In einem Radio-Interview äußerte sich Ghibli-Gründer und Anime-Pionier Hayao Miyazaki zu den Charlie Hebdo-Karikaturen, und teilte eine wohl eher unpopuläre Meinung: So befinde er die Karikaturen als Fehler.

Aktuelles - Ghibli-Gründer Hayao Miyazaki: Charlie Hebdo-Karikaturen waren ein Fehler

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Ghibli-Gründer und Anime-Pionier Hayao Miyazaki
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Der 7. Januar 2015 ist ein schwarzer Tag für die Meinungsfreiheit, und ganz speziell für Frankreich. Zwei maskierte Terroristen stürmten die Redaktionsräume des Satiremagazins Charlie Hebdo und ermordeten elf Personen. Der Grund war die Rache für die Mohammed-Karikaturen des Magazins. Die Welt war sich einig, dass dies ein Schlag gegen die Meinungsfreiheit darstellte. Moderate Stimmen wurden nicht geduldet.

Da kommen nun die Äußerungen einer der größten Pioniere in der gezeichneten Kunst doch sicherlich etwas befremdlich daher. Ausgerechnet Anime-Pionier Hayao Miyazaki nannte die Mohammed-Karikaturen in einem Radio-Interview mit TBS Radio einen Fehler. "Ich persönlich denke, dass es ein Fehler ist, Karikaturen von dem anzufertigen, was andere Kulturen verehren", so Miyazaki. "Es wäre eine gute Idee, damit aufzuhören."

Seiner Meinung nach sollten sich Karikaturen allein auf die Politiker des eigenen Landes konzentrieren. Es sei einfach nicht richtig, sich über Politiker oder eben auch religiöse Persönlichkeiten anderer Länder und Kulturen lustig zu machen. Eine Meinung, die nach den Geschehnissen in Paris sicherlich nicht von jedem geteilt wird. Schließlich wurde selbst der Papst für seine Aussagen getadelt, wonach man mit seiner Faust im Gesicht zu rechnen habe, sollte man seine Mutter beleidigen.