Autor: Tobias Wüst

Gleich am ersten Tag der Games Convention durften wir einen ausführlichen Blick auf das MMORPG »Warhammer Online: Age of Reckoning« aus dem Hause EA Mythic werfen und sogar schon die lokalisierte Fassung anzocken.

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Warhammer Online: Age of Reckoning - Everything is WAR – EA Mythic belebt das MMO-Genre mit zahlreichen Innovationen.

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Normalerweise ist es ein mehr als mulmiges Gefühl, wenn einem vier Personen gegenüber sitzen und einen mit unzähligen Fakten überhäufen. Vergleichbare Situationen gibt es gewöhnlich nur im Gerichtssaal oder bei einem Vorstellungsgespräch. Bei unserem Besuch auf dem GOA-Stand, der ganz im Zeichen von »Warhammer Online: Age of Reckoning« steht, war dies völlig anders. Die Crème de la crème von EA Mythic, bestehend aus dem Executive Producer Jeff Hickman, dem Marketing Director Eugene Evans, der Producerin Yvette Nash und der Community Managerin Sanya M. Weathers, kümmerte sich rührend um uns und stellte uns den kommenden Blockbuster im Detail vor.Es ist Krieg
Zunächst erhielten wir eine Präsentation des grundlegenden Spiel-Designs, welches auf dem mittlerweile 25 Jahre altem Warhammer Universum basiert. Das Hauptziel der Entwickler ist es, allen bestehenden Fans das einzigartige Feeling der Welt auch online zu vermitteln. Der Name ist dabei Programm: »Everything is WAR«.

Das Warhammer Universum besteht aus insgesamt 14 Rassen, von denen sechs zum Start von »Warhammer Online« integriert sein werden (weitere dürfen wir vermutlich in diversen AddOns erwarten). Diese unterteilen sich wiederum in die Armeen der Ordnung (Imperium, Hochelfen, Zwerge) und die Armeen der Zerstörung (Chaos, Dunkelelfen,

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Grünhäute), welche sich alles andere als freundlich gesonnen sind und einen unerbittlichen Krieg ausfechten. Die guten Rassen sind übrigens auch nicht zwingend nett. Das Imperium kann mit der Inquisition vergleichen, Elfen sind Rassisten und Zwerge absolut geldgierige Haudraufs.

Als neuer Spieler werdet Ihr gleich in den bestehenden Konflikt verwickelt. So kann es beispielsweise sein, dass euer Heimartdorf von feindlichen Zwergen angegriffen wird. Die Entwickler wollen damit den Hass zwischen beiden Fraktionen weiter anfeuern.

Wie schon in »Dark Age of Camelot« setzt EA Mytic auf ein umfangreiches RvR-System, welches im Endgame zur Verfügung stehen soll. Den Spielern wird es möglich sein die gegnerische Hauptstadt zu erobern und sogar den feindlichen König zu verschleppen. Damit das Ungleichgewicht auf den Servern nicht zu groß wird, gibt es eine Art Schutzraum, wo die geschlagenen Gegner respawnen können und sich auch über neue Taktiken abstimmen können. Dieser Bereich kann von der angreifenden Partei nicht betreten werden. EA Mythic will somit auch dem nervigen Corpse Camping vorbeugen. Um die unterlegende Fraktion nicht unnötig zu demotivieren, wird sich das Kräfteverhältnis zudem ständig verschieben. Erkennt das System, dass eine Partei hoffnungslos unterlegen ist, erhält sie automatisch Unterstützung in Form von NPCs oder kurzzeitig erhöhten Eigenschaftswerten. So soll es gelingen die Gegner zumindest vorübergehend aus der eigenen Hauptstadt zu vertreiben.

Toll ist auch das Konzept der Schlachtfelder. Damit Spieler nicht Ewigkeiten auf genügend Mitstreiter warten müssen, werden fehlende Plätze einfach mit NPCs aufgefüllt. Sofern es Mythic gelingt diesen eine vernünftige KI zu verpassen, könnten die nervigen Warteschlangen, die wir unter anderem aus World of Warcraft kennen, schon sehr bald der Vergangenheit angehören.

Frischer Wind im Quest-System
Sehr innovativ sind auch die so genannten »Public Quests«. Diese werden automatisch allen Spielern

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einer Fraktion, die sich in einem bestimmten Gebiet befinden, angezeigt. Während der Präsentation mussten wir unter anderem einem Riesen helfen, der sich erfolglos vor unzähligen kleinen Mobs in Sicherheit zu bringen versuchte. Nachdem wir die Nervensägen mit vereinten Kräften erledigt hatten, fiel der Riese völlig erschöpft zu Boden, womit automatisch die nächste Phase des Quests begann. Wir hatten nun den Auftrag ihm möglichst viele Getränke zu bringen, damit er wieder zu Kräften kommt. Wieder sind alle Spieler in diesem Gebiet aufgerufen das Quest zu erfüllen. Die Erfahrungspunkte werden dabei übrigens unter allen Spielern aufgeteilt, egal ob sie sich am Quest beteiligen oder nicht. Aktive Spieler erhalten allerdings fairer weise einen größeren Anteil und zusätzliche Boni.Angespielt
Nach der Präsentation hatten wir die Gelegenheit selbst Tastatur und Maus in die Hand zu nehmen und die bereits lokalisierte Fassung von »Warhammer Online« anzutesten. Schon in dieser noch relativ frühen Entwicklungsphase hinterlässt der Titel einen ausgezeichneten Eindruck. Das Startdorf unseres Goblin Schamanen war liebevoll animiert und auch der Kampfmodus in den ersten Quests ging erstaunlich leicht von der Hand. Leider ging die Zeit wieder viel zu schnell vorbei, weshalb wir unseren Charakter nur auf Level 3 bringen konnten. Diese wenigen Minuten hinterließen allerdings einen bleibenden Eindruck. Wir können den Start der Beta kaum abwarten.

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Vorbildlich ist das Verhalten von EA Mythic schon während der gesamten Entwicklungsphase mehrsprachig zu arbeiten. Dies wird nicht nur auf der offiziellen Homepage sondern auch im Spiel selbst deutlich. Die von uns an getesteten Grünhäute unterhalten sich im typischen Slang, weshalb man sich sofort in das Warhammer Universum versetzt fühlt. Aus einem »besser« wird dadurch beispielsweise ein »bessa«. Dieser Slang zieht sich durch den gesamten Wortschatz und wirkt überzeugend. Unsere Hoffnungen sind groß, dass gleich zum Start der Beta eine deutsche Fassung zur Verfügung stehen wird.Ausblick
Wenn »Warhammer Online: Age of Reckoning« das hält, was es schon jetzt verspricht, dürfte uns im Herbst 2007 eine neue Referenz im Bereich der Online-Rollenspiele erwarten. Wir werden den weiteren Entwicklungsverlauf von WAR jedenfalls genau verfolgen und euch auf dem Laufenden halten. Einen detaillierten Einblick in die Welt von »Warhammer Online« erhaltet Ihr übrigens auch auf unserer Netzwerkseite waor.de.