Im letzten Jahr wurde die von J.J. Abrams produzierte Science-Fiction-Serie „Almost Human“ in den USA heiß erwartet. Ein interessantes Konzept, ein cooler Hauptdarsteller, ein erfolgreicher Produzent – dem Serienhit stand im Grunde nichts im Weg. Außer vielleicht der Sender, denn der schien mit der Show nie richtig zufrieden zu sein. Man könnte sogar sagen, dass sie wissentlich torpediert wurde.

Almost Human - Trailer

Denn vor Beginn der Ausstrahlung veränderte man die Reihenfolge der Episoden. Nun ist keine durchgehende Handlung vorhanden, die dadurch zerlegt werden würde, aber eine figurenbezogene Entwicklung eben schon. So kam es, dass am Anfang Folgen waren, in denen die beiden Hauptfiguren sich schon gut verstanden, während später Episoden folgten, in denen sie noch aneinandergeraten.

Aufgrund des Flops in den USA hatte es hierzulande niemand eilig, die Serie schnell ins Programm zu hieven. Nun ist es aber soweit. Sat 1 strahlt die Serie ab dem 6. Oktober immer um 22.15 in Doppelfolgen aus. Bei einer Staffel, die nur aus 13 Folgen besteht, ist darum auch bald wieder Schluss mit den Ausflügen ins Jahr 2048.

Almost Human - I, Robot fürs Fernsehen

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Die Serie startet bei uns am 06.10.14 durch.
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Die Zukunft

Manche Cops werden geboren, andere gemacht. Das ist der Slogan von „Almost Human“. In der nahen Zukunft sind Androiden ein Teil des Lebens und auch ein Teil der Polizeiarbeit. Hier werden die Erlebnisse eines menschlichen Polizisten und seines Roboter-Partners erzählt.

Detective John Kennex (Karl Urban), der eine Abscheu gegen Androiden hat, seit es einen tragischen Unfall gab, ist nicht begeistert, dass er künftig mit dem Synthetic Dorian (Michael Ealy) zusammenarbeiten soll. Schon der erste Fall zeigt jedoch, dass beide ein sehr gutes Team sein können: Sie ermitteln im Fall des Todes eines Sex-Roboter-Herstellers, der bei einem One-Night-Stand mit einem seiner Modelle ums Leben kam. Wie sich herausstellt, geht es um weit mehr als nur um einen Mord…

Entwickelt wurde die Serie von J.H. Wyman, der als Produzent bei „Fringe“ beteiligt war und hier nun Schützenhilfe von J.J. Abrams bekam.

Almost Human - I, Robot fürs Fernsehen

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In den USA wurde "Almost Human" bereits wieder abgesetzt.
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Karl und Michael

Die Hauptrolle des menschlichen Polizisten John Kennex übernahm Karl Urban, der mit J.J. Abrams auch bestens vertraut ist. Er spielte für ihn Dr. Leonard McCoy in den „Star Trek“-Filmen. Ihm zur Seite steht Michael Ealy als Android Dorian. Wie schon bei „Sleeper Cell“ bringt Ealy auch hier eine Menschlichkeit und Verletzlichkeit aus, die bei dieser Figur noch pointierter ist als üblich.

Außerdem sind Lili Taylor („The Haunting“) und Minka Kelly („Charlie’s Angels“) mit dabei.

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Damit einhergeht natürlich auch ein Diskurs über Rassismus, denn nichts anderes ist es, was Kennex hier praktiziert. Aber Mensch und Android raufen sich im Lauf der Zeit natürlich zusammen. Beide werden zu Partnern und irgendwann - vielleicht - auch zu Freunden.

Das ist der Kern der Serie, geht es doch auch um die Entwicklung dieser beiden Figuren, vor allem aber ihrer Beziehung. Das wird durch die erratische Ausstrahlungsweise aber einigermaßen torpediert, was mitverantwortlich dafür gewesen sein mag, dass die Serie in den USA sehr schnell ihre Zuschauer verloren hat.