Das Verwaltungsgericht hat zwar das großräumige Demonstrationsverbot um den Sicherheitszaun um Heiligendamm (Austragunsort des G8-Gipfels) teilweise aufgehoben, ob das allerdings so bleiben wird, muss erst abgewartet werden, da die Polizei bereits Beschwerde eingelegt hat.

Dieser Zaun ist für Avatare im Spiel Second Life nicht wichtig, denn eines der Tagungsgebäude, die "Burg Hohenzollern", wurde in Second Life nachgebaut und soll in den kommenden Wochen G8-Kritikern als Platz zum Meinungsaustausch dienen, teilten die "Erbauer" des Internet-Tagungsortes, Made Höld und Christoph Schwarz mit.

Im Gegensatz zum realen Tagungsort gebe es um die virtuelle "Burg Hohenzollern" keine Einlassbeschränkung und keinen Zaun, so dass weltweit jeder Interessierte mit seinem Avatar freien Zugang hat. Höld und Schwarz haben den Tagungsort aus Solidarität mit den G8-Kritikern errichtet und bieten dort auch Informationen über den digitalen Polizeifunk sowie Möglichkeiten an, wie man vor dem Gipfel Bundesinnenminister Schäuble "unterstützen" kann. Unter der Anschrift oeconomica 67,41,31 kann sich jeder mit seinem Avatar das G8-Kritiker-Café anschauen. Unterschiede gibt es nicht nur bei den Sicherheitsbestimmungen, sondern auch bei der Beflaggung: Sind in der realen Welt auf den Gebäuden die Fahnen der acht beteiligten G8-Staaten gehisst, schmücken in Second Life die Fahnen der acht ärmsten Länder der Welt den Treffpunkt.

Second Life ist für PC erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.