Saga of Ryzom - Das gallische Dorf
(von Aurelia)

Mancher Spieldesigner geht nach dem Motto vor "besser gut geklaut als schlecht erfunden". Nevrax drehte, bzw. dreht noch immer, den Spieß um und erfand neu. Neue Spielidee, neue Welt, neue Rassen, neue Inhalte... Quasi alles nigelnagelneu.

Optische Neuerungen
Wer sich jemals Jahreszeiten in einem MMORPG wünschte, wird bei Ryzom fündig. Schneebedeckte Wälder, blühende Wiesen und ein gepflegtes Bad in kristallklaren Seen. Alles da, was ein Spielerherz sich jemals gewünscht hat.

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Genauso findet man merkwürdige Urviecher (die Monsterdesigner müssen eine blühende Fantasie haben), Sandstürme und blinkende Sterne inkl. sich drehenden Planetenringen. Romanik und Abenteuer pur.

Sprechblasen bei Unterhaltungen, ungewöhnliche Pflanzen, Rassen die es noch nie gab (Gott sei dank!) und eine dynamische Welt, die die Spieler selbst über ihr Handeln gestalten können. So kommt es auch, dass zwar auf 2 Server Ryzom gespielt wird, dabei aber dennoch zwei unterschiedliche Welten entstehen.

Der Start
Die Installation an sich schnurrt ungewöhnlich fix durch und nach der Anmeldung auf der Homepage von Ryzom ( [magic.url protocol="http" domain="www.ryzom.com" url="www.ryzom.com"]www.ryzom.com[/magic.url] oder [magic.url protocol="http" domain="www.ryzom.de" url="www.ryzom.de"]www.ryzom.de[/magic.url]) hat man auch einen Account mitsamt Passwort. Ungewöhnlich ist das Login ins Spiel an sich. Anstelle eines eigenen Shields bzw. Launchpads ist dieses eingebettet in einen ryzomtypischen Startscreen. Nach dem Login wird ggf. noch ein

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Patch nachgeladen und dann geht es los.

Anfänger werden gleich bei der Charaktererstellung feststellen, dass man intuitiv geführt wird. Ob nun Nasenlänge oder Augenlevel, alles kann individuell eingestellt werden (Vermissen könnte man aber noch die Bärte bei den männlichen
Charakteren). Vier Völker stehen zur Auswahl: Fyro, Matis, Zorai und Tryker. Zorai kommen mit einer Gesichtsmaske daher, die genau wie das Gesicht der anderen Rassen mit Tätowierungen verziert werden kann. Schön ist, dass die typischen Fantasierassen vollständig neu entwickelt wurden. Gleiches gilt auch für die Monster.

Als Abrundung des Ganzen muss nur noch die Berufung gewählt werden. Der Begriff "Berufung" ist bewusst so gewählt, da differenzierte Berufe nicht wirklich existieren. Mit Sicherheit kann man sich auf den einen oder anderen Beruf spezialisieren, jedoch macht die Mischung den Spielspaß aus. An dieser Stelle wird es etwas knifflig. 3 Grundsets stehen im Bauskasten zur Verfügung, jedes Set bringt eigene Fertigkeiten mit, die zusammen die Grundbildung des Chars ausmachen. Sie können individuell per Regler gemischt werden. Ein Magier, der auch mal schnittig seine Meinung sagen kann? Kein Problem. Oder ein Krieger, der magisch ist? Dito.Fortgeschrittene und Könner huschen gekonnt durch die Charaktererschaffung und können sich gleich ins Getümmel werfen, ohne die Einführungsrunde bei den NPC durchzumachen. Auftrag abholen und los geht es. Später im Spiel kann die Berufung des Charakters noch geändert werden. Wer gerne experimentiert kann sich hier austoben. Die Methode ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Man kauft sich sogenannte Blueprints um neue Fertigkeiten aufzubauen. Diese Baupläne teilen dem Spieler mit, welche Bausteine er zu sammeln hat. Sind alle beisammen, winkt eine neue Fertigkeit. Alles klar?

Packshot zu RyzomRyzomErschienen für PC

Anfängern wird gern "nimm von jedem etwas" geraten. Jetzt muss dem Kind nur noch ein Name verpasst werden, dann kanns auch schon losgehen. Jeder neue Charakter darf sich eines von sechs Startdörfern auf der Neulingsinsel seines Volkes aussuchen. Dort angekommen wird er von NPCs in die Welt von Atys eingeführt.Am Ende gibt's den ersten Miniauftrag, um sich so besser ins Spiel einzufinden.

Auf den Neulingsinseln
Da jeder mal klein anfängt gibt es auf Atys so genannte Neulingsinseln. Anfängern sei es geraten, sich von NPC zu NPC zu hangeln um das Spielsystem zu verstehen. Denn wer anfangs nicht von der Fülle der Panels verwirrt ist, der ist es spätestens beim Spielsystem.

Doch die Hexenmeister von Nevrax haben NPCs erfunden, die einem schnell erklären wie was funktioniert. Gottlob kann man die Panels alle nach Bedarf an- und ausschalten. Anfängern sei geraten hier gleich zu Beginn etwas aufzuräumen., dies verbessert die Übersicht erheblich. Nach einer Runde NPC-Hopping kann man sich direkt ins Spiel stürzen. Das Spielen auf den Neulingsinsel ist eine Freude: Die Gegner sind nicht zu stark und man kann prima Teamplay ausprobieren. Auch Crafting und Harvesting kann man hier in Ruhe getestet werden.

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Hilfe von der Community ist immer zugegen (zumindest jetzt noch), GMs und Guides sind hilfsbereit. Nachdem ein solider Level in der gewählten Berufung erreicht ist, kann man sich von Kamispriestern "beamen" lassen. Doch das ist ein One-way Ticket! Ab hier geht es in die harte Realität auf Atys. Während die Mobs auf der Neulingsinsel noch fast schmusig anmuten, geht es in diesen Gebieten hart zur Sache.

Die Primeroots
Jede Primeroot hat ihre Hauptstadt. Hier erwarten einen Händler zuhauf. Gleiches gilt für Ausbilder und NPC's die Ratschläge geben und Aufträge erteilen. Von hier starten Expeditionen der einzelnen Teams mit ihren

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Aufträgen oder man geht auf Egotrip. (aussentorpyr) Der Handel wird mit Samen betrieben - mit Samen deswegen, weil Atys eine rein organische Welt ist. Metalle sucht man in der Welt von Ryzom vergeblich. Demnach ist auch nichts mit Gold. Eigentlich sollte es auch keinen Sand geben woraus der Sand der Wüsten Fyros besteht, darüber gehen die Meinungen derzeit noch auseinander.

Schon als "kleiner" Newbie kann man sich Wohnungen leisten und muss nicht auf ein Add-on irgendwann warten. (siri_home) Die Kämpfe in den Primeroots gegen die Kitins (Invasoren die Atys schädigen) oder gegen die anderen Monster haben es wirklich in sich. Hier ist Teamplay gefragt. (monsteralvie) Mag man die Gegend nicht sonderlich, sucht man einen der versteckten Durchgänge in die anderen Welten der Nachbarvölker. Aber aufgepasst! Das ist wird kein sonntäglicher Spaziergang. Kämpfe können ganz schon heftig werden, da die Monster nicht gerade stumpf-sinnig agieren, sondern im Gegenteil sogar lernfähig sein sollen. Ein exo-tischer Spielgegenstand sind die Altäre der Kamis. Hier wird nicht geopfert, von hier geht die Reise per magischem Spruch in andere Gefilde. Dank einer neu entwickeltenRaidengine werden Massenschlachten sehr dynamisch ausfallen - hier ist die Erfahrung und Pfiffigkeit der Spieler gefragt. Es wird nie zwei gleiche Schlachten geben. PVP wird es in zweierlei Varianten geben: im sportlich-olympischen Sinn und im Sinne der harten, blutigen Kämpfe. Und da es auch auf Atys so etwas wie Profi-Gärtner geben wird, werden sich auch diese Charaktere messen können. Man stelle sich einfach nur einen Schrebergartenwettbewerb auf Atys vor!

Der lebende Organismus - alles hängt zusammen
So einfach wie sich alles anhört, ist es nicht. Jeder, wirklich jeder Char, hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei den unzähligen Bewohnern Atys'. Dafür sorgt ein Fame-Pegel. Ruhm ist wichtig, um sich besser auf Atys behaupten zu können. Jedes Nichtstun schlägt genauso zu Buche wie jede Aktion. Und je länger man im Spiel ist, umso mehr ändert jeder einzelne Spieler die Welt auf Atys. Atys lebt!

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Von der technischen Seite betrachtet ist daher ein Umzug eines oder mehrer Charaktere nicht möglich. Man kann im realen Leben auch nicht einfach die Familie wechseln. Möge sich der geneigte Leser die ganze Geschichte Atys' auf [magic.url protocol="http" domain="www.ryzom.de" url="www.ryzom.de"]www.ryzom.de[/magic.url] durchlesen.

Aber…
Aber es gibt auch ein Aber. Noch hakelt es gewaltig beim XP-System. Nevrax werkelt noch immer daran. Die Server laufen noch nicht rund und manch ein Patch ist zurzeit nicht das Gelbe vom Ei. Allerdings befindet sich das Spiel derzeit ja auch noch in der Beta-Phase. Manch einer wird sagen, dass alles letztendlich auf dasVermöbeln von Mobs hinausläuft. Zur Zeit ist das noch richtig - allerdings ist noch nicht alles in der Betaphase enthalten. Und so scheint es, dass die Gallier und ihr Miraculix noch einige Überraschungen parat haben. Auf jeden Fall köchelt der Druidenkessel noch gewaltig in Paris. Das Ende von Troubadix' Lied Ryzom ist komplexer als es beim ersten Eindruck zu sein scheint. Das zeigt sich schon bei der Weiterbildung der einzelnen Fähigkeit und beim Hinzulernen. Am Anfang mögen sich die Chars noch ähneln, aber je älter sie werden, je unterschiedlich werden sie. Man kann sagen, sie werden erwachsen. Anfänger sind anfangs etwas überfordert was die Komplexität betrifft. Man sollte aber keine Angst haben dennoch mitzumachen. Die Community hilft jedem auf die Sprünge.

Fortgeschrittene bis Könner werden sich freuen, endlich mal eine intellektuell angehauchte Möglichkeit zu haben, eine Welt gestalten zu

Pro & Contra - BETA-TEST

Pros:
+ neue Welt mit neuen Rassen und Monstern + keine feste Grenzen in Berufen + langer Spielspass + Community

Cons:
- unübersichtliche Panels - gewöhnungsbedürftige Bedienung - läuft auf den Server noch instabil (Beta-Erfahrungen) - unausgereiftes XP-System (Beta-Erfahrungen)

können. Allerdings kommen auch die lustvollen Zocker nicht zu kurz. Die Mobs, die es auszumerzen gilt, haben es in sich und reagieren teilweise reichlich real.

Ja, Ryzom wird ein gallisches Dorf werden, eines der zuhauf in diesem Jahr startenden MMORPGs. Während woanders gegenseitig ausgeliehen wird, ging Nevrax einen neuen Weg. Der Zaubertrank, der Nevrax stark macht, ist die neue Spielidee, die Dynamik und die neue Raidengine. Mögen die Römer kommen!