Ashes of Creation - auferstanden aus Ruinen

Wobei natürlich auch dort mittlerweile Budgets zur Verfügung stehen, von denen man vor ein paar Jahren noch nicht zu träumen gewagt hätte. Aktuell hat Ashes of Creation seine Kampagne mit einem echten Rekord im MMO-Bereich abgeschlossen: 3,2 Millionen Dollar, statt der erhofften 750.000 Dollar hat man im Sack. Und der Geldstrom ist längst nicht versiegt, kommt jetzt auf der offiziellen Webseite erst so richtig in Gang.

Dabei dient das von Spielern vorab gesammelte Geld eigentlich nur als Initialzündung, denn an Investoren mangelt es dem Team aus erfahrenen Entwicklern ebenso wenig wie an wirklich genialen Ideen. Doch letztere kosten Geld, viel Geld. 30 Millionen werden es mindestens sein, die Ashes of Creation verschlingen wird - und je umfang- und ideenreicher es wird, desto mehr Geld wird es kosten - da ist sich Steven Sharif von Intrepid sicher.

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Und nun tut was für euer Geld!

Mit über drei Millionen Crowdfunding-Einlage - also tatsächlich geschenktem Geld, werden solche Investoren ziemlich schnell ziemlich spendabel - wie man beispielsweise im Fall von Kingdom Come: Deliverance gesehen hat, das seinerzeit auf Kickstarter aufgeschlagen war, weil der Investor fälschlicherweise angenommen hatte, eine Mittelalter-Simulation interessiere niemanden. Nach der erfolgreichen Kampagne legte er dann doch ziemlich schnell nach.

Ähnliches darf man also auch für Ashes of Creation erwarten, dessen Entwickler nun aus dem Vollen schöpfen können. Gleichzeitig steigt natürlich auch der Anspruch der Community an das Projekt, denn wer ein ordentliches Budget hat, muss auch ein ordentliches Spiel abliefern - technisch und hinsichtlich der Mechaniken.

Conan Exiles - die Götterbremse

In der Bringschuld steht auch Funcom mit Conan Exiles. Das Survival-Game startete stark in den Early Access, ließ jedoch ziemlich schnell die nötigen Inhalte und Dimensionen missen, die es hätte haben müssen, um zum Dauerbrenner zu werden. Doch Chefentwickler Joel Bylos mahnt zur Geduld und verspricht, all das garantiert zu liefern.

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Und tatsächlich - wenngleich ich aktuell eine Pause eingelegt habe, nachdem meine gewaltige Bergbasis dem Server-Wipe zum Opfer gefallen war, bin ich höchst zuversichtlich, dass es nicht die letzte Bastion gewesen ist, die ich in Conan Exiles errichtet habe. Denn die regelmäßigen Entwickler-Videos zeigen nicht nur, dass man bei Funcom auf Hochtouren arbeitet, sondern auch, dass man dort ziemlich gute Ideen in der Schublade hat, auch was den Schutz vor Alpha-Clans und ihren gigantischen Avataren im PvP betrifft.

Wobei man Funcom auch ein ziemlich glückliches Händchen in Bezug auf seine Videos zugestehen muss. Ähnlich wie die Jungs hinter ARK: Survival Evolved produziert das Studio zu jedem größeren Update des Early-Access-Titels einen kurzen, aber ziemlich epischen Clip, der durchaus geeignet ist, wieder Lust aufs Spiel zu wecken.

The Elder Scrolls Online - auf nach Morrowind!

Bei ZeniMax hingegen hat man zumindest in dieser Hinsicht noch immer seine Hausaufgaben nicht erledigt. Während The Elder Scrolls Online ziemliche Fortschritte macht und man besonders Episches hin und wieder bei den CGI-Göttern von Blur einkauft, bleiben die Gameplay-Trailer zu den Updates doch weit hinter dem zurück, was möglich wäre und was das Spiel auch verdient hätte.

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So will auch der offizielle Launch-Trailer (4K) zur Morrowind-Erweiterung von The Elder Scrolls Online nicht so recht zünden. Das einzig Epische ist wohl die Musik sowie das dezente Heimweh, das Morrowind-Veteranen kitzelt. Ansonsten reihen sich wieder die üblichen Kampf- und Landschaftsszenen aneinander.

Mehr vom Gleichen also. Angesichts der Größenordnung des Titels und seiner Einnahmen sollte man bei ZeniMax dringend darüber nachdenken, einen neuen Video-Artisten anzuheuern. Ach ja, und Chef-PvP-Designer Brian Wheeler könnte auch mal ein wenig Coaching gebrauchen - aber das ist ein Thema für ein andermal.

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