Wenn in Paris Hochelfen gegen Dunkelelfen kämpfen, Belagerungswaffen zum Einsatz kommen und Drachen vertrieben werden müssen, könnte man meinen, dass ein neuer Fantasyfilm in den Startlöchern steht. In unserem Fall gestaltet sich das Szenario allerdings etwas anders: GOA blies zum Angriff und lud knapp 100 Journalisten aus aller Herren Länder zu einem dreitägigen Warhammer-Online-Event in die französische Hauptstadt ein.

Unter dem Motto „WAR in Paris“ wurde das heißersehnte MMORPG nicht nur ausgiebig präsentiert, wir durften außerdem endlich selbst einen Ausflug in die Welt des Krieges unternehmen. Im Rahmen des Events konnten hauptsächlich Hoch- als auch Dunkelelfen angezockt und die verschiedenen Features des Spiels genauer unter die Lupe genommen werden. Wir erzählen euch alles Wissenswerte.

Zahlreiche Videos von unseren Spiel-Sessions und der Präsentation findet ihr ab sofort in unserer Video-Sektion.

Warhammer Online: Age of Reckoning - Oh Gott, Mythic hat Blogger eingesperrt!73 weitere Videos

Auf leisen Sohlen

Vorsichtig schleicht sich unser Hochelfen-Schwertmeister durch ein kleines Wäldchen. Da unsere Späher Dunkelelfen – die Erzfeinde der Hochelfen - in diesem Gebiet ausgemacht haben, wird aus dem eigentlich gemütlichen Waldspaziergang ein nicht ungefährliches Unterfangen. Tatsächlich sichten wir nach kurzer Zeit eine Hexenkriegerin der gegnerischen Fraktion. Sie trägt zwar nur leichte Rüstung, ist aber dafür sehr beweglich und zu allem Übel auch noch mit giftgetränkten Dolchen ausgestattet.

Warhammer Online: Age of Reckoning - Rüstet euch für den Krieg! Drei Tage sind wir als Hochelfen durch Paris marschiert.

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"WAR in Paris": Die französische Hauptstadt stand dieser Tage unter Belagerung von MMO-Fans.
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Aber auch unser Schwertmeister hat es in sich: Als perfekter Meister der Klinge ist er in der Lage, durch ausgezeichnete Körperbeherrschung und geschicktes Verlagern des Gleichgewichts eine undurchdringliche Barriere aus Stahl zu weben. Bis es soweit ist, dauert es allerdings noch ein Weilchen. Wir befinden uns erst am Anfang unserer Karriere und da müssen zwei Fähigkeiten erst mal reichen: Einerseits können wir einen Dolch werfen, andererseits einen eleganten Schlag durchführen, der dem Gegner etwas Schaden zufügt und ihn 20 Sekunden lang verkrüppelt.

Da die Hexenkriegerin mit dem Rücken zu uns steht, können wir uns unbemerkt nähern und einen Dolch in ihre Richtung schleudern. Für einen zweiten Wurf reicht die Zeit nicht, da das Casten der Fähigkeit ein paar Sekunden in Anspruch nimmt und die Gegnerin schnell bei uns ist. Im Nahkampf kommt dafür unser Verkrüppelungsschlag zum Einsatz, der die flinke Widersacherin bremst und uns dabei hilft, den Kampf zu unseren Gunsten zu entscheiden. Als Beute finden sich ein paar Handschuhe, die wir zwar nicht tragen, aber immerhin verkaufen können – für den Anfang nicht schlecht. Um die Quest abzuschließen, müssen wir noch drei weitere Eindringlinge töten...

Packshot zu Warhammer Online: Age of ReckoningWarhammer Online: Age of ReckoningErschienen für PC

Der Stand der Dinge

Szenenwechsel: Mittwoch, 26. März, 9.30 Uhr. Jeff Hickman und Josh Drescher – ihres Zeichens Senior bzw. Associate Producer – geben den gespannten Journalisten im Rahmen einer Präsentation einen Überblick über Warhammer Online: Age of Reckoning. Über 600.000 Fans haben sich weltweit für die Beta angemeldet und die Entwickler sind sich des Erfolgsdrucks durchaus bewusst, nicht umsonst wurde das Spiel diverse Male verschoben.

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Zocker Heaven: Hier durfte drei Tage lang gespielt werden.
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Im Herbst 2008 soll es nun endlich soweit sein: Kann Entwickler EA Mythic den Zeitplan einhalten, soll nach gut dreijähriger Produktionszeit endlich in diesem Jahr der Release erfolgen. Interessant: Warhammer soll laut Aussagen von Jeff Hickman in einer hausinternen Version schon nahezu komplett sein, aktuell werde noch am Feintuning gearbeitet. Zum Anspielen wurde dann aber doch eine frühere Version zur Verfügung gestellt, die dementsprechend zwar noch nicht sämtliche Features enthielt und auch grafisch noch nicht komplett fertig war, dafür aber stabil lief.

Besonders im Hinblick auf die relativ kurze Entwicklungszeit von drei Jahren (zum Vergleich: World of WarCraft brauchte zwei Jahre mehr) wird klar, dass Warhammer Online ganz eindeutig von Mythics Erfahrung profitiert, die vor dem Zusammenschluss mit EA bereits Dark Age of Camelot programmierten.

Waaagh! Schon jetzt macht Warhammer Online einen Riesenspaß. Funktioniert das Feintuning, wird das Spiel mit Sicherheit vorn dabei sein.Ausblick lesen

Aller guten Dinge sind vier

Nach dem Überblick am Vormittag gaben verschiedene Entwickler aus dem Warhammer-Team Auskunft über vier zentrale Themen des Spiels, die jeweils in einer Mini-Präsentation besprochen wurden: Behandelt wurden die Karrieren der einzelnen Klassen, der Wälzer des Wissens, die Hauptstädte sowie das RvR-System. Infos zum Crafting gab es noch nicht, da an diesem Feature noch gebastelt wird. Beim Spielen deutete sich aber bereits an, dass es möglich sein wird, Sammler- oder Handwerksberufe zu erlernen und Tränke herzustellen.

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Feierlich enthüllte EA Mythic die Collectors Edition.
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Die erste Präsentation befasste sich mit dem Karrierensystem, das euch vielfältige Möglichkeiten bietet: Neben den ganz normalen Skills, die ihr bei Bedarf vor jedem Kampf neu arrangieren könnt, gibt es ein Taktiksystem, das aus passiven Fähigkeiten besteht, die vor dem Kampf ausgewählt und in Form von Taktiksets abgespeichert werden können.

Warhammer geht aber noch weiter ins Detail: Dank des sogenannten Mastery System könnt ihr verschiedene Wege innerhalb derselben Karriere einschlagen und euch zum Beispiel auf Flächen- oder Damage-over-time-Schaden spezialisieren. Außerdem sorgen Mastery Points dafür, dass ihr verschiedene Skills verbessern und einzigartige Fähigkeiten innerhalb eurer Karriere erspielen könnt.

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Produzentin Carrie Gouskos stellte das Tome of Knowledge vor.
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Das Tome of Knowledge ist ein Buch, das eure eigene Geschichte dokumentiert und außerdem als eine Art Gebrauchsanweisung fungiert. Egal, ob ihr etwas über das Spiel, Quests, die Orte, eure Belohnungen, Titel oder was auch immer wissen möchtet: Im Tome of Knowledge steht es. Besiegt ihr zum Beispiel zum ersten Mal eine bestimmte Kreatur, erscheint ein Fenster mit der Information, dass sie einen Eintrag in eurem Tome of Knowledge erhalten hat. Tötet ihr mehr Gegner derselben Art, wird der entsprechende Eintrag im Buch immer weiter ergänzt und sogar ein Bild kommt hinzu – schöne Idee.

Von Hauptstädten und Fußballfans

Auch für die Hauptstädte haben sich die Entwickler einiges einfallen lassen. Jede Fraktion besitzt ihre eigene Hauptstadt, die dementsprechend gestaltet ist. Während Altdorf, die Hauptstadt der Menschen, mitteleuropäisch anzusehen ist und auch der Imperator passenderweise auf den Namen Karl Franz hört, sieht die unvermeidliche Stadt (Chaos) völlig anders aus: Auf dem Marktplatz werden Körperteile angeboten und das Auktionshaus wurde von Josh Drescher mit den Worten „Ähnelt einem Barbecue, das fürchterlich schiefgelaufen ist“ beschrieben. Des Weiteren wird es feste Feiertage und Sehenswürdigkeiten geben, wie zum Beispiel Statuen von Spielern, die besonderen Einsatz gezeigt haben.

Das ist aber noch nicht alles: Je länger die Städte belagerungsfrei bleiben, desto höher steigt ihr Level. Während am Anfang Unrat und Dreck in den Straßen liegen und die NPC-Wachen relativ schlicht gekleidet sind, füllt sich die Stadt mit steigendem Level zusehends mit Leben: Der Unrat wird beiseite geschafft und gibt den Weg zu neuen Regionen und Quests frei, bekannte Helden und der König kommen in die Stadt und auch die Wachen sind besser gekleidet. Wird die Stadt belagert, sinkt ihr Level nach und nach, bis ihr es schafft, die Gegner wieder zu vertreiben.

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Vier Freunde müsst ihr sein: Die Dunkelelfen in der Übersicht.
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In der letzten Präsentation ging es schließlich um das RvR (Realm vs Realm) System, das Josh Drescher mit folgenden Worten beschreibt: „Es ist im Prinzip wie mit der Fußballweltmeisterschaft: Mal dein Gesicht an, geh mit deinen Leuten nach draußen und hau den Fans der gegnerischen Mannschaft eine runter!“ Fest steht: Ihr werdet jede Menge Möglichkeiten haben, euch auszutoben. Erlangt die Kontrolle über bestimmte Gebiete, nehmt Burgen mit euren Belagerungswaffen ein, arbeitet euch bis zur Hauptstadt des Gegners vor, gründet Gilden, sammelt im PvE und PvP Punkte für eure Seite, nehmt an öffentlichen Quests teil, schützt eure eigene Stadt – genug zu tun gibt es auf jeden Fall.

Auf in den Kampf

Das Beste zum Schluss: Wie genau spielt sich Warhammer denn nun? Auf dem Event gab es leider nur vorgefertigte Charaktere, zur Charaktererstellung können wir euch also nichts Neues berichten. Es ist aber davon auszugehen, dass diese relativ umfangreich ausfallen dürfte, da EA Mythic Wert auf Details legt. Nicht umsonst könnt ihr Trophäen in eure Rüstung einbauen, diese färben und eurem Charakter dabei zusehen, wie er sich während des Spiels verändert und etwa Muskeln aufbaut.

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Lederwams und spitzer Hut, Madame, das steht dir aber gut.
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Zu Anfang seid ihr allerdings noch recht schwach auf der Brust. Rüstung gibt es noch nicht wirklich, der Schwertmeister der Hochelfen ist zum Beispiel in ein Gewand gehüllt. Schon die ersten Gegner lassen aber Items fallen, die ihr verwerten könnt. Bisweilen sind diese zwar kaputt, können aber gegen ein geringes Entgeld von einem Händler repariert werden. Sobald ihr die Sachen anlegt, sind diese auch an eurem Charakter zu sehen.

Praktisch: Ihr seid von einem Kreis mit verschiedenen Pfeilen umgeben. Diese zeigen zum einen in Richtung eurer Teammitglieder, zum anderen auf den zuletzt anvisierten Gegner. Auf der rechten Seite werden die Quests eingeblendet, fahrt ihr mit dem Cursor darüber, erscheint ein Beschreibungsfenster mit den wichtigsten Infos. Wisst ihr nicht, wo ihr hin sollt, hilft ein Blick auf die Karte, auf der die Regionen der Quests mit einem roten Kreis umrandet sind.

Und was ist mit Belagerungen?

Die Steuerung ist schnell erlernt: Klickt ihr auf einen Gegner, greift ihr diesen automatisch an und könnt parallel eure Spells aus der unteren Leiste auswählen. Rote, gelbe oder grüne Kreise zeigen, ob das jeweilige Lebewesen euch wohlgesonnen ist, euch zumindest nicht angreifen wird oder aber eine Attacke startet, sobald es euch erblickt. Ansonsten sammelt ihr wie üblich Quests, besiegt Gegner, erledigt Botengänge oder sucht nach Schätzen.

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Diesen Herrn wollten wir nicht zum PvP herausfordern...
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Wem nach PvP zumute ist, kann jederzeit an einem Szenario teilnehmen. Dazu klickt ihr einfach auf einen Button, reiht euch in eine Warteschleife ein und sobald diese voll ist, werdet ihr in ein Szenariogebiet transportiert, in dem ihr zum Beispiel an Capture the Flag oder King of the Hill Kämpfen teilnehmen könnt. Fehlende Spieler werden mit NPCs besetzt. Ist das Gefecht vorbei, landet ihr wieder an eurem Ausgangspunkt.

Leider konnten wir die heiß erwarteten Belagerungen noch nicht anspielen, da sie in der Vorführversion noch nicht vorhanden waren. Laut Aussagen der Entwickler sollen diese aber in zwei Wochen zum ersten Mal in der geschlossenen Beta getestet werden können. Fest steht aber, dass ihr Belagerungswaffen von NPCs erwerben könnt. Bestimmte Waffen wie etwa ein Rammbock sollen auch von mehreren Spielern bedient werden können und so effektiver ausfallen. Man darf gespannt sein...

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