Zwölf Jahre nach dem erfolgreichen Kinofilm mit Hugh Grant gibt es nun eine Serienversion von „About a Boy“. Film und Serie basieren auf dem Roman von Nick Hornby, auf die Idee, daraus eine Serie zu machen, ist Jason Katims gekommen, der im Seriengeschäft gut unterwegs ist und unter anderen „Roswell“ und „Parenthood“ entwickelt hat. Im Hugh-Grant-Film sah er Potenzial für eine Serie. Recht hatte er.

About a Boy - First Look

Will lebt ein sorgenfreies Leben, seit er einen Hit geschrieben hat, der ihm ein Leben lang ein finanzielles Auskommen sichert, mit dem es sich gut leben lässt. Er ist das ultimative Mannkind und lebt nur für seinen eigenen Spaß. Aber dann wird sein Leben auf den Kopf gestellt, als die alleinerziehende Fiona mit ihrem elfjährigen Sohn Marcus nebenan einzieht. Marcus und Will freunden sich an, aber auch wenn es zwischen Will und Fiona knistert, so ist es zumindest in der ersten Staffel noch nicht so, dass sich beide bekommen.

About a Boy - Kein Hugh Grant, aber dennoch (oder trotzdem?) gut!

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Die Serie startet bei uns am 16.11.2014 durch.
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Denn Will lernt die Ärztin Dr. Samantha Lake kennen, als er Marcus ins Krankenhaus bringt. Daraus entspinnt sich eine Liebesbeziehung, bei der natürlich immer im Raum steht, ob sie wirklich die Richtige für ihn ist.

Kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht?

Im Film konnte man natürlich zielstrebiger darauf zulaufen, aus Will und Fiona ein Paar zu machen, bei einer Serie, die im Idealfall mindestens sieben Jahre laufen soll, muss man das alles schon etwas langsamer angehen. Und das gilt umso mehr, da es ein erprobtes Serienkonzept ist, Männlein und Weiblein umeinander kreisen zu lassen, weil das Publikum bei der Stange bleibt. Aus einem Grund: Es will wissen, ob die zwei zusammenkommen. Passiert das, ist in den meisten Fällen die Luft raus (aber nicht immer, wie die Krimiserie „Bones“ zeigt).

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Das Original mit Hugh Grant kennen wir unter dem Namen "About a Boy oder: Der Tag der toten Ente".
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Etwas ungewöhnlich ist die Besetzung der beiden Hauptfiguren. Es gibt einen erstaunlich hohen Altersunterschied, den man durchaus auch sieht. Minnie Driver ist bereits 44 Jahre alt, während David Walton erst 36 Jahre alt ist. Aber gut, die Chemie zwischen beiden stimmt, so dass sich das nicht als echtes Problem erweist.

Es mag aber auch ein cleverer Schachzug sein, weil Dr. Samantha Lake von einer deutlich jüngeren Schauspielerin dargestellt wird. Die aus den „G.I. Joe“-Filmen bekannte Adrianne Palicki ist wiederkehrend dabei und liegt altersmäßig weit näher an David Walton.

Gut durchgestartet

„About a Boy“ debütierte in den USA im Januar 2014, die deutsche Ausstrahlung, die ab dem 16. November beginnt, ist damit recht nah dran. Die Serie erwies sich nicht als überragender Erfolg, fuhr aber so gute Quote ein, dass das Network NBC auch schon eine zweite Staffel in Auftrag gegeben hat, die im Frühjahr 2015 laufen wird.

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Will Freeman (David Walton) und Marcus (Benjamin Stockham).
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Die Staffellänge ist darum aber ein wenig begrenzt. 13 Folgen sind es, die es in der ersten Staffel sind, die genaue Anzahl bei der zweiten ist noch unbekannt.

Mit Herz erzählt

Die Stärke des Romans, aber auch des Films war und ist, dass sie eine Geschichte erzählen, die potenziell kitschig sein könnte, dies aber nicht ist, sondern ehrlich und aufrichtig zu Herzen geht. Das zeichnet nun auch die Serienversion aus, die sich sogar noch mehr Zeit lassen kann, um das Band, das zwischen Will und Marcus entsteht, in seinem Entstehen zu zeigen.

Die Serie baut auf ihre Stärken, auch und gerade, weil sie weiß, dass sie eben keinen Hugh Grant hat. David Walton schlägt sich jedoch gut und schafft es, sich die Figur zu eigen zu machen. Ein Vorteil bei dieser Serie ist zudem, dass man auf das dümmliche Gelächter aus der Konserve verzichtet hat. Denn eine Schenkelklopfer-Sitcom ist „About a Boy“ auf keinen Fall, vielmehr eine zum Schmunzeln anregende, ehrlich amüsante Show, die vielleicht nicht zum Besten gehört, was in diesem Jahr gestartet ist, aber vielleicht zum schönsten.