Willkommen zu dieser Militärübung, in der wir uns auf einige der historischen Schlachtschiffe, Zerstörer, Kreuzer und Flugzeugträger konzentrieren wollen. Hier erhaltet ihr eine Einweisung in Schlachtpläne, Notfallmaßnahmen und sonstige maritime Überlebensstrategien. Man könnte es auch Preview nennen. Eine Vorschau auf 'World of Warships'.

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Möglich macht das mein Besuch im russischen Entwicklerstudio des Spiels in Sankt Petersburg. Dort arbeitet Lesta Studios bereits seit 1991 an seiner Vision von Echtzeitstrategiespielen, darunter Pacific Storm und Elements of War. 2011 ging man eine Kooperation mit Wargaming ein und werkelt seitdem an der dritten „World of ...“-Episode der weißrussichen Kriegsspiel-Experten. Nach World of Tanks und World of Warplanes soll die Genre-Vorherrschaft Von Land-und Luftstreitkräften um eine See-Armada erweitert werden.

World of Warships - Ahoi Matrosen (oder Admiräle?)!

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Natürlich gibt es zu jedem der mehr als 70 Pötte detaillierte Statistiken und individuelle Tech-Trees
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Aber Achtung, wer glaubt, nach den beiden ersten Spielen ohnehin schon zu wissen was jetzt kommt, irrt. Diesen Fehler - ich gebe es zu - habe ich auch gemacht. Denn "World of Warships" unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich von seinen Wargaming-Geschwistern, ist komplexer, spielerisch fordernder und bietet insgesamt mehr Spieltiefe. Zunächst einmal zur militärischen Grundausbildung (sprich: den Facts): "World of Warships" besitzt vier Klassen an Schiffen, die sich nicht nur in Sachen (ansehnlicher) Optik voneinander unterscheiden. Auch spielerisch sind die Merkmale der einzelnen Boote durchaus bemerkenswert.

Da gibt es etwa die leichten Zerstörer. Sie sind die schnellsten und wendigsten Vertreter dieses Wettrüstens. Ihnen im offenen Gefecht auf See zu begegnen, ist kein Zuckerschlecken, verfügen sie doch über massive Geschütze und angsteinflößende Torpedos. Nicht lustig, wenn plötzlich ein weit gefächerter Topedoteppich auf das eigene Schlachtschiff zusteuert ... Die nächstgrößere Klasse stellen die Kreuzer dar. Sie sind vielseitig einsetzbar, besitzen eine sehr gute Luftverteidigung und eignen sich herrvorragend als Späher. Sie schlagen sich außerdem gut im Konvoi bzw. als Begleitschutz für Trägerverbände. Wer richtig viel Schaden austeilen will geht als Kapitän eines Schlachtschiffs an Bord.

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Diese Map ist für Flugzeugträger extrem wichtig, hierüber weist man seinen Geschwadern Angriffs-Ziele zu
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Sie besitzen zwar enormen Schadensoutput, sind aber behäbige Stahlkolosse, die vor allem aus großer Entfernung effektiv im Zielgebiet operieren. Wer sich mit ihnen zu nah in Gefechte mit kleineren Schiffen wagt, riskiert ausmanövriert und fein säuberlich zerlegt zu werden. Last, but not least: Flugzeugträger. Sie transportieren vier verschiedene Flugzeugtypen in die Schlachten (Sturz-Bomber, Torpedo-Bomber, Aufklärer und Kampfflugzeuge) und unterscheiden sich massiv in ihrer Spielmechanik. Während die anderen drei Schiffsgattungen sich eher wie Arcade-Action-Fahrzeuge steuern, erinnern Träger vielmehr an Strategiespiele. Ich muss mir auf der Karte lohnende Ziele suchen (nachdem sie von Spähern markieirt wurden) und entsende dann entsprechend geeignete Geschwader, die sich der Gegner annehmen.

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Aber Achtung: bei meinen Versuchen ging ich dabei oft baden, weil ich etwa vergaß, den eigenen Luftraum zu schützen. Die Konsequenz: Gegnerische Torpedo-Bomber jagten meine Kähne in die Luft oder beschädigten sie so stark, dass sie kaum noch einsatzfähig waren und von Pötten des Widersachers auf den Meeresgrund geschickt wurden. Zwar steuere ich Flugzeugträger auch selbst, doch in der Schlacht bin ich darauf angwiesen, ob sich meine Flieger gegen die feindlichen Luft-Asse und die FLAks des Kontrahenten durchsetzen können. Die Kunst liegt also darin, außer Reichweite des Gegenübers zu bleiben, sich Begleitschutz anderer Schiffe zu sichern und gleichzeitig die eigenen Rotten zu managen. Anspruchsvoll!

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Es ist immer besser, ein Begleitschiff an der Seite zu haben - allein überlebt man meist nicht lange
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Auch das Handling der übrigen Schiffe ist weit von der Simplizität eines Panzers entfernt. Am liebsten habe ich mit den titanischen Schlachtschiffen gezockt, aber dabei muss ich den Wirkungsbereich meiner Geschütze im Blick behalten, die Geschwindigkeit des Kontrahenten miteinberechnen (Vorhalten!) und auch ihre Downtime beachten. Dauerfeuer gibt es nicht und es vergeht eine gefühlte Ewiggkeit, bis sich die massiven Kanonen in die anvisierte Schussrichtung gedreht haben! Ich muss dazu im laufenden Schusswechsel ständig das Meer aufmerksam beobachten - es können sich schließlich Torpedos nähern. Beim Zielen und Feuern muss ich entscheiden, welche Munition es sein soll: Penetration oder Feuer?

Das Umschalten zwischen beiden Typen kostet wertvolle Zeit. Wofür ist der Gegenüber empfindlicher und was bringt mir mehr? Will ich versuchen, den Stahlmantel zu durchschlagen und das Munitionslager für kritische Treffer anzubringen? Gleichzeitig muss ich dem Beschuss der Feinde entgehen, oder Reparaturen am eigenen Ungetüm vornehmen, auf Landmassen oder Eisberge achten oder die Abklingzeiten von Spezialfertigkeiten im Blick behalten. Und als ob das noch nicht genügte, soll ich darüber hinaus verschiedene Spielziele erreichen. So müssen etwa alle strategischen Punkte eingenommen oder einer gehalten werden.

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Flugzeugträger sind echt cool und spanennd, aber wehe, es nähern sich Torpedos oder andere Kriegsschiffe ...
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Eines ist mir sehr schnell aufgefallen: Einzelne Schiffe überleben meist nicht lange, wenn sie auf die feindliche Flotte treffen. Wer sich einer Übermacht gegenübersieht, zieht meist den Kürzeren. Konzentriertem Beschuss hält auch der dickste Kahn nicht lange stand. Ein gutes taktisches Mittel sind künstliche Nebelwände, die Überraschungsattacken ermöglichen oder die wahren Pläne des Schiffsverbands kaschieren helfen. "World of Warships" bringt ansonsten noch weitere Features mit, die man so oder so ähnlich von den anderen Wargaming-Spielen kennt.

'World of Warships' ist komplexer und abwechslungsreicher als seine beiden Geschwister.Ausblick lesen

Ihr besitzt hier einen Kapitän, den ihr in unterschiedlichen Gebieten ausbilden könnt. Das belohnt der Mann mit Spezialfertigkeiten und Schiffsausbauten, die eure Schiffe im Kampf effizienter machen oder ihre Überlebenschancen verbessern. Selbstverständlich lassen sich auch die Pötte selbst upgraden, in verschiedenen Stufen kann in bessere Maschinen, Geschütze oder Panzerungen investiert werden. All das gibt es natürlich nicht kostenlos und muss mit einer virtuellen Währung bezahlt werden.

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"Warships ist komplizierter und anspüruchsvoller als "Tanks" und "Warplanes".
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Die verdient man sich entweder durch viel Zocken oder indem man Echtgeld einsetzt. Die Macher betonen aber, dass man mit einem Wargaming-Account sozusagen seine Flotte quersubventionieren kann. Das Coole: Die Upgrades sind an den detailliert modellierten Schiffen erkennbar. Zum Start des Spiels (voraussichtlich im Herbst) soll es etwa 70 verschidene Kriegsschiffe und sieben Maps geben. Im gespräch mit gamona stellten die Entwickler außerdem noch vage in Aussicht, dass es irgendwann auch U-Boote geben könnte. Doch wenn überhaupt, dann in ferner Zukunft.