Das Flash-Spiel Dofus von Ankama war stets ein einzigartiges Spiel. Eins mit doofem Namen, aber einzigartig. Allein die Vielfalt der wählbaren Charakterklassen gab es so in keinem anderen Spiel. Natürlich sind Archetypen wie Tank, Heiler, Damage-Dealer enthalten, doch verteilen die sich auf 13 Klassen. Da fällt die Wahl nicht leicht. Das mag auch einer der Gründe sein, warum das Spiel außerhalb Frankreichs, dem Geburtsort von Dofus, einen solch guten Ruf genießt.

Wakfu ist bedingt kostenlos, doch genau wie bei Dofus kommt man nicht allzu weit, wenn man nicht für bestimmte Spielinhalte zahlt. Das war auch einer der vielen Gründe, die Spieler vom Weiterspielen bei Dofus abgehalten haben. Kann Wakfu alles besser, alles anders machen?

1000 Jahre nach Dofus

In der zweidimensionalen Welt Wakfu tummeln sich also viele Spieler, die den unterschiedlichsten Klassen angehören. Klingt nach einer bunten Mischung, egal wo man hinkommt. Der Haken an der Sache ist allerdings, dass es bei Dofus nicht wie in anderen MMOs eine ausgedehnte Charaktergenerierung gibt. Lediglich in der Farbe unterscheiden sich die einzelnen Körpermerkmale, nicht aber in der Form.

Wakfu - Wer bitteschön nennt sein Spiel Dofus? Und den Nachfolger Wakfu?

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/5Bild 84/881/88
Alle Klassen aus Dofus inkl. des Halsabschneiders werden in Wakfu spielbar sein.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

In Wakfu, das als inoffizielles Prequel zu Dofus gilt, gibt es immerhin die Möglichkeit, eins von fünf Kostümen und eine von zwei Frisuren zu wählen. Natürlich darf man dann auch noch einige Farben ändern. Dennoch bleibt die Individualisierung begrenzt. Ein Manko, doch kein absolutes Ausschlusskriterium.

Hex-Schlachten und Wirtschaftscrash

Alles ist gewohnt bunt, wer Dofus kennt, kennt auch Wakfu. Dennoch gab es einige Änderungen, auch an der Grafik. Ankama führt eine selbst entwickelte 3-D-Engine ein, die das Zoomen auf die Spielfigur ermöglicht und alles ein wenig besser aussehen lässt. Leider ist dies auch zugleich ein Negativpunkt, da Spieler mit älteren Computern Probleme beim Spielen bekommen werden. Flash ade.

Wakfu - Wer bitteschön nennt sein Spiel Dofus? Und den Nachfolger Wakfu?

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/5Bild 84/881/88
Sieht aus wie Dofus, spielt sich aber viel besser.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Besonders an Wakfu ist zudem, dass die Wirtschaft komplett spielerbasiert ist. Es wird sich nirgends ein NSC finden lässt, der euch etwas ver- oder abkauft. Da sich Wakfu derzeit noch in der Open-Beta-Phase befindet, könnte dies im schlimmsten Fall zum Crash führen, sollte sich die Spielgemeinschaft entschließen, das Wirtschaftssystem zu Fall zu bringen. Wie im echten Leben, aber nur fast.

Jetzt fragt man sich, wie die Spieler dann zu Ausrüstung kommen. Ist doch klar, die bauen sie sich selbst beziehungsweise gegenseitig. An und für sich ist es nämlich jedem Spieler möglich, alle Handwerksprofessionen zu meistern - das würde nur unglaublich viel Zeit in Anspruch nehmen, die der Durchschnittsspieler nicht investieren möchte.

Wakfu - Wer bitteschön nennt sein Spiel Dofus? Und den Nachfolger Wakfu?

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/5Bild 84/881/88
Die Dungeons sind diesmal richtige Irrgärten.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Denn es gibt ja so viel zu entdecken in der quietschigen Welt von Wakfu. Dungeons, Clan-Anführer und Achievements halten die Spieler bei Laune. Dafür sind meist minutenlange Wanderschaften vonnöten, bis man ein Ziel erreicht. Quests als solche gibt es nämlich nicht, denn die sind in den Achievements verpackt. Von vornherein kann man alle Erfolge einsehen und die Bedingungen überprüfen.

Als Belohnung winken aber keine Ausrüstungsgegenstände für euren Charakter, sondern für euren Begleiter, den Schleim. Diesen erhaltet ihr zu Beginn des Tutorials, und fortan dient er plappernderweise als Hilfe. Mit Abschluss eines Achievements erhaltet ihr dann neue Skins für den Schleim oder Statusverbesserungen, die auf euch wirken. Mal was anderes.

Spielbare Demo inklusive

Das Erfahrungssystem hebt sich auch von dem von Dofus ab. Hat man früher zwar genauso durch Kämpfe Erfahrungspunkte zum Levelaufstieg gesammelt, musste man bei Dofus Attributspunkte und Skillpunkte für die Fertigkeiten verteilen. In Wakfu steigen die Fertigkeiten durch Benutzung, während die Attributpunkte komplett wegfallen. Dafür gibt es jetzt in ordentlicher Rollenspielmanier ein paar passive und aktive Talente, die man durch Punkte aufstocken kann.

Wakfu - Wer bitteschön nennt sein Spiel Dofus? Und den Nachfolger Wakfu?

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/5Bild 84/881/88
Das Kampfsystem ist gewohnt eingängig.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Am Kampfsystem hat sich größtenteils nichts geändert. Weiterhin erscheint ein instanziertes Hex-Kampffeld, auf dem rundenbasiert Bewegungs- und Kampfpunkte ausgegeben werden können. Neu ist zudem das PvP-System, was sich aber in keinem Punkt vom gewöhnlichen Kampf abhebt, außer dass man natürlich gegen andere Spieler kämpft.

Ein weiteres Manko, an das sich Dofus-Spieler sicherlich erinnern werden, ist das Bezahlsystem. Mit dem System an sich ist eigentlich alles so weit in Ordnung, nur der Umfang ist immens. Entscheidet man sich, Wakfu-Spieler auf Dauer zu werden, kommt man nicht darum herum, für Spielinhalte zu bezahlen. Und das steht einem schon früh im Spiel bevor.

Kaum hat man die Spielmechanik durchschaut und freundet sich gerade mit dem Spiel an, da wird man von Ankama genötigt, Spielinhalte zu kaufen. Die weiten Wege nerven schnell und man verliert sogar den Elan, auf dem Weg zum nächsten Zielpunkt Monster zu töten oder Rohstoffe abzubauen. Wenn vernunftbegabte Spieler die Wirtschaft ordentlich in die Wege leiten, werden auch Anfänger nicht lange nackig durch Wakfu laufen.

Wakfu - Debut TrailerEin weiteres Video