Bisher hatte sich die CDU/CSU lediglich auf Ego-Shooter, sogenannte "Killerspiele", eingeschossen, nun fordert sie außerdem das Verbot von World of Warcraft. Die bayrische Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) äußerte im Interview mit der Bild-Zeitung, Spielesucht solle bei Prüfungen der USK ebenfalls berücksichtigt werden.

World of Warcraft - CSU wil WoW verbieten

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Die Luft wird eng: WoW im Fadenkreuz der Killerspiel-Gegner.
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Nach Informationen von golem.de hatte Haderthauer bereits am 28. April einen entsprechenden Vorschlag eingebracht. Am 5. Mai wird das Thema auf einer bayrischen Kabinettssitzung verhandelt. Unter der Überschrift "Jugendschutz - Vollzug und Optimierungsmöglichkeiten" wurden Konsequenzen aus dem Amoklauf von Winnenden diskutiert: Neben einer Verschärfung des Waffenrechts, die beschlossen wurde, hatte "Killerspiel"-Gegner Prof. Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Institut Niedersachsen einen seiner Auftritte.

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Christine Haderthauer (CSU) "will das Killerspiel WoW verbieten" (Bild)
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Im Bild-Interview kritisierte Haderthauer die Arbeit der USK: "Die freiwillige Selbstkontrolle wird von der Medienwirtschaft bezahlt und besetzt", wird die Ministerin von der Gamestar in einem Artikel zitiert. Und: "Da findet eine Vorauswahl des Materials statt. Die schlimmsten Gewaltszenen bekommen die Gutachter oft gar nicht vorgelegt. Das Ergebnis sind Altersfreigaben, über die die Gutachter selbst entsetzt sind, wenn sie das Spiel dann ganz sehen." Ärgerlich sei auch, dass Spiele nicht mehr verboten werden könnten, sobald sie einmal eine Kennzeichnung erhalten haben.

Neben den aktuellen Kriterien, die meist Gewaltdarstellungen verhandeln, müsse die USK außerdem die "Suchtgefahr" von Spielen bei ihren Prüfungen berücksichtigen. Die Altersfreigabe "Ab 12 Jahren " für WoW würde man in der CSU gerne rückgängig machen. Ob daraus wirklich gleich ein "Verbot" folgt, wie die Bild-Zeitung titelt, sei dahingestellt. Ganz abwegig ist das Argument allerdings nicht: Aus dem selben Grund ist der Zugang zu Spielhallen für Minderjährige schließlich auch nicht gestattet.

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