Mit einer etwas merkwürdigen Aussage hatte Phoenix-Moderator Michael Sahr im vergangenen Monat World of Warcraft beschrieben, wofür er sich nun in einer Videobotschaft entschuldigt hat. Auch der Sender selbst gab eine kurze Stellungnahme ab.

World of Warcraft - "Kriegstreibend gegen die Islamisierung": TV-Sender Phoenix entschuldigt sich

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Die 'World of Warcraft'-Erweiterung Mists of Pandaria
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In einem Interview zum Prozessauftakt gegen den Amokläufer Anders Breivik wurde das Thema World of Warcraft angesprochen, welches vom Moderator anschließend als kriegstreiberisches Spiel beschrieben wurde, in dem Spieler in mittelalterliche Rollen schlüpfen, um die Welt zu retten und „in gewisser Weise auch Europa vor einem Teil der Islamisierung.“

Für seinen Fehler, der einem anstrengenden Arbeitstag geschuldet sei, entschuldigt sich Michael Sahr in einem kurzen Video.

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Der Sender Phoenix fügte noch hinzu:

Grundsätzlich ging es in dem Gespräch mit dem Psychiater Prof. Schläpfer am 16. April, dem Tag der Prozesseröffnung gegen Anders Breivik, um die viele Menschen beschäftigende Frage: Welchen Einfluss können Computerspiele auf Gewaltorgien wie in Norwegen haben. „World of Warcraft" ist ein Spiel, das Anders Breivik ein Jahr lang vor seiner Tat täglich bis zu 16 Stunden gespielt hat. Das Spiel rückte damit wieder in den öffentlichen Fokus und war deshalb natürlich auch Thema unseres Gesprächs. Tatsächlich hat sich dann aber unser Moderator mit dem Hinweis, „die Spieler retten Europa, auch vor einem Teil der Islamisierung in gewisser Weise", geirrt. Das tut uns leid.

Den besagten Interviewausschnitt seht ihr hier:

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