Wenn es einen Blizzard-Entwickler gibt, dessen Name immer wieder in den offiziellen Foren auftaucht, dann ist das ein gewisser "Ghostcrawler". Dahinter verbirgt sich Greg Street, der als Lead Systems Designer bei Blizzard unter anderem für die Klassen-Balance in World of WarCraft zuständig ist. Keine leichte Aufgabe, nörgeln doch so gut wie alle Spieler ständig, dass ihre Klasse gegenüber anderen benachteiligt sei. gamonas US-Reporter Roland Austinat schnappte sich Greg auf diesjährigen BlizzCon für ein Gespräch unter vier Augen.

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Schock: Ghostcrawler hat noch keine "Meister der Lehren"-Achievements!

gamona: Hallo Greg, mit World of WarCraft habt ihr es geschafft, dass mein Fernsehkonsum in den letzten fünf Jahren stark zurück gegangen ist. Ich spiele seit 2004 einen Paladin ...

Greg Street: Coole Sache!

gamona: ... dessen Buffs noch immer kürzer als die aller anderen Klassen sind. Klar, zehn beziehungsweise 30 Minuten sind besser als fünf Minuten in alten Molten-Core-Zeiten, aber eben immer noch keine 60 Minuten, die ein Magier-, Priester- oder Druiden-Buff anhält.

World of Warcraft: Cataclysm - Greg "Ghostcrawler" Street: Der Meister aller Klassen im Exklusiv-Interview

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"Die Buff-Zeiten des Paladins werden wir uns sicher mal ansehen."
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Greg Street: Das stimmt. Wir haben gemerkt, dass kurze Buffs wirklich keinen Spaß machen - ich würde mich also nicht wundern, wenn sich daran bald etwas ändern würde.

gamona: Du scheinst niemals zu schlafen - kaum ein anderer Blizzard-Designer ist so sehr wie du in den Foren aktiv, oft mit langen Kommentaren und Diskussionsbeiträgen. Hand aufs Herz, kommst du da eigentlich noch zum Spielen? Macht dir das noch Spaß?

Greg Street: Ja, ich spiele noch immer viel. Das schulde ich World of WarCraft, denn ich will lieber mit eigenen Augen sehen, was abgeht, als es aus dritter Hand zu hören.

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gamona: Womit verbringst du deine Zeit am liebsten? Mit PvE-Raids? PvP in Arenen und Schlachtfeldern? Oder bist du ein großer Quest-Fan?

Greg Street: Ich würde sagen, dass ich etwa gleich viel PvE und PvP spiele. Ich bin kein riesengroßer Quest-Abhaker, ich erledige zwar die wichtigsten Aufgaben, aber meine "Meister der Lehren"-Achievements habe ich noch nicht.

"Ich bevorzuge die stärkste Klasse...."

gamona: Spielst du dabei immer den gleichen Charakter? Oder wechselt das je nach Lust und Laune?

Greg Street: Ich bevorzuge natürlich immer die Klasse, die die stärkste von allen ist und über die sich alle Spieler am meisten beschweren. (lacht) Nein, Spaß beiseite, ich bin jetzt schon so lange dabei, dass ich immer mal wieder eine neue Klasse ausprobiere, wenn es mir etwas zu langweilig werden könnte.

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"Wenn die Spieler wüssten, welche Klasse ich spiele, könnte man mir Befangenheit vorwerfen."
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gamona: Hm, es scheint, als wolltest du uns wirklich nicht verraten, welcher Klasse dein Hauptcharakter angehört.

Greg Street: Wenn das alle wüssten, wäre das ziemlich gefährlich.

gamona: Gefährlich?

Greg Street: Ja, denn wenn ich zum Beispiel sagen würde, dass ich einen Resto-Druiden spiele, würden sich die Spieler in den Foren sofort darauf stürzen und sagen: "Aha! Deswegen sind die im Vergleich mit anderen Klassen so mächtig." Oder: "Deswegen ist mein Magier so schlecht, weil Ghostcrawler einen Druiden spielt und deswegen keine Ahnung von Magiern hat."

gamona: Wo du die Foren ansprichst - wie ernst nehmt ihr die? Schließlich ist dort ja nur ein Bruchteil der über elf Millionen WoW-Spieler aktiv. Denkst du dir da manchmal: Mit dieser Änderung werde ich zwar die Leute in den Foren zufrieden stellen, doch werde ich nächste Woche noch einen Job haben, wenn deswegen eine Million Spieler der World of WarCraft Lebewohl sagen?

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"Wir können nicht alle Stimmen aus den Foren berücksichtigen - dort wird schließlich nicht der gesamte Teil der Spieler repräsentiert."
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Greg Street: Das ist in der Tat eine sehr kniffelige Angelegenheit. Sehr viele unserer Spieler haben kein Interesse daran, was in den Foren besprochen wird, denen wollen wir keinen Grund liefern, mit dem Spiel unzufrieden zu sein. Wenn wir andererseits von Problemen hören, die wir vielleicht sogar schon selbst erlebt haben, werden wir natürlich hellhörig. Wir stehen auch mit etlichen erfahrenen PvE- und PvP-Spielern außerhalb der Foren in Kontakt.

Die sagen uns dann oft unverblümter als in den Foren ihre Meinung, weil sie keine Angst davor haben müssen, dort von anderen Leuten in der Luft zerrissen zu werden. Und wenn wir manchmal das Gefühl haben, es keinem Recht machen zu können, ist eine Veranstaltung wie die BlizzCon ein guter Gradmesser - hier treffen wir auf 20,000 Fans, die von unserem Spiel begeistert sind.

Schnell noch Questen, bevor "Cataclysm" kommt?

gamona: Schade nur, dass diese 20,000 Fans schon ein paar Tage vor der BlizzCon so gut wie alle Details zur neuen Cataclysm-Erweiterung lesen konnten.

Greg Street: Ach, das passiert halt manchmal, wenn man zu Planungszwecken im Vorfeld einer solchen Veranstaltung mit so vielen verschiedenen Leuten sprechen muss. Wir haben uns gefreut, dass unsere Fans die Ankündigungen immer noch so begeistert aufgenommen haben und dass wir noch ein paar Informations-Trümpfe in der Hinterhand hatten, von denen noch niemand etwas wusste.

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"Eine wichtige Frage für uns: Was passiert eigentlich mit eurem Charakter, der in Azeroth ausloggt und nach dem Kataklysmus online geht."
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gamona: Gleich mal eine Frage zu Erweiterung. Nehmen wir an, ich habe einen Level-40-Charakter mit zehn unerledigten Quests. Ich logge mich am Abend vor dem Catacylsm-Erscheinungstermin aus und lege mich nichtsahnend schlafen. Was passiert dann am nächsten Morgen, denn es haben sich ja so ziemlich alle Zonen des Spiels verändert. Kann ich zum Beispiel manche Quests nicht mehr erledigen, weil ich nicht zu den Aufgabenstellern komme oder die am Ende gar in einer Lavaspalte verglüht sind?

Greg Street: Wenn die Aufgaben zu denen gehört haben, die wir aus dem Spiel genommen haben, verschwinden sie einfach aus deinem Quest-Logbuch. Einige bleiben natürlich da drin, denn wir werden nicht jede einzelne Aufgabe des Ur-Spiels gegen eine neue austauschen können - und es sind ja auch nicht alle so schlecht, dass sie ausgetauscht werden müssten.

Es wird allerdings eine Menge neuer Missionen geben, die euch darüber aufklären sollen, was im Zuge des Cataclysm alles passiert ist. Und wenn wir deinen Gedanken mal etwas weiter spinnen: Wir müssen uns auch überlegen, wo euer Charakter am nächsten Morgen wieder aufwacht - denn der Ort, an dem er sich zur Ruhe gebettet hat, existiert vielleicht gar nicht mehr. Vielleicht teleportieren wir euch in die nächstgrößere Stadt ...

gamona: ... oder vielleicht wachen wir ja auch in einer Art Lazarett auf, wo wir über die Vorfälle der letzten Nacht informiert werden.

Greg Street: Genau. Die letzten beiden Erweiterungen waren in dieser Hinsicht ein Kinderspiel - ihr seid an Bord eines Schiffes oder durch das Dunkle Portal gegangen und habt dadurch einen neuen Kontinent erreicht. Cataclysm ist für uns deshalb sowohl herausfordernd als auch sehr spannend.

Neues, altes Azeroth mit Zwergenschamanen gewürzt

gamona: So langsam freunde ich mich wirklich mit der Idee an, in eine neue alte Welt zurückzukehren ...

Greg Street: Wir wollen ja auch nicht zu viele der Elemente loswerden, die unsere Spieler lieb gewonnen haben. Klar gibt es einen Nostalgiefaktor und Sprüche wie "Ich erinnere mich noch wie heute daran, als ich zum ersten Mal dies und jenes gemacht habe", aber eine Welt im Umbruch gibt den Spielern die Chance, kreuz und quer durch Azeroth zu reisen und zu entdecken, was sich alles verändert hat. Gleichzeitig bekommen wir als Designer die Gelegenheit, die alte Welt auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, damit sie noch schöner als bisher aussieht.

gamona: Ihr habt auch neue Klassen-Rassen-Kombinationen angekündigt. Gnom-Priester kann ich mir noch irgendwie erklären, genauso Nachtelfen-Magier, die wieder von ihrem alten, magischen Laster angelockt werden, aber: Tauren-Paladine? Verbiegt ihr damit die Hintergrundgeschichte nicht etwas zu stark?

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"Derzeit finden sich bereits neue NPCs in Thunderbluff, die nach neuen Wegen der Magie suchen - etwa dem des Paladins."
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Greg Street: Darüber haben wir sehr lange diskutiert. Wir wollen immer wieder Elemente ins Spiel bringen, die Spaß machen und aufregend sind, anstatt nur auf Nummer sicher zu gehen. Und wenn ihr euch in in der Tauren-Hauptstadt Thunderbluff mal genauer umschaut, entdeckt ihr schon jetzt ein paar neue NPCs. Die denken derzeit darüber nach, ob Druiden und Schamanen den Weg zur Magie für sich gepachtet haben oder ob es nicht auch weitere geben könnte. Vielleicht ist nicht nur der Mond, sondern auch die Sonne anbetungswürdig? So bereiten wir die Grundlage dafür, dass sie das Licht und damit auch die Klassen Priester und Paladin entdecken.

gamona: Bleiben die Zwergen-Schamanen.

Greg Street: Nun ja, einerseits gibt es die Zwerge des Wildhammer-Klans, die schon sehr naturverbunden leben, mit Geschichtsbemalungen, Fellen und Federn, andererseits gehört mit den Draenei schon ein Volk mit Schamanen zur Allianz, das seinen Verbündeten, den Zwergen, beibringen kann, wie man Totems herbeizaubert. Das fanden wir eigentlich ganz passend.

gamona: Gut aus der Affäre gezogen!

Greg Street: (lacht)

Dungeons: Zurück zu alten Stärken

gamona: Zum Start von Cataclysm bekommen wir wieder ein paar neue Dungeons zu Gesicht. Die waren im Ur-World of WarCraft und der ersten Erweiterung stärker mit entsprechenden Quests verwoben. Die Dungeons der aktuellen Erweiterung fühlen sich eher etwas vom übrigen Spielgeschehen losgelöst an. Soll das so bleiben?

Greg Street: Ich glaube, wir sollten Spielwelt und Dungeons wieder etwas besser miteinander verbinden. Bei Wrath of the Lich King war unsere Überlegung, dass wir den Spielern den Zugang zu den neuen Dungeons nicht zu schwer machen wollten. Andererseits muss ich zugeben, dass die aktuellen Dungeons generell sehr zugänglich sind - viel stärker als noch zu Zeiten, in denen man in einem schon mal vier Stunden unterwegs sein konnte.

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"In den neuen Dungeons werden wir sicherlich neue Fraktionen einführen, die die alten ersetzen."
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gamona: Mit zahlreichen klassischen Dungeons sind spezielle Fraktionen inklusive eigener Ruf-Stufen verbunden. Wenn ich Bosse zur Strecke bringe oder Aufgaben erledige, klettere ich die Ruf-Karriereleiter empor, von "hasserfüllt" bis "ehrfürchtig". Sollte ich jetzt vor dem Erscheinen von Cataclysm den Ruf von Fraktionen wie der Thoriumbruderschaft oder der Hydraxianer maximieren, weil die Umwälzungen auf Azeroth ja auch nicht vor Dungeons Halt machen?

Greg Street: Das ist eine gute Frage. Traditionell haben wir mit jeder Erweiterung neue Fraktionen eingeführt, damit niemand dafür bestraft wurde, die "alten" Fraktionen nicht komplett ausgebaut zu haben. Aus der Argentumdämmerung wurde beispielsweise der Argentumkreuzzug mit einem ähnlichen Grundmotiv. So etwas könnte ich mir auch für Cataclysm vorstellen. Aber ganz ehrlich: Wir wissen es derzeit einfach noch nicht.

gamona: Schaden kann es aber nicht, wenn ich jetzt noch den Ruf maximiere, oder?

Greg Street: Sicherlich nicht.

Willkommene Alternativen zum Grinden

gamona: Wie sieht es mit den beiden Raid-Instanzen von Ahn'Qiraj in Silithus aus? Bleiben die uns erhalten?

Greg Street: Ja, ich denke, dass es die weiterhin geben wird. Uldum greift die ägyptischen Einflüsse von Ahn'Qiraj auf und mischt sie mit der Architektur der Titanen, die wir aus Northrend kennen. Und: Die alten Götter spielen auch in Cataclysm eine Rolle, wie schon in AQ40 und Ulduar.

gamona: Lass uns etwas über die gewerteten Schlachtfelder reden, die ja bei ihrer Ankündigung gehörig bejubelt worden sind.

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"In Uldum werden wir die Elemente aus Ulduar und Ahn'Quiraj miteinander verbinden."
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Greg Street: Oh ja, darauf freue ich mich persönlich schon sehr.

gamona: So wie ich es verstehe, wird es ein gewertetes Schlachtfeld pro Woche geben. Nur in diesem bekommen wir für einen Sieg Punkte, ist das richtig?

Greg Street: So ungefähr. Dabei wollen wir vor allem sicherstellen, dass die gewerteten Schlachtfelder nicht zur stupiden Farmerei verkommen, in denen ihr euch etwa in drei Tage lang nonstop in Warsong Gulch um die Ohren schlagt, um eure Position zu verbessern. Das mögen wir am Arena-System: Wer will, spielt seine begrenzte Anzahl von Partien und macht dann eine Woche Pause.

Das ist eine bessere Lösung, als die Spieler dafür zu belohnen, dass sie so viele Stunden Spielzeit wie nur möglich in Arenen oder Schlachtfelder investieren. Wir wollen nicht, dass sich drei Leute ein Konto teilen, um 24 Stunden am Tag den höchsten Rang zu erfarmen, sondern dass sie diesen Rang erreichen, weil sie weniger Schlachtfelder mit hervorragenden Resultaten bestritten haben.

Schlachtfeld vs. Arena: Woher kommen eigentlich die kleinen Punkte?

gamona: Das bedeutet, dass wir für unsere Punkte auch nicht deutlich mehr Schlachtfelder als Arenen spielen müssen, etwa 50 Schlachtfelder statt zehn Arena-Partien pro Woche?

Greg Street: Nein. Ich weiß nicht, wie viele es letztendlich sein werden, aber die Zahl soll vergleichbar mit denen der Arena sein. Und wer unbedingt noch mehr spielen will, kriegt nach wie vor Ehrenpunkte in den Schlachtfeldern.

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"In den gewerteten Schlachtfeldern zählt nicht der Wille zu Grinden, sondern Können und Zusammenspiel."
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gamona: Wie bewertet ihr in den Schlachtfeldern die Leistungen einzelner Spieler? Nach maximal angerichtetem Schaden, ausgeschalteten Gegnern oder erfolgreich geheilten Teamkollegen?

Greg Street: Ganz einfach nach einem Sieg, denn darin spielen alle von dir genannten Punkte eine Rolle. Gleichzeitig bestrafen wir euch nicht: Ihr könnt in gewerteten Schlachtfeldern keine Punkte beziehungsweise keine Rangstufen verlieren. Denn wir wissen, dass ein Schlachtfeld mit bis zu 40 Spielern viel mehr vom Zufall abhängt als ein Arena-Match, in dem höchstens fünf Gladiatoren pro Team kämpfen.

gamona: Wenn der Gewinn eines Schlachtfelds das einzige Kriterium ist, was passiert dann mit den Spielern, die nach dem Start der Kampfhandlungen zum Geschirrspülen verschwinden oder lieber ein Buch lesen? Sprich, die sich von anderen Spielern Ehrenpunkte frei Haus liefern lassen?

Greg Street: Ihr könnt einem gewerteten Schlachtfeld nur als Gruppe beitreten - deutlich riskanter für einen Lau-Malocher: Der riskiert nämlich, von den Mitspielern gekickt zu werden, denn für die geht es schließlich um ihre Punkte.

Volles Inventar und andere Wehwehchen

gamona: Nehmen wir an, ich bin ein alteingesessener PvP- oder Raid-Experte und lagere in meinen Banktaschen stapelweise schicke Rüstungen - lassen die sich nicht etwas platzsparender aufbewahren?

Greg Street: Ja, das Problem kenne ich, vor allem, weil ihr ja hart für eure Rüstungen geackert habt. Dafür hätte ich gerne eine Lösung. Denkbar wäre vielleicht, eine mehrteilige Rüstung zu einem einzigen Gegenstand zusammenzufassen, der dann nur einen einzigen Platz im Inventar belegt. Ich besitze selbst noch ein Quel'Serrar-Schwert und die Tier-1/2-Rüstungen, die kann ich ja noch nicht mal zu einem Bank-Charakter schicken, weil sie seelengebunden sind.

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"Wer mit den neuen Rassen twinken möchte, erhält vielleicht bald die Möglichkeit, Embleme zu verschicken."
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gamona: Wo wir bei den Gegenständen sind: Accountgebundene Gegenstände sind eine große Hilfe, wenn man einen neuen Charakter hochleveln möchte. Wie wäre es denn mit accountgebundenen Emblemen, die man an einen "kleineren" Charakter senden und für die sich dieser dann neue Ausrüstungsteile kaufen kann?

Greg Street: Darüber haben wir uns auch schon Gedanken gemacht. Wir wollen nicht, dass es trivial wird, einen neuen Charakter hochzuleveln, aber andererseits hat jemand mit einem Level-80-Helden schon eine Menge Zeit mit World of WarCraft verbracht. Vielleicht gibt's eines Tages mal eine Art Umtausch-System, mit dem ihr eine begrenzte Zahl von Emblemen pro Woche zu einem anderen Charakter schicken könnt - aber das steht alles noch in den Sternen, da gibt's noch keine konkreten Pläne.

gamona: Greg, vielen Dank für dieses Gespräch.

Greg Street: Gern geschehen, das waren ein paar feine Fragen.