Die Ära der zweiten großen "World of Warcraft"-Expansion neigt sich langsam dem Ende entgegen, womit sich auch die Lebensspanne eines der epischsten und gefährlichsten Fieslinge der „Warcraft“-Geschichte erschöpfen dürfte. Arthas, früherer Thronerbe der Menschen und heutiger König der Untoten, gewährt endlich Einlass in sein Allerheiligstes. Und das kann nur eines bedeuten: Patch 3.3 naht und damit der Zorn des Lichkönigs.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King - Patch 3.3.0 - Die Reinigung der Schwesterklinge Quel'Delar81 weitere Videos

Kataklystische Vorzeichen

Beinahe könnte man meinen, Blizzard wolle mit aller Macht die Welt der Kriegskunst gen „Kataklysmus“ drängen, also jenem apokalyptischen Ereignis, das im nächsten Addon das Äußere Azeroths für immer verändern wird. Patch 3.3 sollte von jeher der Abschluss der laufenden Storyline um den Lichkönig werden, danach – so heißt es – kommen keine weiteren Inhaltspatches. Sollte also schon in Kürze Todesschwinge über Azeroths Lande flattern?

World of Warcraft: Wrath of the Lich King - Sturm auf die Zitadelle: Das ist neu in Patch 3.3

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Endlich: Die Tore der Eiskronenzitadelle (mitsamt dem Frostthron) öffnen sich.
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Zumindest verdichten sich die Anzeichen: Schon jetzt kann man erste Veränderungen in der Spielwelt spüren, spätestens wenn das neue Content-Update in den nächsten Wochen online geht, werden drastische Einschnitte erfolgen. Mit der Öffnung der Eiskronenzitadelle spitzen sich gleich zwei lange währende Konflikte zu – zwischen Allianz und Horde, sowie zwischen dem Lichkönig und allen Lebenden.

Blizzard stellt somit auf spektakuläre Weise die Weichen für das Addon und wird laut eigenen Aussagen, „so viel Handlung wie nie zuvor“ integrieren. So wird etwa gemunkelt, dass es auf Seiten der Horde einen Wechsel auf dem Thron geben könnte. Auch die Schicksale von Jaina Proudmoore und Sylvanas Windrunner (wir entschuldigen uns, allerdings verzichten wir hier bewusst auf die deutsche Übersetzung) sind ungewiss.

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In der Schmiede der Seelen dürfen sich 5-Mann-Gruppen auf die bevorstehende Raidprüfung einstimmen.
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Fakt ist: Beide Damen werden die Gruppen ihrer jeweiligen Fraktion in die Tiefen der Eiskronenzitadelle begleiten - macht Sinn, hat doch jede der zwei Schönheiten noch ihre ganz private Rechnung mit dem untoten Prinzen offen. Die Reise beginnt dabei zunächst in insgesamt drei „kleinen“ Instanzen: Die Grube von Saron, die Schmiede der Seelen und die Hallen der Reflektion sind allesamt für 5-Mannen ausgelegt.

Das Herzstück ist jedoch die Zitadelle selbst, eine 10- bzw. 25-Spieler Instanz für geübte Raidgruppen. Ganze dreizehn Bosse gilt es hier zu bezwingen, neben alten Bekannten wie dem Neu-Untoten „Saurfang der Junge“ ziehen wir z.B. auch gegen Sindragosa, die Königin der Frostwyrms, zu Felde. Die knochige Drachendame kennt man bereits aus dem fantastischen Cinematic-Intro.

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Queen Lanathel, die Blutfürstin, ist einer der 13 schrecklichen Bosse der Zitadelle.
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Nach zwölf (hoffentlich) herausfordernden Schlachten besteigt ihr dann den Frostthron. Arthas aka der Lichkönig wartet hier und liefert – so versprechen es zumindest die Entwickler – eine wahrhaft epische Schlacht. Wer den Verräterprinz bezwungen hat (sofern dies überhaupt möglich ist), erntet nicht nur unendlichen Ruhm (und zahlreiche neue Achievements), sondern auch die Bruchstücke des neuesten „Must-Have-Items“ im Spiel: der legendären Axt Shadowmourne.

Im Herzen des Bösen

Damit auch jene Spieler einen Fuß in Arthas’ Heiligtum setzen können, bleibt man bei Blizzard übrigens dem jüngst eingeschlagenen Weg treu. Will heißen: Der Schwierigkeitsgrad bleibt auf Ulduar-Niveau, geübte Gruppen versuchen sich als Ausgleich am 25er-Teil oder im knackigen Hardcore-Modus. Wie man hört, setzt Blizzard abermals auf das bewährte System, zu jedem Boss mindestens einen zusätzlichen Hardmode anzubieten. Ob diese auch mehrstufig verfügbar sein werden (wie beim Flammenleviathan) ist noch unklar.

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Das neue Tier-10-Set wird (anders als T9) wieder für jede Klasse individuell gestaltet. Hier im Bild: das Schurkenset.
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Übrigens lässt sich neuerdings jeder Gegner separat per Interface-Button individuell anpassen – und zwar innerhalb einer Raid-ID. Wer also Boss Nummer eins in der harten Variante probieren möchte und Boss zwei lieber im Kuschelmodus antesten will, kann dies per Schieberegler ganz einfach handhaben. Laut Blizzard will man so Missverständnisse eliminieren, schließlich habe nicht jeder Boss „einen roten Knopf“, der den Hardcore-Teil aktiviert.

Casual-Gamer bekommen die nötige Ausrüstung abermals über Marken. Die Embleme des Triumphs, also die derzeit gültige Topwährung, wird zum Marken-Standard erklärt und ab sofort in jeder heroischen Instanz abfallen. An Stelle der Triumph-Marken treten die Embleme des Frostes, für die man beim Rüstungshändler in Dalaran die edelsten Gegenstände eintauscht. Oder ein Teil des brandneuen Tier-10-Sets ersteht.

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Die neuen Frostembleme gibt es zum Beispiel für die täglichen Raidquests.
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Neben der Eiskronenzitadelle gibt es eine neue Möglichkeit an die begehrten Topmarken zu kommen: die wöchentlichen Raidquests. Im Grunde vergleichbar mit der „Daily Hero“ (wie die tägliche heroische Instanz-Quest von den Spielern liebevoll genannt wurde), gilt es hier einen zufälligen Raidgegner (etwa Satharion oder Malygos) zu erledigen. Wer siegreich zurückkehrt, wird mit sagenhaften zehn Frostemblemen beschenkt.

Damit auch wirklich jeder Spieler in den Genuss der neuen Instanzen kommt, führt Blizzard ein neues System ein. Der „Suche nach Gruppe“-Channel wird jetzt per Ingame-Tool auf den kompletten Realmpool ausgeweitet. Will heißen: Wer sich einer Gruppe anschließen möchte, die in eine beliebige Instanz zieht, darf jetzt auf mehren Servern gleichzeitig suchen, nicht nur auf dem eigenen. Stundenlange Wartezeiten bleiben somit endlich aus.

Lila Extravaganza

Wer trotz der legendären Shadowmourne-Axt, trotz Tier-10-Extravaganza, trotz Emblem-Belohnungen und trotz Eiskronen-Loot immer noch nicht genug lilanen Kram hat, den er sich um den elfischen (respektive orkischen) Körper hängen möchte, findet vielleicht an Quel’Delar, der Schwesterklinge, gefallen. Diese großartige Waffe gibt es nur, wenn ihr eine extrem aufwändige Questreihe erledigt.

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Quel'Delar wird für beinahe jede Klasse bzw. Klassenkombination erhältlich sein.
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In deren Verlauf müsst ihr nicht nur einen Boss in der Eiskronenzitadelle bezwingen sondern auch in eine „klassische Instanz“ – gereinigt wird das gute Stück nämlich direkt in den Wassern des Sonnenbrunnens. Kil’jaeden dürfte „not amused“ sein. Im Gegensatz zu frühen „Epic Questlines“ (man denke an Segnung/Bannfluch für Priester oder den epischen Jägerbogen), dürfen dieses Mal alle Klassen zugreifen.

Apropos Quests: Für eine andere Neuerung hat man sich recht offensichtlich bei der Konkurrenz bedient. Mit der Questhilfe lassen sich jetzt auf der Karte nämlich auch wichtige Orte markieren und ganze Zonen einsehen, die für die Absolvierung einer Aufgabe nötig sind. Ein Feature, das unlängst in „Warhammer Online“ große Popularität erlangte. Aber warum nicht auch mal selber mopsen, wenn man für gewöhnlich als Vorbild dient…