Mit massiven Onlinespielen ist Blizzard Entertainment groß und reich geworden. Doch jetzt steht dem Publisher massiver Ärger ins Haus. Auf dem enorm wichtigen chinesischen Markt hat man möglicherweise zu hoch gepokert und könnte dort bald alles verlieren. Schon seit Wochen sind die Server von World of Warcraft abgeschaltet, wegen rechtlicher Streitigkeiten beim Wechsel des lokalen Publishers. Doch das scheint längst nicht alles zu sein.

WOW in China - Noch mehr Ärger für Blizzard

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Run auf WOW in Berlin. Solche Bilder wären in China undenkbar, wenn sich der Verdacht der GAPP bestätigen sollte.
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Ein anonymer Insider hat sich jetzt zu Wort gemeldet und Hinweise darauf geliefert, dass die GAPP, Chinas Amt für Rundfunk und Presse, gegen den Spielepublisher ermittelt. Es bestehe der Verdacht, dass Blizzard Entertainment und der Publisher NetEase ein Joint Venture gegründet haben, eine gemeinsame Tochtergesellschaft von mindestens zwei rechtlich und wirtschaftlich getrennten Unternehmen. Einen solchen Deal zwischen chinesischen und ausländischen Unternehmen in dieser Branche verbieten allerdings Chinas Gesetze.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen sowohl NetEase als auch Blizzard schwerwiegende Konsequenzen. Ohne die Zustimmung der GAPP darf in China kein Titel öffentlich gezeigt, gehandelt oder beworben werden. World of Warcraft könnte damit also aus dem Reich der Mitte verbannt werden. Damit würde Blizzard Entertainment auf einen Schlag rund die Hälfte seiner elf Millionen Kunden verlieren.

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