Die WWI steht ganz im Zeichen von Diablo 3. Allzuviel gibt es jedoch von Blizzards neuestem Mega-Projekt nicht zu sehen, und so bleibt genug Zeit, sich um Starcraft 2 und das neue WoW-Addon Wrath of the Lich King zu kümmern. Wir hatten die Möglichkeit, letzteres ausführlich zu spielen und möchten euch unsere Eindrücke natürlich nicht vorenthalten.

Man könnte an dieser Stelle damit anfangen, neue Werte irgendwelcher Charakterklassen und Items aufzuführen. Man könnte auch hergehen und sich in einem eigenen Artikel den neuen Talenten der Charaktere zu widmen. Aber das gibt es überall zu lesen und weil das so ist, möchten wir euch stattdessen ganz persönliche Eindrücke eines erfahrenen WoW-Veteranen vermitteln. Abseits allen „Stats“ und „Balancings“.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King - Infos von der WWI: Begleitet uns nach Northrend.

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In den Howling Fjords dominieren Schnee und Eis.
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Zuerst wählten wir einen Untoten (Schatten-)Priester. Dessen Startpunkt ist der so genannte „Howling Fjord“ auf dem neuen Kontinent Northrend. Man fühlt sich auf der Stelle heimisch, denn vertraute Ausrufezeichen auf der Minimap laden zum Questen ein. Allerdings denkt die Allianz offensichtlich ähnlich, und so bombardieren uns einige NPC-Allianzler sogleich mit Feuerbomben und Schießgewehren. Es geht sofort richtig zur Sache; unsere erste Quest ist eine Begleit-Quest, in welchem unser Partner hämisch einige Allianzmaterialien anzündet und wie von der Tarantel gestochen kreuz und quer durch den „Alliposten“ rennt. Da heißt es natürlich „Hinterher!“ und die Action beginnt.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King - Patch 3.3.0 - Die Reinigung der Schwesterklinge Quel'Delar81 weitere Videos

Feiner und detailreicher

Einige Minuten später haben wir das eigentliche Horde-Startgebiet erreicht. Hier gibt es die üblichen NPCs, die uns mit Nachschub versorgen und eine Menge Quests bereithalten. Landschaftlich ist die Gegend schön gestaltet, ganz der WoW-Stil, aber wohl feiner gezeichnet und irgendwie auch detailreicher.

Wir finden auch den vertrauten Zeppelinturm, mit dem man bei Bedarf in die alte Welt reisen kann (Tirisfal). Die Zeppeline selber sind überarbeitet worden und wirken nun ein wenig stylischer.

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Zul'Drak war auf der WWI leider noch nicht spielbar.
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Ein Flaschenzug-Aufzug bringt uns eine steile Felsklippe hinauf, und der Kontinent Northrend liegt in beeindruckender Größe vor uns. Man kann sein aus Burning Crusade lieb gewonnenes Flugtier nicht nutzen. Macht Sinn, ansonsten würde man ja die ganzen schönen neuen Spielinhalte einfach überfliegen. Nutzbar ist die Flugform erst wieder, sobald unser Character Level 77 erreicht hat. Ein Reittier mit Bodenhaftung aber ist natürlich sofort einsetzbar.

Die Kalifornier haben's einfach drauf. Punkt.Ausblick lesen

Gesagt, getan. Wir schwingen uns auf unseren Raptor und erkunden die Welt. Sofort fällt auf, dass die Gebiete sehr groß sind, lange Reitstrecken sind vorprogrammiert, allerdings findet man von Zeit zu Zeit natürlich Flugpunkte für das automatische Transportieren unseres Charakters.

Von den Grizzly Hills…

Wir erkunden nun die Grizzly Hills. Eine wunderschön gestaltet Tundra mit vielen Gegnern und angenehmer Atmosphäre. Was noch fehlt sind Inhalte, nur wenige Questgeber stehen in den einzelnen Außenposten und wenn, dann schimmert ihr Ausrufezeichen silbern. Wir sind eben erst Level 70 und die Grizzly Hills laden Abenteurer ab Stufe 72 oder 73 zum Forschen ein. Der Grizzly, der uns gerade über den Weg läuft, ist übrigens Level 75, und es dauert auch nicht lange, bis unser Untoter Schattenpriester Staub schluckt und daniederliegt.

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Wunderschöne Landschaften: Die Grizzly Hills.
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Mit einem Druck auf die Taste M rufen wir die Karte Northrends auf und stellen fest, dass die meisten Gebiete noch nicht fertig in die Karte implementiert sind. Es fehlen noch entsprechende saubere Zeichnungen, aber es genügt, um sich orientieren zu können. Wir wollen uns nach Zul’Drak durchschlagen, die gewaltige Trollstadt, die schon von weitem erkennbar massiv in den Himmel ragt. Wir stehen am Fuß einer gewaltigen Steintreppe und sind schwer beeindruckt. Hinauf, hinauf reiten wir und schließlich…. stehen wir wieder in den Howling Fjords. Zul’Drak ist noch nicht freigegeben, erzählt uns einer der Entwickler und grinst schelmisch. „Wir möchten den Spielern hier nicht alles zeigen, ein wenig Neugierde muss schon bleiben.“ Recht hat er, der gute Mann.

OK, dann eben nicht in den Norden, sondern in den Westen. Denn hier erwarten uns die Drachengründe, im Original „Dragonblight“. Dieses Gebiet ist voller Eis, doch ein wenig wundern wir uns schon, wie es denn möglich ist, innerhalb weniger Meter von saftigem Grün in eiskaltes Weiß zu wechseln. Naja, es ist eben ein Computerspiel, und solche Kleinigkeiten sollen dem Spielspaß nicht im Wege stehen.

…bis nach Dragonblight

Dragonblight ist ein fantastisches, riesiges Gebiet. Kurz nachdem wir dort hineingeritten sind, erhebt sich auch schon die legendäre fliegende Instanz Naxxramas vor uns! Hier haust Kael’thuzad, sicher einer der Instanzbosse, die kaum ein WoW-Spieler je gelegt haben dürfte.
Bedrohlich wirkt Naxxramas noch immer und unter dieser Festung wuselt eine Menge böses Gewürm. Nicht vergessen, wir sind noch immer ein Level-70-Untoten-Priester, und es muss nicht sein, sich mit Horden von Level-73-Gegnern zu beschäftigen. Nein, wir wollen nun wissen, was dieser Turm in der Ferne darstellen soll. Seine Umrisse schimmern am Horizont, und wer da nun nicht neugierig seinen Weg bahnt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

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Das Heim der Drachen: In Wyrmrest wohnen die geflügelten Kreaturen.
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Auffallend ist, dass in WotLK nun die Schatten korrekt dargestellt werden. Man sieht das besonders gut auf schneebedeckten Flächen. Hier fliegt nicht mehr nur ein schwarzer Punkt übers Eis, sondern man erkennt die Umrisse der über uns kreisenden Drachen ganz hervorragend. Angst einflössend ist das, es wirkt bedrohlich und die absolut überzeugende musikalische Untermalung sorgt für zusätzliche Stimmung. In Dragonblight bekommen wir sanfte Piano Klänge zu hören. Blizzard ist es wieder einmal gelungen, sehr dichte Atmosphäre zu erzeugen. Und wie!

Wir nähern uns dem Turm. Er heißt Wyrmrest und ist eine Ruhestätte der Drachen. Überall Drachen, sie fliegen um uns herum, aber sie sind nicht feindlich gesonnen. Wir betreten den Turm, der bronzefarben in der Sonne schimmert. Inmitten einer Eiswüste steht er und in seinem Innern kommen wir uns vor wie in einer Kathedrale. Man kann sich in den mittleren und oberen Abschnitt des Turms fliegen lassen; das Spielerlebnis ist einfach großartig. Quests können wir noch keine annehmen. Die guten NPCs, die sich hier die Zeit vertreiben, sind Level 80 elite.