Camelot Unchained - Belagerungen wie aus dem Geschichtsbuch

Nein werden auch die Fans des legendären Dark Age of Camelot kaum sagen können. Und zwar zu Camelot Unchained, das immerhin dessen geistige Nachfolge antreten soll, ohne an einen gierigen Publisher gebunden zu sein. Der hätte dann auch mit Sicherheit etwas dagegen gehabt, dass Mark Jacobs Camelot Unchained zu einem völlig auf PvP ausgerichteten MMO machen möchte, in dessen Mittelpunkt die Belagerungen von Burgen stehen.

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Und die sollen nicht nur episch werden - sie sollen auch die gleichen Mittel und Möglichkeiten bieten, wie man das aus der Weltgeschichte kennt - schweres Belagerungsgerät inklusive, mit dem sich bekanntermaßen im Spiel auch das Mauerwerk zerstören lässt, “einige Eigen- und Verrücktheiten inklusive”. Derzeit bewege man sich langsam, aber beharrlich vorwärts - und zwar in Richtung der ersten geschlossenen Beta-Phase, so Mark Jacobs, der sein Team auch dafür auch schon mal Überstunden schrubben lässt.

Crowfall - die ersten Mauern fallen

Und weil Belagerungen für PvP-Veteranen tatsächlich ein wesentliches Element sind und kein Wettstreit um die Krone im “Game of Thrones” ohne das Durchbrechen von Mauern auskommt, setzen auch die Entwickler von Crowfall auf Sieges. Und die sind nicht etwa Zukunftsmusik, sondern werden just in diesem Augenblick von einer kleinen Spielerschar in der laufenden Alpha getestet - ähnlich wie in Camelot Unchained mit schwerem Belagerungsgerät und zerstörbaren Bauwerken.

Auch in Crowfall werden in den Burgbelagerungen die Fetzen fliegen.

Und während es im aktuellen Test noch um nicht viel geht als die Ehre, soll schon bald das nächste Modul getestet werden, das sich bezeichnenderweise Throne War nennt und im Kleinen das simuliert, was später einmal eine der Säulen des Spieles werden soll. Alles in allem ist es schön zu sehen, wie schnell und weit sich Crowfall seit seiner Kickstarter-Kampage im vergangenen Jahr entwickelt hat.

Das Tal - endlich flüssig

Ebenfalls weit entwickelt hat sich Das Tal, das seinen deutschen Titel nicht zufällig trägt, sondern tatsächlich in München entwickelt wird, obwohl man eben in Sachen Crowdfunding im vergangenen Jahr gehörig baden gegangen ist. Doch von einer solchen Niederlage lässt sich ein Team, das offensichtlich an einem Liebhaberspiel sitzt und ein Faible für PvP und harte Regeln hat, kaum entmutigen.

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Umso erfreulicher, dass die Beharrlichkeit jetzt offensichtlich belohnt wurde. Der Hauptinvestor hat seine Beteiligung verdoppelt und verschafft dem Studio damit endgültig jenen finanziellen Schub, den man benötigt, um das Projekt reif für die Veröffentlichung zu machen. Man sei in der Lage, das Team zu vergrößern und wesentliche Elemente des Spiels zu vollenden. Oder anders ausgedrückt: Die Fairytale Distillery ist wieder flüssig.

Warum man ausgerechnet Das Tal spielen sollte? Die Entwickler erklären es so: “Unser Ziel ist es, MMOs wieder für PvP-Fans interessant zu machen. Kein Pay-to-Win, kein Tab-Targeting. Wir erschaffen ein Spiel, das mit dem beschäftigten Leben eines erwachsenen Spielers kompatibel ist. Das Tal ruht auf drei bestimmenden Säulen; Bedeutungsvolle Konflikte, skillbasierter Kampf und sich permanent verändernde Welten.”

EVE Online - Fakten vor dem Feste

Gewaltig verändert hat sich aktuell auch das Gesicht New Edens, seitdem dort der größte Krieg in der Geschichte der MMORPGs ausgebrochen ist und das bislang dominierende Imperium unter der Führung von The Mittani in die Defensive gezwungen hat. Und verändern wird sich wohl auch die nächste Bilanz von CCP, die ohne den beherzten Aufstand des kleinen Kapselpiloten, der aktuell Tausende ehemalige Piloten zurück ins Spiel lockt, wohl alles andere als rosig aussehen würde - zumindest in Bezug auf EVE, denn insgesamt vermeldet CCP einen Rekordgewinn nach Steuern von 20.7 Millionen Dollar in 2015.

Seit 2014 um 16 Prozent gesunken sind allerdings die mit EVE erzielten Einnahmen, was vorrangig auf einen ähnlich starken Rückgang der Spielerzahlen zurückzuführen ist. Dessen Einnahmen bewegten sich im vergangenen Jahr wieder auf dem Stand von 2009, was aktuell dazu führte, dass CCP an Dailys arbeitet, mit denen sich Skillpunkte verdienen lassen und die dafür sorgen sollen, dass Spieler regelmäßiger ins Spiel einloggen.

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Doch vielleicht wird der tobende “World War Bee” tatsächlich alles auf den Kopf stellen und den Server neu beleben. Vielleicht ist der Krieg auch bereits eine Folge diverser Eingriffe der Entwickler ins grundlegende Design von EVE. Vielleicht aber auch nicht. Diese Diskussion wird mit Sicherheit in der kommenden Woche in Island geführt werden.

Kriegsberichterstattung vom Ende der Welt

Dass dort ausgerechnet in der kommenden Woche das EVE Fanfest stattfindet, ist einer der wundervollsten Zufälle in der Geschichte der Sandbox, denn es ist anzunehmen, dass der Krieg dort von den Beteiligten weitergeführt werden wird mit allen erlaubten Mitteln, versteht sich. Denn dass man sich in Reykjavík auf neutralem Boden befindet und sich nicht physisch angreift, ist ein ungeschriebenes Gesetz innerhalb der EVE-Community.

Von dort wird dann auch die nächste Ausgabe von Wiped kommen, in der Hoffnung, dass wir nicht zwischen die Kriegsparteien geraten und das Internet am Ende der Welt nicht unter der Last von 1.500 EVE-Fans und deren zum Teil mitgeschleiftem Anhang zusammenbricht. Und in der Hoffnung, dass CCP in diesem Jahr neben EVE und Valkyrie auch endlich den angekündigten PC-Shooter vorstellt.

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