist es, sich selbst zu spielen. Das haben andere, zugegeben deutlich ältere, Mimen wie Bruce Campbell oder Jean-Claude van Damme vorgemacht.

Van der Beek gelingt es, Sympathiepunkte zu sammeln und sich neu aufzustellen. Die Karriere, die sein Kollege Joshua Jackson hinlegte, wird er zwar trotzdem nicht haben – schon alleine, weil die Sitcom nach zwei Staffeln eingestellt wurde –, aber Selbstironie steht ihm gut.

Die Bitch und ihre Mitbewohnerin

Die Bitch in Apartment 23 wird von Krysten Ritter gespielt. Die 1981 geborene Schauspielerin trat in wiederkehrenden Rollen in „Veronica Mars“, „Gilmore Girls“ und „Breaking Bad“ auf. In diesem Jahr ist sie auch in der DVD-Premiere „Vamps“ von Amy Heckerling neben Alicia Silverstone zu sehen. Mit der Rolle der Chloe beweist die quirlige Schauspielerin, dass sie ein Projekt auch durchaus alleine tragen kann.

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Neue allerbeste Freundinnen: Chloe und June. Sind sie nicht knuffig?
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Dreama Walker spielt ihre Mitbewohnerin. Sie hat wie Ritter auch schon Vampir-Erfahrung gesammelt, in der Horrorkomödie „Vamperifica“. Erstmals fiel sie als Clint Eastwoods Enkelin in „Gran Torino“ auf. Die Rolle der June war ihre erste große Chance, die Serie konnte ihr Publikum jedoch nicht finden. Dass mag auch am bissigen Humor der Show liegen, die damit vielleicht weniger ein großes, als vielmehr ein spezielleres Publikum anspricht. Aber damit hat man es auf einem der großen Networks natürlich schwer.

Beeks Kollegen

James Van Der Beek ist nicht der einzige, der sich in der Serie selbst spielt. In der achten Folge gibt es Frankie Muniz („Malcolm mittendrin“), Mark-Paul Gosselaar („California High School“) und Busy Phillips („Cougar Town“) zu sehen. In dieser Episode gibt Van Der Beek entgegen dem Ratschlag von Chloe dem Drängen von June nach und beginnt von einer „Dawson’s Creek“-Reunion zu träumen. Das kommt ganz anders als man denkt, aber mit Busy Phillips ist ja tatsächlich ein Star der Serie mit dabei. Sie war in den späteren Staffeln von „Dawson’s Creek“ Audrey Liddell.

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Da können wir uns Chloe nur anschließen: Apartment 23 ist ein großes Vergnügen.
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Ein ganz anderes Problem ergibt sich für James als er feststellt, dass er mit der miesesten „Dancing with the Stars“-Tänzerin zusammenarbeiten muss. Damit nicht genug, hat der auch im Karriere-Nichts herumkrebsende Dean Cain („Die neuen Abenteuer von Superman“) eine viel größere Garderobe als er!

Als weiterer Ehemaliger, der mal ein Star war, aber irgendwie nie ganz die Kurve bekommen hat, ist Kevin Sorbo („Hercules“) in einer Folge mit dabei.