Im Verfahren zwischen der Bossland GmbH aus Zwickau und Blizzard rund um den WoW-Bot HonorBuddy wurde nun ein Urteil ausgesprochen. Demnach darf Bossland keine Software mehr in Deutschland verkaufen, die automatisch Quests sucht, Kräuter und Erze sammelt sowie Wolken farmt (Ingenieurskunst).

Darüber hinaus dürfen die beiden Programme Gatherbuddy und Honorbuddy nicht mehr die Bezeichnung WOW Bot oder World of WarCraft Bot nutzen. Zudem muss Bossland die Verkaufszahlen, den Umsatz sowie den betriebenen Werbeaufwand an Blizzard übermitteln, woraufhin der WoW-Entwickler eine Schadensersatzklage vorbereiten kann.

Bossland ist gegenüber Blizzard laut dem Urteil verpflichtet, den gesamten Schaden zu ersetzen, der durch die verschiedenen Möglichkeiten bzw. Handlungen des Bots entstanden ist und künftig entstehen wird. Sollte Blizzard 650.000 Euro (Sicherheitsleistung) an das Gericht zahlen, ist das Urteil vorläufig vollstreckbar. Da das bislang noch nicht geschehen ist, kann Bossland Honorbuddy weiterhin anbieten.

Das Urteil könnt ihr euch direkt über die offizielle Website von Bossland als PDF herunterladen. Noch nicht mit dabei ist die Urteilsbegründung, die laut dem Betreiber wohl noch per Post eingeflogen kommt.

Schon seit mehreren Jahren streiten sich Blizzard und Bossland vor Gericht. In den nächsten Monaten sollen weitere Verhandlungen stattfinden, darunter Goldverkauf für Diablo 3 und mehr.

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