Erst vor einigen Stunden berichteten wir noch über den Versuch von Hammerpoint Interactives Leitendem Produzenten Sergey Titov, die Kritik und die Vorwürfe an The War Z abzuschmettern. Sowie von einem eiligen Patch, der wohl in allererster Linie zum Geldverdienen verhelfen sollte. Denn durch die Änderung, musste man beim Tod des Charakters satte vier Stunden auf den Respawn warten, während die Wartezeit vorher noch 60 Minuten betrug. Um die nun verlängerte Wartezeit zu verkürzen, konnte man sich quasi Zeit erkaufen. Nicht gerade userfreundlich. Doch dies gehört vorerst alles der Vergangenheit an, denn Valve hat die Notbremse gezogen.

The War Z - Valve zieht die Notbremse

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Die Entwickler auf der Flucht vor dem wütenden Mob
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Mit sofortiger Wirkung hat Valve The War Z aus dem Verkauf gezogen und Untersuchungen bezüglich eines Betrugsversuches von Seiten Hammerpoint Interactives eingeleitet. Das Spiel selbst verbleibt zwar bis zu diesem Zeitpunkt noch in Steam einsehbar, eine Möglichkeit, es käuflich zu erwerben, gibt es allerdings nicht mehr.

Damit reagiert Valve auf diesen bislang einzigartigen Fall mit der wohl einzig sinnvollen Lösung. Das hat es aber tatsächlich in dieser Form noch nicht gegeben. Unzählige Spieler zeigten sich verärgert über die groß angepriesenen, aber nicht im Spiel vorhandenen Features. Ein Spiel verkauft zu bekommen, das sich wahrscheinlich sogar noch im Alpha-Status befand, kommt nicht alle Tage vor. Noch schlimmer war allerdings die Art und Weise, wie Hammerpoint Interactive mit den Anschuldigungen und der Kritik umging.

Statt auf die Kritik einzugehen, wurden diejenigen, die sich auf den offiziellen Steamforen über die Probleme ausließen, kurzerhand gebannt. Aus den Augen, aus dem Sinn?

Zudem versuchte der Leitende Produzent Sergey Titov in einem Interview mit Gamespy jegliche Schuld von sich zu weisen und mutmaßte sogar, die Käufer seien selber schuld, wenn sie die Informationen missinterpretierten. Er ging sogar so weit, das Problem auf Steam abwälzen zu wollen. "Ich bin mir sicher, dass die Rückerstattungs-Richtlinien von Steam sich schon um diese Fälle kümmern wird."

Wie Kotaku herausfand, waren übrigens selbst einige Promo-Bilder zusammenkopierte Collagen. Und wenn man sich nun überlegt, dass The War Z tatsächlich sogar bloss ein Mod zu War, Inc. sein sollte, riecht das Ganze schon wirklich verdächtig nach Geldmaschinerie.

Valve hat auch eine Erklärung zu ihrem Vorgehen veröffentlicht: "Von Zeit zu Zeit können Fehler gemacht werden und eines wurde mit der verfrühten Genehmigung von The War Z zum Verkauf auf Steam gemacht. Wir entschuldigen uns dafür und haben den Verkauf des Titels vorerst ausgesetzt, bis wir Zeit haben, mit dem Entwickler daran zu arbeiten, um Vertrauen in eine neue Version setzen können. Diejenigen, die das Spiel über Steam erworben haben und unglücklich mit dem sind, was sie erhalten haben, mögen auf Wunsch eine Rückerstattung erbeten, indem sie auf unserer Support-Seite ein Ticket lösen. Wir entschuldigen uns nochmal für etwaige Unannehmlichkeiten."

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