Als passionierter World of Warcraft-Spieler braucht man vor allem Eines: Geduld. Ein halbes Jahr ist es jetzt her, seit mit Patch 2.1 das letzte Content-Update auf die Server gespielt wurde. Damals wurden die Tore von Illidans schwarzem Tempel geöffnet. Seither herrscht Funkstille, lediglich einige kleinere Verbesserungen fanden mit Version 2.2 ihren Weg ins Spiel.

Doch viel Geduld zahlt sich ja letztlich immer aus: Am heutigen Mittwoch wurde nach langer Testphase endlich das lang ersehnte Update „Die Götter von Zul’Aman“ aufgespielt. Die Features: eine neue Instanz, frische Reittiere und Gildenbanken – wir präsentieren euch die Details und geben einen Ausblick in die Zukunft.

World of Warcraft: The Burning Crusade - Felmyst Firstkill mit For the Horde32 weitere Videos

Die Götter von Zul’Aman

Beinahe ein Jahr streifen wir nun schon durch die zerklüfteten Lande der Scherbenwelt, doch nur die Wenigsten werden bisher alle Raid-Dungeons des Addons erkundet haben. Legendär schwere Bosse wie Illidan, Archimonde, Kael’thas und Lady Vashj bekommen meist nur absolute Top-Gilden überhaupt zu Gesicht. Da ist es schön, dass Blizzard auch die Gelegenheitsspieler nicht vergisst.

World of Warcraft: The Burning Crusade - Patch 2.3 ist da: Was gibt's Neues in Azeroth?

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/5Bild 268/2721/272
Beeindruckend von außen, schwierig von innen: Die neue 10-Mann-Instanz Zul'Aman.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Nach Karazhan erscheint nun mit Zul’Aman die nächste 10-Spieler-Instanz, die vom Schwierigkeitsgrad direkt an Medivhs verfluchten Turm anknüpfen soll. Insgesamt warten dort sechs verschiedene Bosse auf euch, angeführt von Zul’jin, dem Obermotz der Waldtrolle. Jeder von ihnen verwandelt sich während des Kampfes in verschiedene tierische Aspekte (wie Luchs- oder Bärenform) - man merkt es schon, thematisch orientiert sich Blizzard stark an der Classic-Instanz Zul’Gurub.

Das Besondere an Zul’Aman ist das neue „Loot auf Zeit“-System, welches erstmals nicht das Ruffarmen bei einer bestimmten Fraktion erfordert, um besonders wertvolle Gegenstände zu erhalten, sondern sich nach der Geschwindigkeit eurer Bosskills richtet. Jeweils 20 Minuten bleiben euch, um den jeweiligen Tieravatar zu töten, nach zwei Stunden muss auch Zul’jin im Staub liegen.

Packshot zu World of Warcraft: The Burning CrusadeWorld of Warcraft: The Burning CrusadeErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Der Aufwand lohnt sich, tragen die Bosse doch epische Gegenstände von hoher Qualität (etwa T5-Niveau) bei sich. Schafft ihr es einmal nicht, die 20 Minuten-Grenze einzuhalten, verfällt der Versuch für diese ID und die Beute fällt qualitativ dementsprechend schlechter aus. Für eingespielte und gut ausgerüstete Gruppen sollte der knappe Zeitrahmen jedoch machbar sein. Im Gegensatz zu Karazhan wird Zul'Aman zudem alle vier Tage zurück gesetzt. Auf unserer WoW-Community-Seite findet ihr übrigens schon jetzt einen kompletten Zul’Aman-Guide.

„Is’ doch nich’ normal für ´ne Bank!“

Endlich findet auch ein weiteres lang versprochenes Feature seinen Weg in die Welt von Warcraft: die Gildenbanken. Bisher ließen sich Transaktionen nur sehr beschwerlich ausführen, Sammlungen für Raids etc. mussten umständlich über Twinks (also Zweitcharaktere) organisiert werden. Mit den Gildenbanken hat dies nun ein Ende: In speziellen Gebäuden findet ihr nun ein Ablagefach, um Gold und Materialien zu verstauen.

World of Warcraft: The Burning Crusade - Patch 2.3 ist da: Was gibt's Neues in Azeroth?

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/5Bild 268/2721/272
Der Bärenavatar Nalorakk ist der erste Boss.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Den vollen Zugriff hat nur der Gildenleiter, per Rechtesystem sind jedoch auch normale Mitglieder in der Lage, Gegenstände und ähnliches zu deponieren. Sehr cool: Wollt ihr in einer der Hauptstädte eure Rüstungen und Waffen reparieren, fragen euch die NPC-Händler nun, ob ihr das nötige Gold aus der eigenen Tasche oder der Gildenbank zahlen möchtet – das ist Komfort.

Schöner Reiten

Die weiteren Änderungen sind allesamt eher kleinerer Natur, für echte WoW-Profis aber dennoch unabdingbar. Ein sehr willkommenes Feature ist beispielsweise die Änderung der Level-Up-Geschwindigkeit. Charaktere der Stufen 20 bis 60 steigen jetzt nämlich deutlich schneller auf – ideal um einen Twink möglichst flink hochzuziehen oder Neueinsteigern den Zugang zur Scherbenwelt rasch zu ermöglichen.

World of Warcraft: The Burning Crusade - Patch 2.3 ist da: Was gibt's Neues in Azeroth?

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/5Bild 268/2721/272
Die Flugmaschine können nur die versiertesten Ingenieure zusammen bauen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Um dem Ziel des Maximal-Levels näher zu kommen (oder vor einem Raid noch einmal für Goldnachschub zu sorgen), hat Blizzard viele neue Daily-Quests, also Aufgaben, die man nur einmal pro Tag lösen kann, eingeführt. Diese findet ihr nun auf den Schlachtfeldern oder in normalen und heroischen Dungeons. Wo genau ihr suchen müsst, bestimmt sich aber jeden Tag aufs Neue zufällig.

Wer gerne hoch hinaus möchte, setzt auf eines der neuen fliegenden Reittiere. So kann man sich jetzt bei der cenarischen Expedition einen Hippogryphen unter den virtuellen Nagel reißen, einen Kriegsbären in Zul’Aman erbeuten oder (vorausgesetzt man beherrscht die Ingenieurskunst perfekt) das erste herstellbare Flugmount zusammen basteln: die Flugmaschine in normaler und epischer Form.

Als letzte interessante Neuerung führen uns die Irvinder Blizzard-Mannen zurück in die alte Welt, genauer in die Düstermarschen. Das einstige Heim von Drachenlady Onyxia wurde komplett überarbeitet. So gibt es jetzt eine neutrale Goblinstadt (Mudsprocket) samt Flugpunkt und eigenem Friedhof, neue Monster und viele neue Quests, die Charakteren der Stufe 30 das Leveln erleichtern sollen. Auch das Aussehen der Zone wurde überarbeitet.

Was kommt danach?

Klar, der aktuelle Patch wurde gerade erst auf die Server gespielt. Zeit also für intensive Tests und viele vergnügliche Stunden in Zul’Aman. Trotzdem möchten wir kurz einen Blick nach vorn wagen: Was erwartet uns nach Patch 2.3? Nun, das nächste Update steht schon in den Startlöchern. Zwar ist noch nicht allzu viel bekannt über Patch 2.4, dennoch gibt es bereits eine spannende Ankündigung.

World of Warcraft: The Burning Crusade - Patch 2.3 ist da: Was gibt's Neues in Azeroth?

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/5Bild 268/2721/272
Mudsprocket dient als neutraler Wegpunkt in den Düstermarschen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Für Viel-Raider und Hardcore-Gamer gibt es nämlich schon beim nächsten Update Instanzen-Nachschub: Dann öffnet das Sonnenbrunnen-Plateau, ein Level-70-Dungeon in den östlichen Königreichen, seine Tore und greift die Geschichte um die zerstörte Energiequelle der Hochelfen auf. Geplant sind eine 5-Mann-Instanz (normal und heroisch) und ein 25-Spieler-Teil, der nach bisherigen Infos richtig knackig werden soll. Dortiger Endgegner: Oberdämonen-Lord Kil’Jaeden.

Bisherigen Planungen zufolge soll Patch 2.4 dann auch das letzte Update vor der kommenden Erweiterung „Wrath of the Lich King“ sein. Dieses lockt mit einem neuen Kontinent, Maximallevel 80 und unzähligen Talenten, Gegenständen sowie Quests. Bleibt zu hoffen, dass wir bis dahin nicht auch ein halbes Jahr warten müssen.