Typisch Prinzessinnen: Machen auf naiv, gutherzig und heile Welt, obwohl der Krieg um sie herum allgegenwärtig ist. Blöd nur, wenn sie selbst die Ursache eines Kriegs werden und dabei zwischen den Fronten der rivalisierenden Parteien geraten.

Aldnoah.Zero - Opening - Heavenly Blue

Asseylum Vers Alusia , ist eine Prinzessin wie sie im Buche steht und Dreh- und Angelpunkt der Geschichte im Anime "Aldnoah.Zero". Dabei handelt es sich bei ihr nicht einfach nur um eine Prinzessin von irgendeinem Königreich, sondern um die Kronprinzessin des Mars-Imperiums.

Einst entdeckten die von der Erde ausgesandten Astronauten eine uralte, noch intakte Technik auf dem Mars, die die Kolonialisierung des Planeten ermöglichte, wodurch sich über die Jahrzehnte darauf das Kaiserreich Vers entwickeln konnte. Dieser erhob den alleinigen Anspruch an die als Aldnoah bezeichnete Technik, wodurch es später zu einem Krieg zwischen den Marsianern und den als Terrianer bezeichneten Erdenbewohnern kam.

Aldnoah.Zero - Meine Prinzessin, die Marsianer und ich

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Die Mars-Prinzessin AsseyIum und der japansiche Schüler Inaho schließen ein Bündnis, um sich gegen die Invasoren aus dem All zur Wehr zu setzen.
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Ein Krieg, zwei Perspektiven

Aufgrund der verheerenden Verluste des Krieges einigten sich beide Seiten auf einen Waffenstillstand. Jahre danach stattet Vers-Prinzessin Asseylum der Erde als Geste der Friedensannäherung einen Besuch ab. Dabei kommt es zu einem Anschlag auf die Prinzessin, wodurch die instabile Waffenruhe ein jähes Ende nimmt und die Marsianer erneut den Krieg gegenüber den Terrianern erklären.

Was Aldnoah.Zero zum einen so interessant macht, ist die Aufteilung zweier paralleler Handlungsstränge. Auf der einen Seite haben wir Slaine Troyard - ein junger Mars-Soldat, der einst von der Erde kam und aus diesem Grund seit jeher mit der Diskriminierung durch andere Marsianer konfrontiert war. Auf der anderen Seite wird uns der Schüler Inaho Kaizuka als zweiter Protagonist präsentiert, der gemeinsam mit den anderen Terrianern während des wieder entbrannten Krieges um sein Überleben kämpft. Letzterer macht dabei zufällig die Begegnung mit der vermeintlich ums Leben gekommenen Prinzessin und wird Zeuge eines großangelegten Komplotts.

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Mars-Kadett Slaine Troyard ist ein weiterer Protagonist der Serie und kennt seine geliebte Prinzessin Asseylum schon seit langer Zeit. Für ihr Wohl würde er sogar seinesgleichen verraten
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Die Hintergründe dieser Verschwörung sind ein weiterer interessanter Punkt der Handlung, da sich bereits früh herauskristallisiert, dass nicht die Terrianer für den Anschlag verantwortlich sind, sondern eigentlich die Marsianer. Für die Handlungsereignisse auf der Seite der Marsianer stellt Slaine die zentrale Bezugsperson dar. Da auch Slaine hinter der Wahrheit des Attentats kommt und erfährt, dass die Prinzessin, die er stark verehrt, noch lebt, setzt er sich kurzerhand in Bewegung, um sie zu retten und gerät so ins Kreuzfeuer des Vers-Imperiums.

Emotionsarme Helden mit glänzender Plotrüstung

Die durchmischte Figurenkonstellation und die Konflikte zwischen den beiden Mächten machen den Großteil der Spannung aus. Die kurzweiligen Episoden vergehen dabei wie im Flug und machen aufgrund vieler fieser Cliffhanger stets Lust auf mehr.

Besonders das Ende der ersten Staffel erwischt einen dabei regelrecht kalt. Allerdings lässt sich über die Episodenenden auch eine gewisse Effekthascherei nicht abstreiten. So werden oftmals aussichtslos erscheinende Situationen präsentiert, nur um sie gleich zu Beginn der nächsten Episode auf durchwachsene Weise wieder nichtig zu machen.

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Mars Attack: Die Schergen des Vers-Imperiums kämpfen mit sogenannten Kataphrakts: Kampfroboter, deren Fähigkeiten von der Temperaturmanipulation bis hin zum Unsichtbar-Tarnmodus reichen.
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Spannend hätten auch die optisch aufwendig inszenierten Schlachten zwischen den Terrianern und den Invasoren des Vers-Kaiserreichs ausfallen können, wenn der Verlauf in vielen Fällen nicht so offensichtlich wäre. Meist wird zu Beginn der Scharmützel gezeigt, wie zahlreiche, erfahrene Terrianer-Soldaten gegen die fortschrittlichen Kampfroboter der Marseinheiten unterliegen und dabei sterben. Doch sobald Inaho und die anderen - praktisch noch unerfahrenen - Rekruten im Laufe der Auseinandersetzung sich beteiligen, wird der Spieß umgedreht und der übermächtige Gegner durch diverse Taktiken zu Fall gebracht.

Eine spannende Verschwörungsgeschichte, die aber auch von effekthaschenden, letztlich schnell neutralisierten Cliffhangern geprägt ist.Fazit lesen

Inaho ist - wenn man seine befremdlich ruhige, emotionsarme Art mal außen vor lässt - ohnehin ein nahezu perfekt dargestellter Protagonist. Besonders in analytischer Hinsicht, da er im Kampf stets die Ruhe bewahrt und sich kaum Blößen gibt. Diese gewisse Unantastbarkeit gegenüber der marsianischen Übermacht wird gegen Ende sogar auf die Spitze getrieben, was der Serie teilweise die intensive Atmosphäre durch das Gefühl von Hoffnungslosigkeit kostet, die noch in der ersten Staffel weitaus präsenter war.

Fies, fieser, Marsianer

Ein Grundproblem von Aldnoah.Zero ist, dass die Serie Unklarheiten gern mal unterm Tisch fallen lässt oder es sich bei bestimmten Handlungsentwicklungen zu einfach macht. Dazu zählen die Hintergrundgeschichten vieler eingeführter Nebencharaktere, die entweder für den späteren Verlauf kaum noch eine Rolle spielen oder dem Zuschauer so vorgestellt werden, als wären sie schon immer in der Serie präsent gewesen.

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Die Erdbewohner haben sich zu einer einzigen Weltregierung namens United Earth zusammengeschlossen und kämpfen gegen die Marsianer ebenso mit Katarphrakts.
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Zudem macht es einem die Serie auch sehr einfach, Sympathien für die Terrianer aufzubauen, da sich die Darstellung der Marsianer überwiegend sehr einseitig negativ verhält. Bis auf wenige Ausnahmen wie Slaine oder Asseylum werden die Marsianer durchgängig unsympathisch und mit Bösewicht-Klischees aus der Schublade präsentiert.

Vom Gesamteindruck lässt sich sagen, dass die Höhepunkte und Wendungen in der ersten Staffel weitaus dominanter sind. Obwohl die zweite Staffel auch genug ereignisreiche Entwicklungen bietet und die Geschichte nicht an Fahrt verliert, kann man sich dennoch an vielen Dingen stören - sei es die eine oder andere nicht ganz zu durchschauende Entwicklung eines Charakters oder der besagte Verzicht der näheren Hintergründe ebendieser.

Trotz all der negativen Kritik bietet Aldnoah.Zero ein interessantes Science-Fiction-Kriegsszenario und eine konstant spannende Handlung, die auch von dem atmosphärischen Soundtrack von Hiroyuki Sawano (unter anderen "Attack on Titan") geprägt ist. Schade ist eben nur, dass die Geschichte sich nicht ganz entscheiden kann, welche Figuren sie bis zum Ende ausarbeitet, da viele an sich interessante persönliche Hintergründe einfach stehen gelassen werden. Wären diese nicht, hätte die Serie einen weitaus runderen Eindruck hinterlassen.

Aldnoah.Zero - Prinzessinnen, Marsianer und Mecha-Action

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