Wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mitteilt, konnte man vor Gericht einen Sieg gegen Blizzard verbuchen.

World of Warcraft - Landgericht Berlin untersagt neun Klauseln in den Nutzungsbedingungen

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuWorld of Warcraft
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 1482/14831/1483
Blizzard musste die Nutzungsbedingungen ändern.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

In Blizzards Nutzungsbedingungen zum MMORPG World of Warcraft hieß es unter anderem, dass man etwa bei einer fehlgeschlagenen Abbuchung von der Kreditkarte des Kunden dessen Zugang fristlos und ohne vorherige Mahnung sperren sowie seinen Account löschen dürfe.

Das gelte auch dafür, wenn eine Abbuchung vom Konto des Kunden "aus irgendwelchen Gründen" zurückbelastet wurde. Wie der vzbv hier deutlich macht, konnte Blizzard also auch dann den Zugang sperren bzw. den Account löschen, wenn es beispielsweise einen Fehler in der Buchhaltung des Anbieters geben sollte oder eine Lastschrift aus "berechtigten Gründen" zurückkegeben werde.

Insgesamt neun Klauseln lehnte das Landgericht Berlin. Die Richter sollen zusätzlich beanstandet haben, "dass die Kündigungsrechte der Kunden selbst nach einem Totalausfall des Online-Spiels stark eingeschränkt oder sogar ausgeschlossen waren".

Hier schreibt man: "So sollte nach den Nutzungsbedingungen von Blizzard Entertainment ein Spieler nur dann kündigen dürfen, wenn der Service mehr als 72 Stunden in Folge ausgesetzt oder unterbrochen wurde – wenn ein Ausfall vorher angekündigt wurde, entfiel das Kündigungsrecht sogar ganz, unabhängig von der Dauer. Selbst wenn der Telekommunikationsbetreiber für den Ausfall verantwortlich war, wurde eine Kündigung in diesen Fällen ausgeschlossen."

Außerdem kreidete das Gericht eine Klausel an, mit der sich Blizzard das Rechte einräumte, die Nutzungsbedingungen, Leistungen und Preise jederzeit und nahezu beliebig ändern zu können. Sollte es sich für die Verbesserung des Spielerlebnisses als nützlich herausstellen, sei die Einführung neuer Gebühren laut den Nutzungsbedingungen zulässig. Aber das sieht das Gericht anders.

Die Bedingungen wurden von Blizzard inzwischen angepasst. Das Urteil sei aber noch nicht rechtskräftig.

World of Warcraft ist für PC erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.