Der direkte Konkurrent zu DayZ und von einigen auch als dreiste Kopie dessen verschriene The War Z hatte einen holprigen Start. Nach einigen heftigen Kontroversen zog Valve Ende letzten Jahres die Notbremse und schloss The War Z vorerst vom Steamverkauf aus. Man gelobte in Zukunft Besserung und so stand The War Z Ende Februar ohne großes Aufsehen wieder als Kaufversion im Steam-Shop zur Verfügung. Allerdings bedeutet das nicht, dass die Macher nun vernünftig geworden wären, was Executive Producer Sergey Titov auf der GDC 2013 bewies.

The War Z - Fans wären laut Umfrage entrüstet, wenn man Gegenstände aus Mikrotransaktionen nicht mehr verlieren könnte

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Hat teilweise vernichtende Kritiken eingeheimst
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"In War Z verliert man alle seine Gegenstände wenn man stirbt, selbst wenn man diese Gegenstände mit echtem Geld gekauft hat. Das ist eine superbrutale Entscheidung," so Titov. "In letzter Zeit haben einige Leute im Forum 'Wir mögen diese Entscheidung nicht' geschrieben."

Doch einer internen Umfrage unter 18.000 Spielern hätte ergeben, dass die meisten Spieler dieses System nicht geändert sehen wollen. Anderenfalls würden sie dem Spiel den Rücken zukehren. "Es hat sich ergeben, dass die Leute, die beim Spiel dranbleiben, dieses System mögen."

Man bedenke, dass in The War Z selbst Kugeln per Mikrotransaktion erworben werden können.

Titov führte weiter aus, dass Free-To-Play-Titel Leute dazu bringen würden, ein Spiel auszuprobieren, da sie ja nichts kosten würden. Doch als er gefragt wurde, warum dann The War Z nicht kostenlos sei, antwortete er, "Wenn ich jedes Mal, wenn jemand mich fragte, warum The War Z kein Free-To-Play-Titel sei, einen Dollar bekäme, dann hätte ich The War Z gar nicht erst entwickelt."

"Free-To-Play entfernt jegliche Hemmschwelle für mich, euer Spiel auszuprobieren. man erhält sofort eine Menge Nutzer...in Bezahl-Spielen hingegen bekommt man zwar weniger, dafür aber engagiertere Nutzer. Wollt ihr aktivere, engagiertere Spieler oder einfach nur mehr Leute? Dafür gibt es keine klare Antwort."

Titovs Beobachtung zufolge, verkaufen sich Spiele mit Zombies um rund ein Drittel mehr als Spiele ohne Zombies. "Zombies sind die neuen Vampire. So wie Mädchen Vampire mögen, stehen Jungs auf Zombies."

Auch was die schlechten Kritiken von The War Z angeht, hat Titov eine Antwort parat. "Wir haben ziemlich beschissene Wertungen für War Z erhalten...Auf Eurogamer erhielten wir dieselbe Wertung wie Aliens: Colonial Marines. Vieles von dem, was sie schrieben und was sie nicht am Spiel mochten, war auch richtig. Das war einfach der Zustand des Spieles."

Doch Online-Spiele würden sich wöchentlich, manchmal sogar täglich verändern. Ein Spiel von heute wäre in drei Monaten nicht mehr dasselbe Spiel.

"Ich weiß nicht, wie man Online-Spiele testen sollte. Ein solches Spiel nur einmal zu testen, würde bei Online-Spielen keinen Sinn machen."

In diesem Punkt hat Sergey Titov sogar Recht, was denkt ihr?

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