The Saga of Ryzom
(von Andreas Schnäpp)

Im April letzten Jahres begann unser Preview zur Beta 3 mit einem kleinen Ausblick auf die MMORPG Landschaft der kommenden Monate. Fast ein Jahr später folgt das Review zu dem MMORPG, das sich nie in eine Schublade stecken lassen wollte: The Saga of Ryzom.

Was hat sich in der Zwischenzeit getan? Wurde Ryzom zum ernstzunehmenden Konkurrenten für Everquest 2 oder World of Warcraft? In unserem Review erfahrt ihr mehr!

Ryzom - Fanvideo: Wayfarer3 weitere Videos

Es war einmal...
Bevor wir direkt an die Fakten schreiten, möchten wir zuerst ein kleines Resumé ziehen.

April 2004, kurz vor der Open Beta von Ryzom erscheint unser erstes Preview zum Spiel und die kommenden Wochen hört man aus der Community nur positives Feedback zum Spiel. Das eigens für das Spiel entworfene Ökosystem verzaubert die Spielerschaft und Fans des Genres blicken schon erwartungsvoll dem Release des Spiels entgegen.

Wichtige Spielinhalte fehlten, doch es war schließlich noch eine Beta und somit selbstverständlich, dass über solche Fakten nicht gemeckert wird. Nach einigen Wochen wird den Spielern abrupt am 7. Juni die Tür vor der Nase zugeknallt, um Nevrax noch etwas Zeit für die Umsetzung des durch die Open Beta gewonnenen Feedbacks zu gewähren. Über die Produktivität dieser Handlung lässt sich streiten, doch eins ist klar: Die Community nahm diesen Schritt mit geteilter Meinung auf.

Die ersten Zweifel treten auf, ob Nevrax das angepeilte Veröffentlichungsdatum am 24. Juli halten kann und schon kurze Zeit später wird The Saga of Ryzom verschoben: Bis September 2004 sollen die Entwickler mehr Zeit zur "Optimierung des Spiels und Entwicklung neuer Inhalte" haben, um der Community ein wirklich perfektes Spiel bieten zu können. Hört sich wirklich klasse an, doch was ist nach dieser Ankündigung passiert?

Nevrax hat neue Tester für die Fokus Beta angenommen, die im Spiel erneut auf Bugjagd gehen sollten. Über den Status des Spiels bleibt es ruhig. Es ist der 30. August 2004: Nevrax öffnet die Pforten für eine weitere Open Beta, die bis kurz vor Release andauern soll. Unmut tut sich in der Community laut: "Wo ist die versprochene Story? Wo sind die Reit-Mektoubs?" und viele weitere Fragen zieren das Bild des Chats und die Fansite-Foren. "...Nun ja, es ist ja noch eine Open Beta, das wird sicher zum Release freigeschaltet." hört man von Fanboys und Fans des Spiels.

Tag der Wahrheit
...und mitunter auch Zeit der großen Verwirrung. Homins in ganz Deutschland hetzen durch die Läden, auf der Suche nach The Saga of Ryzom, ihrem MMORPG Hoffnungsträger. Doch siehe da: Am 16. September, dem angekündigten Releasetag stellen sich Händler stur: "Das Spiel ist noch gar nicht erschienen! Erst morgen steht es zum Verkauf frei!" und so mancher hatte es gar nicht erst bekommen. Nun gut, offensichtlich lief etwas in der Planung schief.

Einen Tag später: Erneut werden die Läden gestürmt und die Regale nach einer DVD-Hülle mit der Aufschrift

Ryzom - Kulinarisches Zockerfutter oder halb gar? Lest selbst!

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"The Saga of Ryzom" abgesucht. Siehe da: Pappfiguren von Ryzom sind teilweise sogar in deutschen Geschäften vertreten und man darf zugreifen, doch nicht jeder hatte das Glück: In Foren ließen erboste Fans ihrem Frust frei Lauf, weil in ihrer Stadt keiner der Händler Ryzom überhaupt bekommen hatte und falls doch, dann in so geringen Stückzahlen, dass diese schon wieder vergriffen waren.

Glücklicherweise waren wir nicht von diesem Chaos betroffen: Im Briefkasten lag ein Exemplar des MMORPGs und wartete nur darauf von uns installiert zu werden. Gesagt, getan. Ein Patch und wenige Minuten später waren wir im Spiel und es bot sich uns ein Schauspiel der Sonderzeichen: Die deutsche Übersetzung war noch nicht fertiggestellt, denn überall hagelte es Strings, wo eigentlich Zielbeschreibungen oder Gegnertypen schriftlich festgehalten werden sollten.

Packshot zu RyzomRyzomErschienen für PC

Doch die Übersetzung war nicht das einzige, was entweder teilweise oder überhaupt nicht, obwohl versprochen, ins Spiel implementiert wurde: Eine Story in Form der Enzyklopädie suchte man vergebens und so war es eindeutig: Ryzom ist leider wieder mal einer der Kandidaten, die halbfertig auf die Spielerschaft losgelassen wurden.

Die Folge des Ganzen war, wie zu erwarten, ein Patch-Marathon in Perfektion, mit allem was dazu gehört: Verschlimmbesserungen mit dem großen Patch 1 und die nachfolgenden Patches für Patch 1. Spieler wanderten ab, fühlten sich missverstanden und übergangen und pflasterten das Forum mit Abschieds-Threads voll. Der große Lichtblick schien mit Patch 2 in greifbarer Nähe: Endlich sollte die Story und die damit verbundenen Ritusmissionen freigeschalten und auch Reitmektoubs (Reittiere) ins Spiel integriert werden.

Und da sind wir: Patch 2 wurde entgegen der Ankündigung in dreiTeile gesplittet und nacheinander veröffentlicht. Patch 2 Part 3 brachte nun endlich auch die Enzyklopädie ins Spiel, mit der es möglich ist, die Geschichte des Planeten und Informationen über deren Völker zu erfahren. Wie man sieht, verlief die Veröffentlichung von The Saga of Ryzom alles andere als planmäßig und normal.

Ein neuer Anfang...
Vier Monate nach Release wollten wir uns also wieder nach Atys wagen und die Antworten auf unsere Fragen suchen: Was hat sich verändert? Wie wurde die Story implementiert? Spricht man nun deutsch oder immer noch denglisch?

Die Charaktererstellung verläuft intuitiv und dank der vielen Anpassungsmöglichkeiten kann der Charakter individuell gestaltet werden. Neben unzähligen Tattoos und Frisuren dürfen die Körperproportionen und Gesichtsmerkmale bestimmt werden. Sobald der optische Teil getan ist, geht es an die Zukunftsplanung:

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Was soll der Charakter zu Beginn können? Drei Grundbausteine darf man seinem virtuellen Ich mit auf den Weg geben und ihn somit vorab ausbilden: Ein Krieger, der Rohstoffe sammeln und weiterverarbeiten kann oder doch lieber ein Magier mit dem Hang zu mächtigen Äxten? Alles ist möglich. In Ryzom wurde bewusst auf ein Klassensystem verzichtet, so dass der Spieler immer die Freiheit hat, wie sich sein Charakter weiterentwickeln soll. Falls man beispielsweise keine Lust mehr hat nach Rohstoffen zu buddeln kann man sich von den durch Level-Ups erhaltenen Fertigkeitspunkten nicht nur neue Aktionen kaufen, sondern auch beispielsweise den Gebrauch von Magie erlernen.Kurz & Bündig: Die Geschichte
Im Jahre 2481 drang eine Expedition der Fyros bis zu den Urwurzeln des Planeten vor und stieß dabei auf ein Kitin Nest. Unbedacht tötete ein Fyros den ersten Kitin und löste dadurch den Krieg aus, welcher den Niedergang aller Homin-Völker mit sich bringen sollte.

Als bereits alle Hoffnung verloren geglaubt war, entdeckten die Homins ihre Rettung in Form von schimmernden Regenbögen, welche sich überall auf Atys zu bilden begannen. Weit weg von ihrer zerstörten und verwüsteten

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Heimat verweilten die Homins an diesem sicheren Ort. Zwei Jahre voller Schlachten und Blutvergießen vergingen bis es den Kami und Karavan gelang, die Kitins zurückzuschlagen.

Aufgrund der Versicherung der Mitglieder der Karavans, die Gefahr sei nun ein für alle mal gebannt, begannen die ersten Völker der Homins kurz darauf ihre Refugien zu verlassen...

Die Gegenwart: Seit nunmehr drei Generationen haben sich die Homins mit dem Wiederaufbau ihrer Städte beschäftigt.Neuer Look gefällig?
Keine Lust mehr auf die gleiche, langweilige Frisur oder das ewig öde Tattoo? In vielen Hauptstädten lassen sich Friseure und Tätowierer finden, die euch einen ganz neuen Look verpassen können. Patch sei dank!

Charakter erstellt, Namen eingegeben und schon kann das Abenteuer Atys beginnen. Je nachdem für welche Rasse man sich entschieden hat, startet man in dichten Waldgebieten, kargen Wüsten oder wunderschönen Oasen. Im Spiel angekommen ist die erste Aufgabe, sich mit dem Stadtempfänger in Verbindung zu setzen. Dieser schickt den Spieler quer durch die Stadt und stellt sozusagen eine Touristentour im Schnelldurchlauf dar: Man wird von einem Trainer zum nächsten geschickt, macht einen kleinen Abstecher zu den Missionsgebern und Händlern und findet sich zum Schluss wieder beim Stadtempfänger ein, der

dem Spieler die Anweisung gibt, dass er ab Level 20 in einer Fertigkeit zur Hauptstadt seiner Rasse reisen soll und siehe da: Man spricht deutsch. Vorbei sind die Zeiten, dass Gespräche in Ryzom mit NPCs aus einer Mischung von Strings, Deutsch und Englisch bestanden

Die nächsten Stunden Spielzeit lassen sich einfach beschreiben: Man führt Aufgaben bei den Korporals oder Lehrlings-Meistern aus, um für die getöteten Tiere etwas Geld und Fame zu bekommen. Bedauerlich ist an dieser Stelle, dass sich die Missionsvielfalt auf wenige Muster beschränkt: "Töte von der Tierart XY und bringe Questitem Z zu mir." oder "Fertige Stiefel der Qualität XY an und bringe sie zu mir." Dass die sich immer wiederholenden Aufgabenstellungen nicht gerade zur Steigerung der Motivation verhelfen, dürfte wohl klar sein. Trotz der mangelnden Vielfalt an Quests wird dem Spieler in den ersten Stunden nicht so schnell langweilig:

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Zu detailliert wurden Flora und Fauna in Ryzom gestaltet, um sie einfach unbeachtet an sich vorbeiziehen zu lassen. Je nach Tageszeit verhalten sich die Tiere anders, schlafen oder ziehen einfach in ihrer Herde weiter. Fatal wird es für eine Horde erst, wenn sie auf der Suche nach Nahrung in das Territorium von Fleischfressern, wie z.B. Gingos oder Ragus geraten.

Nicht zu selten bekommt der Spieler dann anstatt einer Horde Bodocs einen kleinen Bodoc Friedhof zu Gesicht oder darf dabei zusehen, wie die aufgebrachten Ragus die Bodocs aus ihrem Territorium vertreiben. Doch so lebendig sich das anhört, so geräuscharm verläuft der restliche Teil des Spiels. Die wenigen Highlights, die uns musikalisch in Ryzom erwarten, sind das Ryzom Theme beim Einloggen ins Spiel und harmonische Melodien beim Betreten der Hauptstädte. Während der meisten Zeit, die man in Freien verbringt sorgen einzig und allein die Laute der verschiedenen Lebewesen für etwas Leben.

Wieso man auf eine musikalische Untermalung des Spiels verzichtet hat, bleibt fraglich. Der Griff zur eigenen Winamp Playlist während man spielt ist hierbei Pflicht, denn sonst verwandelt sich ein Streifzug durch die Wüste vorbei an einer AnsammlungKipees zum reinsten Belastungstest für die eigenen Nerven.

Handwerker - ein gefährlicher Beruf
Was macht man sonst noch so den lieben, langen Tag in Ryzom? Nicht nur für Krieger und Magier gibt es Quests, mit denen sich die Geldbörse aufbessern lässt: Handwerker ist nicht nur das Ansehen ihrer Mitspieler garantiert, sondern auch die Sicherheit, nie arbeitslos zu werden: Neben den Quests, die sie von Lehrlings-Meistern erhalten, sind sie beispielsweise in Sachen Ritusmissionen ganz vorne mit dabei: So gibt es in der Hauptstadt der Matis als auch der Tryker Ritusmissionen, die nur von der fleißigen Arbeiterklasse in Ryzom gelöst werden können.

Doch was spornt Otto Normalspieler an, nach neuen Rohstoffen zu buddeln oder reihenweise Tiere zu erlegen, um an die benötigten Rohstoffe für Rüstungen, Waffen oder Schmuck zu gelangen? Einerseits gibt es da die Buddler: Fleißig setzen sie jedes mal ihr Leben

aufs Spiel und graben nach Rohstoffen im Erdreich von Atys. Wer jetzt glaubt, dass dies keine gefährliche Aufgabe ist, täuscht sich: Mehrere Anzeigen informieren den Spieler über den Status der Quelle. Wer beim Fördern von Rohstoffen am Leben bleiben will, sollte immer ein Auge auf die Explosions-Leiste werfen: Je niedriger diese Sinkt, desto gefährlicher wird es für den Spieler, denn sobald die Anzeige den Nullpunkt erreicht hat, steigen giftige Dämpfe aus der Quelle empor.

Als wäre der dadurch verursachte Schaden am Spieler nicht schon groß genug, falls er in der Nähe der Quelle bleibt, nein, falls er stur weiter Rohstoffe fördert, explodiert die Rohstoffquelle und vernichtet somit die Rohstoffvorkommen in ihrer nächsten Umgebung. Ein flinkes Händchen sollte man beim Buddeln also haben, denn der Einsatz von Fähigkeiten, die zur Stabilisierung der Rohstoffquelle beitragen, können nicht bei jeder Quelle gleich angewandt werden. So muss man beispielsweise die Quelle während

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des Abbaus mehrere Male bearbeiten, damit die Anzeige des Explosionsrisikos wieder steigt oder das Quellenleben sich erhöht. Der habgierige Einsatz seiner Fähigkeiten ohne Rücksicht auf Verluste bringt dem Spieler nur den Spott seiner Kollegen ein, er läuft auch Gefahr sich den Hass der Kami einzuhandeln. Jedes Gebiet unterliegt der Kamitoleranz und falls es ein übereifriger Spieler mit dem Rohstoffabbau übertreibt und die Kamitoleranz immer weiter sinkt, darf er bald die Radieschen von unten betrachten. Als herrschende Macht über die Natur sehen die Kamis es gar nicht gerne, wenn ein Spieler sich bereichert und dabei die Natur zerstört.

Von Rohstoffen allein kann natürlich niemand leben, doch dafür sind die Handwerker auf ganz Atys da: Unter anderem sind diese Homins in der Lage Rüstungen, Schilder, Waffen oder Schmuck herzustellen und ihre Mitbewohner zu versorgen. Zur Erstellung von Gegenständen braucht man Rohstoffe beider Art: Tierische Rohstoffe, wie Knochen oder Felle und Rohstoffe aus dem Erdreich Atys, wie entflammbare Saps.

Je nachdem welche Qualität die zur Herstellung des Gegenstands verwendeten Rohstoffe haben, desto besser bzw. schlechter ist die Qualität des hergestellten Gegenstands. Weiterhin können Gegenstände auchdurch Verzauberungen aufgewertet werden, indem man einen seiner Zauber kristallisiert und dazu einen Sap Kristall erstellt. So kann man beispielsweise mittels seiner Axt einen Säurezauber sprechen. Neben dieser Art der Verzauberungen gibt es auch noch die Möglichkeit, Waffen mit Boni zu belegen. So bekommt der Spieler beispielsweise beim Tragen der Waffe einen Bonus von 10 Lebenspunkten, was sich natürlich durch mächtigere Handwerker verstärken lässt.

Die Ritusmissionen - was steckt dahinter?
Wie wir im ersten Teil unseres Reviews schon beschrieben haben, wurde die eigentliche Story des Spiels erst mit Patch 2 Part 3 hinzugefügt. Stolze 4 Monate nach Release. Hat sich die Wartezeit gelohnt?

Bis mindestens eine Hauptfertigkeit Level 20 erreicht hat, sollte man in den Newbie-Gebieten verweilen, um nicht als Monsterfutter zu enden. Nach der Reise auf den Hauptkontinent seiner Rasse spielt sich Ryzom

anfangs nicht anders: Bis man den benötigten Fame seiner Zivilisation gesammelt hat, um die Ritusmission überhaupt erst freischalten zu können, müssen wirder unzählige Aufgaben nach dem gleichen Prinzip gelöst werden. Eine verpatzte Chance, denn bis der Spieler die nötigen Fame Punkte erreicht hat, tröstet ihn auch nicht die wunderschöne Grafik über die fehlende Rollenspielatmosphäre hinweg und der Motivationspegel sinkt gen Boden. Hat man schließlich die nötigen Fame Punkte erreicht, sind wieder drei bis fünf Probe-Aufgaben dran, die der Spieler erledigen muss bis er die eigentliche Ritusmission erhält. Spärlich ausgelegte Informationen über den Aufenthaltsort der NPCs, die dem Spieler die nächste Probeaufgabe geben sollen, tun da ihr übriges und machen die demotivierende Suche nach NPCs perfekt.

Hat man jedoch auch diese Hürde überwunden und eine Ritusmission erfolgreich absolviert, winken neben der Hauptbelohnung, einen Teil der Geschichte zu erfahren, auch neue

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Aktionen, Stanzas oder Items. Hier hätte man eindeutig mehr machen können, um in dem Spieler die Lust an der Enzyklopädie zu wecken.

Grafisch top
Glücklicherweise gibt es auch Dinge, die nicht geändert wurden, weil sie einfach schon zum Status der Beta

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beeindruckend waren. Ryzom ist schlichtweg ein Augenschmaus. Man zieht durch Atys und entdeckt immer wieder etwas neues. Sei es auch nur eine Pflanzenart, die man noch nicht kannte oder ein wundervoller, kleiner See umschlossen von steilen Felsklippen. Überall wo man hinsieht kreucht und fleucht es und man hat nie den Eindruck, nur ein Computerspiel zu spielen, sondern fühlt sich als wäre man vor Ort.

Muss man jedoch wieder zurück in die eigene Hauptstadt, wird man wieder mit den NPC "Zombies" konfrontiert: Zwar wuseln überall NPCs durch die Straßen und Gassen, doch mehr als "Ausstattung" stellen diese nicht dar: Sie haben nichts zu sagen, reagieren nicht auf den Spieler oder erteilen gar Aufgaben. Gerade dies wäre eine gute Möglichkeit gewesen den Spieler auf Atys zu fesseln und dem Treiben in der Stadt etwas Leben einzuhauchen. Stattdessen meidet man den Aufenthalt in Städten und zieht allein oder in einer Gruppe durch die wunderschönen Landschaften von Atys...

Und wenn es den Spieler doch mal in die große Stadt verschlägt, dann nicht aus Abenteuerlust, sondern um einem der Trainer einen Besuch abzustatten und sich neue Stanzas oder neue Fähigkeiten für seine Fertigkeitspunkte zu gönnen. Stanzas sind die Bausteine für Angriffe, Zauber oder andere Fähigkeiten, mit welchen man eigene Aktionen kreieren kann. Dies läuft nach einem ausgewogenen Prinzip ab: Der ausgewählten Aktionsart muss man Vor- und Nachteile hinzufügen, die einen
bestimmten Wert haben. Damit die Erstellung funktioniert, muss die Summe der Nachteile mindestens genau so groß sein, wie die Summe der ihnen gegenüberstehenden Vorteile. Vereinfacht wird die Anwendung, indem man ihr zusätzlich Nachteile hinzufügt. Im Spiel sieht das wie folgt aus: Will man beispielsweise einen starken Säurezauber erstellen, so kann man die Punkte ausgleichen, indem man der Aktion als Nachteil erhöhte Sap-Kosten (Mana) oder eine verlängerte Zauberzeit entgegensetzt.

Ganz egal wie ein Zauber zusammengesetzt ist, sieht er einfach klasse aus. Die Zaubereffekte machen einiges her und sorgen für genügend Respekt sowohl vor dem Monitor als auch bei den damit verletzten Feinden.Pro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pros:
+ einzigartige, lebendige Welt + offenes Levelsystem + ausgewogenes Handelssystem + grafischer Leckerbissen + nette und hilfsbereite Community

Cons:
- Eintönige, sich wiederholende Quests - "Zombie" NPC-Bevölkerung in den Städten - demotivierendes Leveln bis zu den ersten RitenPro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pros:
+ einzigartige, lebendige Welt + offenes Levelsystem + ausgewogenes Handelssystem + grafischer Leckerbissen + nette und hilfsbereite Community

Cons:
- Eintönige, sich wiederholende Quests - "Zombie" NPC-Bevölkerung in den Städten - demotivierendes Leveln bis zu den ersten Riten