Zum voraussichtlich letzten Mal vor dem zweiten World of Warcraft-Addon „Wrath of the Lichking“ gehen heute in Azeroth für einige Stunden die Lichter aus. Es ist Patch-Tag – und zwar ein ganz besonderer. Denn das Content-Update 2.4 bringt mit „Wut des Sonnenbrunnens“ weit mehr als einige wenige Bugfixes oder Verbesserungen. Wir sagen, was euch nach dem Download in der Welt von Warcraft erwartet.

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Wut des Sonnenbrunnens

Der Kampf um die Scherbenwelt ist vorerst gewonnen, Illidan besiegt, Kael’thas Sonnenwanderer und Lady Vashj liegen ebenfalls im Staub. Für Blizzard ist die Geschichte um die zerklüfteten Ebenen der Parallelwelt damit zunächst abgeschlossen, der nächste Storyabschnitt führt uns nun nach Quel’Thalas, dem Standort des mystischen Sonnenbrunnens. Moment: Quel…wie? Sonnenbrunnen?

World of Warcraft: The Burning Crusade - Wut des Sonnenbrunnens: Alle Infos zu Patch 2.4

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Quel'Thalas, der Standort des mächtigen Sonnenbrunnens, ist jetzt ein verderbter Landstrich.
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Wir erinnern uns: Nach seiner Verwandlung in einen blutrünstigen Todesritter, fiel Arthas mit der untoten Geißel in Quel'Thalas ein, der Heimat der Hochelfen, und zerstörte die Quelle ihrer magischen Energie – den Sonnenbrunnen. Zerschlagen und ihrer einstigen Macht beraubt, wurden die edlen Spitzohren zu magiesüchtigen Blutelfen. Prinz Kael’thas führte sein Volk in die Weiten der Scherbenwelt, um dort Pläne für ihre Rückkehr schmieden zu können.

Und eben diese Rückkehr thematisiert „Wut des Sonnenbrunnens“. Denn obwohl Kael’thas in der Festung der Stürme fiel, wird er seit einiger Zeit in Quel’thalas gesehen. Allerdings nicht in der bekannten Gestalt: Dem Wahnsinn nahe und verdorben von den teuflischen Energien der brennenden Legion, wartet er am Rande des Sonnenbrunnens auf die Ankunft seines neuen Meisters: Kil’jaeden.

Instanzier mir

Nachdem Zul’Aman im letzten Patch eher für kleine Casual-Raidgruppen gedacht war, dürfen sich nun vor allem Topgilden auf Update 2.4 freuen: Gleich zwei neue Instanzen finden ihren Weg ins Spiel. Das Sonnenbrunnenplateau ist für 25 Mann ausgelegt und soll (dank Dämonenfürst Kil’jaeden) der derzeit schwerste WoW-Dungeon werden, „Die Terasse des Magisters“ (normal und heroisch) richtet sich hingegen an Gruppen mit bis zu fünf Spielern.

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Kil'jeaden ist einer der letzten großen Bosse im Warcraft-Universum. Was kommt danach?
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Dort treffen versierte Kämpfer dann auf die korrumpierte Version von Kael’thas und können diesen von seinem Leid erlösen. Natürlich wartet in beiden Instanzen wieder mächtige Beute auf neue Besitzer: Die Raidinstanz „Sonnenbrunnenplateau“ lockt mit Gegenständen, deren Stärke sogar über die begehrten T6-Items hinausgehen, im 5-Spieler-Teil entspricht die Wertigkeit vieler Gegenstände immerhin dem Karazhan-Niveau. Für Jäger besonders reizvoll: Kil’jaeden führt einen legendären Bogen mit sich, der keine Pfeile verbraucht.

Als Ausgangspunkt für beide Dungeons dient die Insel des Sonnenbrunnens, auf der ihr euch für die kommenden Schlachten wappnen könnt oder neue Quests ergattert. Viele davon sind so genannte Daily Quests, dürfen also täglich absolviert werden. Übrigens: Mit Patch 2.4 wird die Zahl der möglichen Daily Quests auf 25 angehoben. Die neue NPC-Fraktion „Offensive der Zerschmetterten Sonne“ gewährt euch bei ausreichend hoher Rufstufe zudem noch stärkere Gegenstände und Waffen.

Miteinander gegeneinander

Eine weitere größere Neuerung betrifft das PVP-System bzw. die Arenen. Mit 2.4 kann jeder Spieler einen Level 70-Charakter auf speziellen Arena-Realms erstellen und dort seine Fähigkeiten testen. Und dies unter fairen Bedingungen: Von Beginn verfügen alle Charaktere über die besten epischen Ausrüstungsgegenstände im Spiel. Kleiner Wermutstropen: Die Anmeldung für dieses Turnier kostet satte 15Euro.

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Die schicken Drachenfalken gibt's ab 2.4 auch als Flugmount.
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Für die gewöhnlichen Ingame-Arenen gilt ab 2.4: Die allgemeinen Wartezeiten werden verkürzt, Spiele schneller erstellt. Gerade im 2on2-Modus musste man bisher viel Geduld aufbringen, wenn man nach fähigen Kontrahenten gesucht hat. Toller Nebeneffekt: Ehrenpunkte werden ab sofort direkt auf eurem PVP-Konto gutgeschrieben – man muss also nicht mehr auf das tägliche Update warten.

Die wichtigste Neuerung für PVP-Fans betrifft die Kriegshymnenschlucht: Dort sind die Flaggen ab Patch 2.4 nun bereits 45 Sekunden nach Spielstart verfügbar. Außerdem erhält der Flaggenträger nach 10 Minuten Spielzeit satte 50 Prozent mehr Schaden, nach 15 Spielminuten sogar 100 Prozent. Blizzard versucht auf diese Weise die teils endlos langen Matches dynamischer und fairer zu gestalten.

Immer die Balance wahren

Große Veränderungen bahnen sich vor allem für Berufstätige an: Für viele Berufe (wie Schneider oder Schmied) gibt es neue Epic-Rezepte, die dank ihrer Werte (Tempowertung, Ausdauer) in erster Linie für PVP-Spieler interessant sein dürften. Trotz der hohen Materialkosten gibt es trotzdem eine freudige Nachricht: Urnether verliert ab Patch 2.4 den Status „bind on pickup“ und kann somit auch im Auktionshaus gekauft werden.

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Brutalus ist einer der dicksten Bosse der 25- Spieler-Instanz.
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Kommen wir zu dem Punkt, der nach jedem Patch am heißesten diskutiert wird: die Klassenbalance. Die größten Änderungen durchlebt dieses Mal der Schamane. Diese dürfen sich nun deutlich schneller in einen Geisterwolf verwandeln, der durch das Stellen von Totems ausgelöste globale Cooldown wurde auf eine Sekunde verringert. Spannend für die Heiler: Die Manaregeneration wird mit 2.4 drastisch erhöht.

Trotz vieler guter Neuerungen dürfte aber nicht jeder Spieler mit dem neuesten Patch zufrieden sein. Blizzard hat sich dazu entschieden, auch Gelegenheitsspielern mächtigere Items zu gewähren. Daher wird man nun für die „Marken der Gerechtigkeit“, die man unter anderem auch in heroischen Instanzen findet, extrem hochwertige Gegenstände (etwa T5-Niveau) erhalten. Zudem werden viele epische Edelsteine ebenfalls per Marken-System bei den Händlern Azeroths zur Verfügung stehen.