Wenn das Fernsehen über Videospiele berichtet, dann rücken derlei Berichte und Reportagen die Welt der Videospiele nicht gerade in ein besonders gutes Licht. Umso mehr freut die zwar reißerisch betitelte Reportage Mama-Shooter des NDR, die sich dennoch neutral und neugierig dem Thema annähert.

Aktuelles - Mama-Shooter: NDR-Reportage beleuchtet das Hobby Videospiele auf positive Weise

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/8Bild 6/131/13
Counter-Strike darf in der NDR-Reportage natürlich nicht fehlen
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Für viele, zumindest für unsere Leser gehören Computer- und Videospiele [trifft der altbackene Begriff Videospiel heutzutage eigentlich überhaupt noch zu?] zum alltäglichen Leben genauso dazu wie Musik oder Filme. Und dennoch ist das Medium Videospiele noch ein junges. Die richtigen, massentauglichen Anfänge führen gerade mal in die 70er Jahre zurück. Im Vergleich zu anderen Unterhaltungsformen stecken Videospiele also noch immer in den Kinderschuhen. Zwar gibt es schon Familien, in denen jedes Mitglied dieses Hobby teilt, doch noch immer existieren Vorurteile, falsche Vorstellungen, und von daher auch Berührungsängste.

Nicht besonders dienlich sind dann auch Berichte im Fernsehen, die sich auf das gefundene, sensationsgierige Fressen stürzen, und Spiele immer wieder mit Amokläufen, degeneriertem Sozialverhalten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen und Bildungsschwäche in Verbindung bringen. Einschlägige Berichte von Frontal 21 und Konsorten dürften den meisten noch in Erinnerung sein.

Da ist es schön zu sehen, dass man im Fernsehen auch anders kann, tatsächlich Interesse zeigt am Thema, und es aufgrund des Bildungsauftrags natürlich auch für Nichtkenner der Materie verständlich aufbereitet, ohne ihnen eine Meinung aufzwingen zu wollen. So wie in dieser NDR-Reportage, in der Reporterin Gesine Enwaldt sich dem Thema nähert. Zwar werden auch hier wieder typische Titel wie Counter-Strike bemüht, die man noch immer als Ego-Shooter bezeichnet, doch ansonsten ist die Reportage erfrischend neutral, ja sogar neugierig gehalten. Dabei kommen Spieler wie der 15-jährige Mika, Eltern, aber auch die Let's Player Gronkh und Sarazar, sowie Seelsorger zu Wort. Enwaldt hat sogar zeitweise richtig Spaß an ihren Spiele-Selbstversuchen.

17 weitere Videos