Wie sich die Vorsätze doch gleichen. Vor nicht einmal einem Jahr war Aion der große Hoffnungsträger des MMO-Genres. In Korea entwickelt, wollte man sowohl den westlichen als auch den asiatischen Raum erobern. Zumindest in Europa und den USA ist dieser Plan mangels Inhalten nicht aufgegangen. Bei den Entwicklern von Bluehole wird man dies ganz genau beobachtet haben, schließlich will man bei Tera: The Exiled Realm of Arborea ähnliche Fehler von Anfang an vermeiden.

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MMO meets Shooter

An dieser Stelle hören die Parallelen zu Aion allerdings bereits auf. Denn Tera ist keineswegs ein Abklatsch, sondern geht in vielen Bereichen ganz eigene Wege. Der wohl offensichtlichste ist das Kampf-System. Konnte man in den meisten MMOs bisher gemütlich vor sich hin zocken und dabei gleichzeitig eine Zigarette rauchen und die neueste Folge seiner Lieblingsserie schauen, ist hier permanent höchste Konzentration gefragt.

TERA - Infos aus erster Hand: Wird Tera das bessere Aion?

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Fantasy trifft Sex-Appeal: eine bewährte Mischung.
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Anders als bekannte Genre-Kollegen hat Tera eine Action-Steuerung, wie wir sie von diversen Konsolen-Spielen kennen. Anstatt bei Angriffen einen Gegner auszuwählen und gemütlich ein paar Tasten zu drücken, muss aktiv gezielt werden. Man ist somit permanent in Bewegung, blockt Attacken ab oder weicht ihnen mit gekonnten Sprüngen aus. Die integrierte Kollisionsabfrage sorgt zudem für mehr Realismus und taktische Finessen.

Bei so viel Action überrascht es kaum, dass ihr Tera optional komplett mit einem Controller spielen könnt. Auch eine Konsolen-Portierung würde sich hier anbieten. Diese ist laut Frogster allerdings bisher nicht geplant. Warten wir mal ab, was die Zukunft bringt.

Malerische Landschaften

Rein optisch braucht sich Tera vor keinem anderen MMO verstecken. Die Entwickler haben sich bestens auf die verwendete Unreal 3 Engine eingestellt und traumhafte Landschaften erstellt. Gerade die unglaubliche Weitsicht kann überzeugen. So sieht man beispielsweise in einigen Kilometern Entfernung gigantische Wasserfälle die Klippen herunterstürzen, während daneben Schiffwracks an vergessene Zeiten erinnern.

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Die Grafik von Tera weiß zu begeistern.
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Licht- und Schatteneffekte sorgen zudem für eine fesselnde Stimmung und lassen einen schon mal innehalten und die Umgebung bewundern. Dies alles hat aber natürlich auch seinen Preis. Einen Prozessor mit zwei Kernen und 2GB Arbeitsspeicher gibt Frogster aktuell als Mindestvoraussetzung an. Ob sich damit allerdings die volle Pracht entfalten lässt, dürfte fraglich sein.

Vielfalt bei der Charaktererstellung

Große Auswahl herrscht bei der Erstellung eures Alter Egos. Acht unterschiedliche Charakterklassen decken die aus anderen MMOs bekannten Typen ab. Vom Nahkämpfer über den Tank, bis hin zum Fernkämpfer und Heiler ist alles vorhanden, was das Herz begehrt. Erschwert wird die Auswahl dabei von sechs verschiedenen Rassen, die unterschiedlicher kaum sein könnte. Neben den allseits bekannten Menschen und Hochelfen, dürft ihr auch zwischen den stolzen Aman, den Bären-artigen Popori, den dämonischen Castanern, die insbesondere bei den weiblichen Charakteren manches Männerherz schneller schlagen lassen, und den friedvollen Baraka wählen.

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Tera setzt vor allem auf anspruchsvolle Action.
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Ist euer Abbild dann einmal erschaffen, soll euch in Tera eine Spielwelt mit unzähligen Quests erwarten. Insgesamt arbeiten aktuell 15 Autoren an der Erstellung von neuen Aufgaben. 600 Quests haben es bereits ins Spiel geschafft. Bis zur Fertigstellung der Release-Version sollen es mehrere tausend sein. Die Befürchtung wie so viele Spiele ein typischer „Asia Grinder“ zu sein, will man gar nicht erst aufkommen lassen.

Von Spielern geprägte Welt

Dafür wird in der Welt von Tera allerdings auch zu viel geboten. Auch wenn der Kampf Spieler gegen Spieler (PvP) im Vordergrund stehen soll, wird es zahlreiche Dungeons, teils instanziert teils nicht, und später sogar Raids geben. Riesige Gegner, die nur in einer Gruppe bezwungen werden können, gehören dabei zur Tagesordnung. Ein umfangreiches Crafting-System, sowie Achievements und ein Gilden-System gehören ebenfalls zur festen Ausstattung.

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Die Charaktere der Spielwelt sind fein ausgearbeitet.
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Äußerst interessant ist dabei der Ansatz bei den Gilden-Häusern. Diese werden einen festen Platz in den jeweiligen Hauptstädten haben. Wer einen strategisch günstigen Ort einnehmen möchte, muss daher schnell sein und auch das nötige Kleingeld parat haben.

Ohnehin wird bei Tera das soziale Gefüge groß geschrieben. Selbst in die Politik kann eingegriffen werden. Wichtige Ämter werden regelmäßig durch PvP vergeben und auch zur Wahl gestellt. Macht ein Spieler seine Sache gut, hat er Chancen auf die Wiederwahl. Anderenfalls verschwindet er im politischen Nirwana.