Nachdem Blizzard das Sci-Fi-MMO Titan offiziell nach 7 Jahren Entwicklung einstellte, sprach Kotaku mit ehemaligen Blizzard-Mitarbeitern über das Projekt.

Titan - Details zu Blizzards eingestelltem Sci-Fi-MMO

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Bleibt zu hoffen, dass irgendwann auch In-Game-Material zu Titan auftauchen wird.
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Diese halfen zwischen 2007 und 2012 bei der Entwicklung bzw. dem Testen. Demnach sollte Titan auf einer nahen Zukunfts-Version der Erde spielen, wo die Menschheit sich erfolgreich gegen eine Alien-Invasion verteidigen konnte.

Daran beteiligt waren drei Fraktionen, die inzwischen um die Kontrolle des gesamten Planten kämpften. Und für eine dieser Fraktionen hätte man sich als Spieler entscheiden können.

Die Kampfzonen sollten an der Westküste der USA, Australien, Europa und Südamerika errichtet werden, während weitere Gebiete über Erweiterungen hätten hinzukommen sollen. Blizzard wollte die Welt riesengroß gestalten.

Das Hauptkonzept sah vor, dass die Spieler den Tag über einem ganz normalen Beruf nachgehen: darunter Schlachter, Ingenieur oder auch Unternehmer. Nachts oder auch während ihrer Arbeitszeit wären sie in die Schlacht gegen die anderen Fraktionen gezogen.

Ein potentielles Szenario sah wie folgt aus: Man arbeitet für ein Unternehmen, hält einen Shop am Laufen. Doch wenn man von seiner Fraktion für eine Mission bestellt wird, begibt man sich schleunigst zum Aufzug, wechselt in sein Kampf-Outfit und kämpft gegen Feinde mit Freunden oder Verbündeten. Oder aber man ignoriert diese Mission einfach und geht weiterhin seiner Arbeit nach.

Dabei konnte man auch Klassen auswählen, wie etwa Reaper, Jumper, Titan, Ranger und Juggernaut, die jeweils unterschiedliche Fähigkeiten und Items besitzen. Jumpers wären etwa flinke Späher mit einer Teleport-Fähigkeit. Titans seien Panzer und Rangers Scharfschützen mit Tarnmöglichkeit. Während des Kampfes sollte man zwischen Ego- und Third-Person-Ansicht wechseln können.

Auch soll es eine "echte Welt" und eine "Schatten-Welt" gegeben haben – Letztere bot etwa Death-Match-Missionen inklusive traditionellen Shooter-Aufgaben, darunter Capture the Flag. Blizzard wollte die Kurse spaßig, interessant und rentabel gestalten, so dass Spieler selbst entscheiden konnten, auf welche Art und Weise sie das Spiel bestreiten wollen.

Städte werden als Hubs inklusive Geschäfte und NPCs beschrieben. Zudem hätten diverse Mechaniken bzw. Gameplay wohl an Team Fortress und Team Fortress 2 erinnern sollen, während die Zwischensequenzen eher eine Mischung aus jenen von StarCraft 2 und Pixars Die Unglaublichen darstellten.

Unklar bleibt letztendlich, ob all das bis zum Ende überhaupt noch vorgesehen war. Im vergangenen Jahr hieß es schließlich, dass Blizzard das Spiel radikal überarbeitet.

Lest für weitere Infos auch unser aktuelles Titan-Special.

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