Shawn Lukaszewicz, Stan Lees ehemaliger Assistent hat die 92-jährige Comic-Legende mitsamt der ganzen Familie verklagt. Die Anklage lautet auf Verstoß gegen das Arbeitsrecht, unrechtmäßiger Kündigung sowie Zufügung von seelischem Leid durch Beleidigungen.

Stars & Sternchen - Ehemaliger Assistent verklagt Comic-Legende Stan Lee

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Was steckt hinter den Anschuldigungen gegenüber Stan Lee und seiner Familie?
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Stan Lee kennt die Öffentlichtkeit als Erfinder bekannter Comicfiguren wie Hulk, Thor, Iron Man, Daredevil, Doctor Strange, die X-Men und vor allem Spider-Man. Ohne Lee wären Comics nicht da, wo sie sich heute befinden. Keine Frage, dieser Mann hat sich große Verdienste um diese Form der Unterhaltung erworben. Richtig bekannt wurde Lee aber erst durch seine zahlreichen Cameo-Auftritte in den Filmen von Marvel Studios. Auch so zeigt sich Lee als netter und lustiger Mann - der perfekte Großvater möchte man meinen.

Doch nun hat sein ehemaliger Assistent Shawn Lukaszewicz Anklage gegen ihn erhoben. Aber nicht nur gegen Stan Lee alleine, sondern gleich auch noch gegen Lees Frau Joan, seine Tochter Joan Celia, sowie gegen POW! Entertainment und Fatsalagata. Dabei fing alles noch wie ein Traumjob an, als Lukaszewicz im vergangenen November angeheuert wurde, um Stan Lees Stand auf der ComiKaze Convention aufzubauen. Doch Lees Kommentar beim Anblick des Standes war, dass Lukaszewicz einen "scheiß Job" geleistet hätte.

Nichtsdestotrotz wurde er als Lees persönlicher Assistent eingestellt. Und dann begann der Albtraum. Lukaszewiczs Aufgaben beinhalteten das Managen und Launchen von Internetseiten, die Social-Media-Pflege für Lees Tochter Joan Celia, sowie Besorgungen erledigen für die Familie Lee. Die Arbeit umfasste pro Woche rund 40 Stunden, wofür er eine Vergütung von 40 Dollar die Stunde erhielt. Allerdings musste er jederzeit auf Abruf bereit sein. Überstunden wurden nicht bezahlt. Er solle sich glücklich schätzen, für derart mächtige Personen arbeiten zu dürfen.

Das Schlimmste sei die absolute Willkür gewesen, so Lukaszewicz. Als er einmal auf Geheiß von Lees Tochter Dokumente zu Stan Lees Anwesen brachte, schrie dieser ihn über die Sprechanlage an, er solle sich "verpissen und nie wieder die Klingel betätigen." Und als er einmal ein Foto von Celia auf ihrem Social-Media-Kanal hochlud, drohte sie ihm hinterher damit, ihn zu feuern und nannte ihn einen "verdammten Idioten", obwohl sie es selbst angeordnet hatte.

Um Weihnachten herum kürzte ihm Lee den Stundenlohn um 15 Dollar auf 25 Dollar die Stunde mit der Begründung, er solle sich glücklich schätzen, für die Lee-Familie arbeiten zu dürfen. Als er sich dann ein Flugticket kaufte, um seine Mutter an ihrem Geburtstag zu besuchen, bat ihn Joan Celia darum, den Flug zu verschieben, um ihr bei den Vorbereitungen zu ihrer Geburtstagsparty zu helfen. Später stritt sie ab, ihm jemals eine Entschädigung und ein neues Flugticket angeboten zu haben und beschimpfte ihn vor allen Partygästen als "behindertes Arschloch", so die Anklageschrift.

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Stan Lee in einer Episode von The Big Bang Theory
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Auch Stan Lee beschimpfte ihn immer wieder aufs Übelste, nur um sich am darauf folgenden Tag wieder zu entschuldigen. Einmal sollte ihn Lukaszewicz zu einem Meeting mit dem Boxer Manny Pacquiao fahren. Pacquiao befand sich kurz vor seinem Abflug zum Kampf gegen Floyd Mayweather in Las Vegas, also befahl Lee, schnell zu fahren. Dennoch verpassten sie ihn, woraufhin ihn die Comic-Legende als "verdammten Idioten" beschimpfte, der "seine Zeit verschwendet hat".

Auch der Umstand seiner Entlassung ist mehr als willkürlich, wenn man Lukaszewicz glauben darf. So solle ihn Joan Celia während eines Trips in San Francisco angewiesen haben, bei offenem Fenster um den Block zu fahren, damit der Geruch von Marijuana verfliegt, den sie gerade geraucht hatte. Als er anmerkte, dass er nicht für die Zeit bezahlt werde, schmiss sie ihn aus dem Wagen und ließ ihn mitten in San Francisco stehen. Er musste sich alleine und ohne Geld nach Los Angeles durchschlagen.

Sollten die Anschuldigungen stimmen, dann ist der Lee-Familie der Erfolg wohl doch zu Kopf gestiegen. Oder ein unzufriedener Ex-Angestellter versucht aus der Sache Kapital zu schlagen.

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