World of Warcraft kostet Zeit. Viel Zeit. Um die Maximalstufe zu erreichen und sich eine respektable Goldmenge und mächtige Gegenstände zu erspielen können schon ein paar Monate ins Land gehen. Spieler, die diesen Zeitaufwand nicht auf sich nehmen wollen, haben durch Level-Dienste und Gold-Verkäufer die Möglichkeit, die virtuellen Güter zum Beispiel beim Online-Auktionshaus Ebay für bare Münze zu erstehen.

Doch Ebay will nun reagieren und dem Treiben ein Ende setzen. Künftig sollen Auktionen mit Gold- oder Charakterangeboten aus dem System entfernt werden. Anbietern der Spielinhalte soll sogar der Account gesperrt werden, falls sie auf eine erste Warnung seitens Ebay nicht reagieren.

Gegenüber der Gamestar äußerte sich nun der ehemalige Geschäftsführer von Gameconomy Tilman Drerup zu diesem Thema. Er sehe den Handel mit Ingame-Gütern als Unterstützung für jene Spieler, die nicht die Zeit eines Vielspielers aufbringen können, aber dennoch Spiele wie Everquest oder WoW genießen möchten. Ferner weist er das Ebay-Argument ab, Goldfarmer würden die Marktwirtschaft eines Online-Spiels zerstören. Ebay versuche sich vielmehr selbst vor Unstimmigkeiten mit den Herstellern und der unklaren Rechtslage zu schützen.

"Ziel dabei ist nicht die Bekämpfung von Händlern wie uns, sondern eigene Probleme mit den Herstellern zu vermeiden, da eBay die Plattform für den Handel stellt und die Rechtslage noch unklar ist. Die "gesunde Marktwirtschaft", die eBay schützen möchte, ist nur der eigene Marktplatz - nicht die der MMORPGs."

Das vollständige Interview findet Ihr hier.

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