Nachdem bereits die veränderte Überlandreise-Karte für viel Ärger innerhalb der Community des kommenden MMORPGs Shroud of the Avatar gesorgt hat, ziehen schon wieder finstere Wolken über Richard "Lord British" Garriotts Onlinespiel auf.

Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues - Neuer Ärger über Chat-Konversationssystem

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Die stilisierte Überland-Karte des MMORPGs Shroud of the Avatar sorgt noch immer für Diskussionen in der Community.
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Noch immer diskutiert die Community sehr emotional über die Überlandkarte, welche von einer herausgezoomten 3D-Welt zu einer stilisierten Papier-Karte geändert wurde. Vor allem auch Aussagen der Entwickler, dass die Überlandreise nie als Erkundung der Welt, sondern nur als Transportmittel von einem zum anderen Ort gedacht war, sorgt für einigen Unmut, da viele auch die Erkundung einer Welt mit einem RPG und vor allem auch mit einem spirituellen Ultima-Nachfolger in Verbindung bringen.

Nun jedoch führt ein weiteres Feature zu neuen Diskussionen, das Konversations-System. In den bisherigen Pre-Alpha-Phasen sprach man mit den NPCs über einen typischen MMO-Chat, in den man seine Fragen in richtigen Sätzen eintippen musste. Einige Fans hielten dies für einen Platzhalter. Doch die Entwickler erklärten, dass dies das geplante Konversations-System für das Spiel sei. Es wird also kein eigenes Konversations-Interface wie in anderen MMOs und RPGs geben. Stattdessen chattet ihr mit den NPCs, als wären sie andere Spieler. Damit möchten die Entwickler durch die Nutzung mehrerer Chat-Tabs viele gleichzeitige Gespräche ermöglichen. Ihr könnt also mit anderen Spieler und mehreren NPCs in eigenen Tabs sprechen und in wieder neuen Tabs noch den Gesprächen um euch herum lauschen - alles gleichzeitig.

Die Kritik, die Fans nun daran äußern ist nicht, dass eine manuelle Eingabe der Sätze nötig ist, das finden die meisten sogar gut. Stattdessen wird einerseits befürchtet, dass die Präsentation der Story darunter leidet, die zu einem Großteil über Gespräche stattfindet und man diese dann nur in einem Chat liest. Zudem würde die Identifikation des Gesprächspartners fehlen, wenn man nicht mit diesem direkt, sondern nur noch in einem Chat allgemein mit vielen spricht. Es würde das Gefühl fehlen, wirklich mit einer Person von Angesicht zu Angesicht zu sprechen, wie das in anderen Spielen der Fall sei. Stattdessen lese man einen Chat, in dem die Story abläuft.

Ebenfalls in der Kritik ist das Gefährten-System. Gefährten sollen zumindest in der ersten Episode des Spiels nicht mehr als menschliche Pets sein. Viele Fans hatten sich aber Gefährten im Stil der alten Ultimas oder Baldur's Gate gewünscht, nachdem auch die Entwickler meinten, dass so etwas geplant wäre. Gefährten sollten vor allem für den Single Player-Part wichtig sein.

Viel Kritik, die momentan über dem MMORPG Shroud of the Avatar zusammenbricht. Momentan zeigen die Entwickler jedoch auch nicht, dass sie von ihrem geplanten Weg mit den kritisierten Features abweichen wollen, was vielleicht auch mit dem Druck zusammenhängt, das MMO noch in diesem Jahr veröffentlichen zu wollen.

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