Neulich auf der linken und der rechten Schulter des Autors. Bei der Lektüre einer "SWTOR"-Vorschau kommt es zu einer heftigen Debatte zwischen Engelchen und Teufelchen.

Engelchen: Star Wars: The Old Republic wird die Offenbarung!

Teufelchen: Ach, wo. Eher eine riesige Enttäuschung.

Engelchen: Pessimist. BioWare schafft das schon.

Teufelchen: Nein, sie werden jämmerlich versagen.

Engelchen: Aber die Zeit ist reif für eine WoW-Alternative!

Teufelchen: Ach was, die kupfern ohnehin alle nur ab.

Engelchen: Noob!

Teufelchen: Fanboy!

Star Wars: The Old Republic - Pro und Contra: 5 Gründe, warum SW:TOR rocken wird - und 5 Gründe, warum wir noch skeptisch sind

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Tolles Spiel oder nicht? Gar nicht so einfach, wenn man von der Unsicherheit zerfressen wird.
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Dieses Gespräch hat tatsächlich stattgefunden, der behandelnde Psychiater kann das gerne bestätigen. Und man kann die beiden ja tatsächlich gut verstehen: Einerseits hoffen wir, dass SWTOR ein echter Knaller wird, andererseits sind die Previews nicht gerade optimistisch. Selten waren die Hoffnungen der MMO-Fans größer, doch wer hoch fliegt, kann auch tief fallen...

Packshot zu Star Wars: The Old RepublicStar Wars: The Old RepublicErschienen für PC

1. Plus: Lizenz mit Macht

Zwar dachten die Macher von "Lord of the Rings Online", "Warhammer Online" oder "Star Trek Online" alle, sie hätten eine unschlagbare Lizenz in der Tasche und ihr Spiel würde sich aufgrund all der entsprechenden Filme/Bücher/Brettspiele wie von alleine verkaufen. Wie diese Geschichten ausgingen, wissen wir inzwischen.

Star Wars ist allerdings das Kronjuwel unter den popkulturell relevanten Lizenzen. Anders ist auch nicht zu erklären, dass mehr als drei Leute "The Force Unleashed 2" gekauft haben. Immerhin hat George Lucas früh erkannt, dass das gelbe Logo eine Lizenz zum Gelddrucken ist.

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Mit der Star-Wars-Lizenz im Rücken sollte TOR doch klasse werden, oder?
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Seither gibt es eine schier unüberschaubare Menge an Settings, Geschichten und Designs aus dem Star-Wars-Universum. Der Entwickler muss sich nur einen Einkaufswagen schnappen und wie im Supermarkt alle Zutaten bequem ins Wägelchen werfen. Auf dem Einkaufszettel finden sich dann Einträge für Aliens (das Regal mit den Ewoks sollte allerdings gemieden werden) mitsamt ihren Heimatplaneten, Raumschiffdesigns, Machtfähigkeiten und Waffen, die Familienpackung Lichtschwerter gibt's obendrauf.

Dass die Star-Wars-Lizenz kein Allheilmittel ist, ist aber ebenfalls bekannt: "Galaxies", das erste MMO, das auf "Krieg der Sterne" basierte, war ein ziemlicher Flop. Das hat auch den Grund, dass ein Fantasy-Setting bei MMOs nach wie vor beliebter ist als Science-Fiction. Dennoch: BioWare hat schon einmal bewiesen, was man aus der Star-Wars-Lizenz machen kann, "Knights of the Old Republic" ist mit Sicherheit eines der besten Spiele aus George Lucas' Universum. Deshalb: In BioWare we trust.

Sabbelbacken und Story

2. Plus: Spannende Sprachausgabe

Es ist der wahrscheinlich ambitionierteste Aspekt von "The Old Republic": die vollständige Vertonung von Geschichte und Spielwelt. Und wenn BioWare etwas kann, dann das. Traditionell sind die Stimmen (zumindest im englischen Original) stets eines der ganz großen Highlights in einem BioWare-Spiel. Gespräche sind ein essenzieller Teil: Sie sorgen für Atmosphäre, sind die wichtigste Triebfeder der Geschichte und schaffen emotionale Nähe zu den NPCs.

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Mit der Vertonung von Charakteren hat BioWare ja Erfahrung - klappt das auch in TOR?
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Was wäre "Dragon Age: Origins" ohne den arroganten Tonfall von Morrigan oder "Mass Effect" ohne die selbstbewusste Stimme von Commander Shepard? Texte überfliegt man meist gelangweilt, wenn das Ohr aber auch etwas zu tun hat, dann kann man sich deutlich besser auf den Inhalt konzentrieren. Man erlebt die Geschichte intensiver - und nimmt es gerne in Kauf, dass es etwas länger dauert.

Ein wirklich prominenter Schauspieler wie Martin Sheen ("Mass Effect 2"), John Cleese ("Jade Empire") oder Tim Curry ("Dragon Age: Origins") ist zwar nicht dabei, noch nicht zumindest. Die Liste der Stimmen, die für TOR verpflichtet werden konnte, liest sich aber wie ein Who-is-who der Branche. Darunter sind Größen wie Jennifer Hale, die dem weiblichen Commander Shepard in ME die Stimme leiht und als Naomi Hunter in MGS zu hören war, Courtenay Taylor (Jack/Subject Zero in ME2) oder Robert Clotworthy (Jim Raynor in "Star Craft 2"). Kurz gesagt: viele alte Bekannte.

Wie das in der deutschen Fassung gelingen wird, darüber kann man höchstens spekulieren. Hoffen wir, dass BioWare denselben Aufwand betreibt wie beim Original.

3. Plus: Geschichtenerzähler

Die Erwartungen an "Star Wars: The Old Repuplic" sind wahrlich überirdisch: BioWare soll nicht weniger leisten, als das MMO-Genre dank vernünftiger Storys neu zu erfinden. Die kamen nämlich bisher zu kurz, die wahren Dramen und Komödien spielten sich zwischen den Usern ab. Außer vielleicht auf Rollenspiel-Servern nimmt sich so gut wie niemand die Zeit, die Welt, ihre Mythologie und Geschichte (also alles, was die englische Sprache als "Lore" bezeichnet) kennenzulernen.

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Wie packend sind die Quests am Ende?
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Das ist aber nur natürlich: Wessen Quest-Logbuch mit unzähligen "Sammle dies, töte das"-Aufgaben überquillt, der hat auch keine große Lust, sich diese genauer durchzulesen. Annehmen, schnell absolvieren und weg damit, wir wollen schließlich schnell das Level-Cap erreichen, um den Endgame-Content zu erleben.

Die meisten von uns sind dennoch nur zu gerne bereit, sich auf eine interessante Handlung und Spielwelt einzulassen. Und wenn es einen Entwickler gibt, der weiß, wie gute, weil vielschichtige Geschichten funktionieren, dann ist es BioWare. Beweise sparen wir uns an dieser Stelle, das Gesamtwerk der kanadischen Firma sollte jedem ein Begriff sein. So schwierig diese Aufgabe auch sein mag: Wir bleiben optimistisch. Warum? Weil wir hier von BioWare sprechen. Darum.

Ein Freund, ein guter Freund...

4. Plus: Crafting-Crew

Crafting ist super. Außer wenn es ewig dauert, mühsames Rohstoffsammeln und/oder enormen Einsatz von Spielwährung erfordert. Und da das fast immer der Fall ist, kommen die meisten ganz schnell zur Erkenntnis: Crafting ist doch nervig.

SWTOR verspricht einen neuen Ansatz: Man bekommt neue Gegenstände oder Waffen, muss aber nicht stundenlang selbst vor dem Rechner sitzen und über Anzeigen wie "14 von 248 hergestellt" meditieren. Die Drecksarbeit übernimmt nämlich die Crew: Man beauftragt die NPCs, die man rekrutiert hat, mit einer von drei möglichen Tätigkeiten - Crafting, Sammeln oder diplomatische Missionen. Letzteres ist eine Art Mini-Quest-System wie etwa in "Assassin's Creed: Brotherhood" und bringt Geld sowie Gegenstände.

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Auch in Sachen Crafting will BioWare auftrumpfen.
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Beim Sammeln und Craften spielt bekanntlich Zeit eine wichtige Rolle, das wird auch in SWTOR nicht anders sein. Hier übernehmen aber die Gefährten die langweiligen Teile, man selbst kann sich weiter den großen Abenteuern widmen. Das System ist wohl so ähnlich wie das Skillen oder Produzieren in EVE Online funktionieren: Man wählt eine Tätigkeit oder Aufgabe aus, diese ist erst nach Ablauf der dafür vorgesehenen Zeit fertig - selbst wenn man währenddessen offline war.

Die Begleiter sollen generell einen recht aktiven Part übernehmen: Erkundet man einen Planeten, dann kann man sich auch voll und ganz darauf konzentrieren, da der NPC eigenständig Rohstoffe sammelt. Man muss also nicht zu jedem einzelnen Erzbrocken extra hin. Wir sind gespannt und freuen uns darauf.

5. Plus: Wahre Gefährten

Ein Herz für NPCs: Das hat BioWare auf jeden Fall. Kein anderer Hersteller versteht es so gut, den Nichtspielercharakteren eine Seele zu verpassen. Alle haben ihre Gefühle, Ängste und Sehnsüchte, weshalb wir uns ihnen auch so nahe fühlen und eine emotionale Bindung eingehen. BioWare hat schon immer betont, dass etwa in "Mass Effect" die Gespräche mit der Crew rund ein Drittel des Spielerlebnisses ausmachen.

Das verspricht man auch für SWTOR. Die Crew-Mitglieder sollen nicht nur an Bord umfangreich eingesetzt werden (siehe Crafting), sondern auch in der freien Spielwelt. Allerdings werden sie nicht bloß nur Pets sein, die man etwa zum Tanken nach vorne schickt, sondern deutlich mehr.

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Begleiter konnten die Kanadier schon immer designen.
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Die Gefährten interagieren, kommentieren und informieren, haben ihre eigenen Motive und sind auch nicht völlig berechenbar. Sie werden zu Freunden (oder Feinden), selbst Liebschaften sollen möglich sein. Und mal ganz ehrlich: Wie oft sind wir in ME2 zu Miranda und/oder Jack gerannt, um zu sehen, ob die "Techtelmechtel"-Dialogoption endlich verfügbar ist?

Ein wenig Sorgen mache ich mir allerdings um die Vielfalt. Nach derzeitigen Plänen soll jeder Spieler gleich aussehende Begleiter bekommen. Das könnte ein wenig problematisch werden: Wenn man etwa drauf kommt, dass die heiße Kopfgeldjägerin, mit der man gerade ein Romanze hat, als "Klon" bereits mit dem gesamten Server im Bett war, dann fühlt man sich nicht mehr ganz so besonders und heldenhaft...

Blubber nicht so lange rum!

1. Minus: Nervige Sprachausgabe

Trotz des zuvor geäußerten Optimismus und BioWares reichhaltiger Erfahrung mit der Vertonung von Spielen: Wir machen uns diesbezüglich auch ziemliche Sorgen um SWTOR. Sprachausgabe ist zwar gut und schön, in dieser Dimension hat das aber noch keiner in einem MMO probiert.

Vielleicht auch deshalb, weil in Multiplayer-Spielen ohnehin viel zu viel Zeit draufgeht. Quest-Beschreibungen werden in mindestens 90 Prozent der Fälle einfach weggeklickt. Weiter, weiter, wir haben doch keine Zeit. Das "Wegklicken" von Gesprächen mit NPCs wird sicher auch in The Old Republic möglich sein. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass die umfangreiche Sprachausgabe ein Aspekt sein wird, für den sich die wenigsten die Zeit nehmen werden. Wahrscheinlich kann man auch nachträglich die relevanten Quest-Ziele in einer Textzusammenfassung nachlesen.

Wer sich dennoch auf das volle Spracherlebnis einlässt, könnte schnell für Irritationen bei seinen Mitspielern sorgen. Wenn jemand beispielsweise sagt "Ich geh mal schnell ein paar Quests abgeben" und sich erst Stunden später wieder zurückmeldet.

In diesen Zusammenhang passt auch der Post eines anonymen Bloggers ("EA Louse" also "EA Wanze"), der vergangenen Herbst für viel Aufregung gesorgt hat: Der angebliche Insider und Mythic-Mitarbeiter berichtete, dass BioWare nur deswegen so stolz auf die Vertonung ist bzw. sein muss, weil der Rest des Spieles schlichtweg Mist sei. Das lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt natürlich nur schwer verifizieren. Das Bauchgefühl sagt uns aber: Da könnte schon was dran sein...

Star Wars: The Old Republic - Soldaten der Republik217 weitere Videos

2. Minus: Zweckmäßige Grafik

Zweckmäßig - in MMOs gibt kaum ein größeres Schimpfwort zum Thema Grafik. Das bedeutet nämlich nichts anderes als unzeitgemäß und hässlich. Der Grund ist jedoch klar: MMOs sollen am besten auch auf dem Billig-Notebook vom Discounter laufen, dafür opfert man als erstes die Grafik.

Bis zum Release ist noch Zeit, klar. Dennoch: Das, was man bisher von The Old Republic gesehen hat, beeindruckt wenig. Ein paar nette Effekte gibt es hier und da, dazu recht hübsche Landschaften und schöne Kampfchoreografien. Mehr aber auch nicht.

Der willigste Helfer einer Grafik auf Sparflamme ist die Cel-Shading-Technik. Im Prinzip kann man gegen die auch nicht viel sagen: In manchen Fällen (etwa bei den grandiosen und vor kurzem neu aufgelegten Sly-Racoon-Spielen) passt sie ganz wunderbar zu Stil und Inhalt. Neuerdings wird Cel-Shading auch deshalb gerne genommen, weil es eine perfekte Ausrede darstellt: "Texturarmut? Nö, bei uns doch nicht! Das ist nur der Comic-Stil unseres Artdesigns".

Star Wars war zweifellos immer schon bunt. Aber muss TOR wirklich aussehen wie ein Kindergeburtstag? Eine Frage, die man auch gut und gerne ans gesamte Franchise richten könnte (verfluchtes "Clone Wars"!). Der düsterste Film, also "Das Imperium schlägt zurück", war schließlich auch der beste (keine Widerrede da hinten!). Aber das führt jetzt wohl zu weit.

Kloppen, bis der Grind-Arzt kommt

3. Minus: Flame-Wars

Treffen sich ein WoW-Spieler und ein Star-Wars-Fan. Später kommt ein EVE-Veteran dazu. Jeder, der mehr als ein MMO in seinem Leben ausprobiert hat, kann sich vorstellen, wie das weitergeht. Anders gesagt: Eine Troll-Invasion ungeahnten Ausmaßes kündigt sich an.

Spätestens, wenn BioWare die ersten groß angelegten Betas startet, wird es losgehen in Ingame-Chats und Foren: Einer sagt, dass er wieder zu WoW zurückgehe, weil ohnehin alles nur von dort geklaut sei. Die Folge: Empörung und Beschimpfungen, stundenlang. Jeder Versuch, ernsthaft die Stärken und Schwächen eines Spieles zu diskutieren, wird gnadenlos ignoriert und niedergebrüllt.

Zugegeben: Solche Flame-Wars mögen anfangs noch ganz unterhaltsam sein. Aber es hört nicht auf. Nie! Und schnell hat man die Nase voll und will einfach nur in Ruhe zocken. Doch die Kindereien sind stets eine unbarmherzige Endlosschleife, das wird auch in SWTOR nicht anders sein - vielleicht sogar schlimmer als je zuvor.

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Vielleicht sind alle Hoffnungen auch umsonst und die Quests nur krudes Geknüppel. Hoffen wir das Gegenteil.
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4. Minus: Grind-Festspiele

Wer die diversen Previews zu SWTOR verfolgt hat, der kann es richtig mit der Angst zu tun bekommen: Übereinstimmend berichten nämlich alle Journalisten, dass das Quest-Design wohl keinen Blumentopf gewinnen können wird.

So präsentierte BioWare bereits die Jedi-Startzone und offenbar ist hier ein klassisches Star-Wars-Zitat angebracht: "Ich habe ein schlechtes Gefühl dabei" (Obi Wan Kenobi, Luke Skywalker, Han Solo etc.). Laut Vorschauen erwarten uns wahre Grind- und Farm-Festspiele: Auf dem Planeten Tython verkloppt man am laufenden Band die sogenannten Flesh Raider und bewegt sich wie gewohnt von Gruppe zu Gruppe, dazwischen spazieren die genretypischen Patrouillen herum. Business as usual also.

Wahrscheinlich wird das Endergebnis sehr zwiespältig: Klasse Hauptstory, ansonsten lahmer MMO-Alltag. Das Design des Startareals ist natürlich selten repräsentativ, schließlich will man da nur schnell durch. Spannend wird es meist erst später. Dennoch gibt der Anfang die Richtung vor und soll dem Spieler einen Eindruck vermitteln, wie es später in der Welt so zugeht. Und hier ist das ziemlich eindeutig, leider.

Ach, nö, dann doch lieber nicht

5. Minus: Mein (T)Raumschiff

BioWare: Jeder bekommt sein eigenes Raumschiff! Wir so: Klasse! BioWare dann: Raumkämpfe sind auch möglich! Wir darauf: Her damit! BioWare: ...und spielen sich wie Rail-Shooter! Wir: Ach, nö, dann doch lieber nicht...

Es klang ja zunächst vielversprechend. Immerhin sind Schlachten im Weltraum eines der Grundmotive von Star Wars. Dann wurde aber bekannt, dass die Raumkämpfe nicht viel mehr als ein Minispiel sein werden. Und das ist vielleicht dann keine ganz so gute Idee. Die Grafik im Trailer dazu sieht zwar ganz nett aus, es ist und bleibt aber ein Rail-Shooter. Das mag zwischendurch zwar ganz unterhaltsam sein, auf Dauer besteht aber die Gefahr, dass diese Weltraummissionen schnell eintönig und zu einer lästigen Pflichtübung werden.

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Raumschiffe sind kaum mehr als ein Minispiel. Schade eigentlich.
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Vor allem widerspricht ein dermaßen lineares Spielelement dem Grundwesen eines MMOs: Wir wollen grenzenlose Freiheit und keine Einbahnstraßen. Da wäre es besser gewesen, die Funktion gleich wegzulassen. Ein Raumschiff als "Haus" und Punkt-zu-Punkt-Transport hätten es auch getan. So wird man angefixt, mehr gibt's dann aber nicht.

Auf ein gemeinsames Fazit konnten sich Engelchen und Teufelchen übrigens nicht einigen. Sie sitzen immer noch auf den Schultern herum und werfen einander Argumente und Beleidigungen an den Kopf. Wir wollen aber mal dem Engelchen glauben: BioWare hat schließlich noch nie ein schlechtes Spiel abgeliefert. Hoffen wir, dass das so bleibt.